Libyen

Heftige Kämpfe um letzte Gaddafi-Hochburg

In Gaddafis Geburtsstadt Sirte wird noch immer gekämpft. Die Milizen des libyschen Übergangsrates stießen in das Zentrum der Stadt vor. Die Bewohner fliehen.

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In Libyen rücken Truppen der Übergangsregierung auf das Stadtzentrum der symbolisch wichtigen Stadt Sirte vor.

Video: Reuters
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In der libyschen Stadt Sirte haben sich Anhänger des gestürzten Diktators Muammar al-Gaddafi und Truppen des Übergangsrates am Sonnabend erneut heftige Kämpfe geliefert. Es waren Explosionen zu hören, berichtete der arabische Nachrichtensender al-Dschasira.

Über der Küstenstadt rund 410 Kilometer östlich von Tripolis stiegen schwarze Rauchwolken auf. Am Vortag waren die Milizen des libyschen Übergangsrates in das Zentrum von Sirte, dem Geburtsort Gaddafis, vorgestoßen. Die Gaddafi-loyalen Truppen, die sich dort verschanzt haben, leisten jedoch erbitterten Widerstand.

Die Kämpfe konzentrierten sich am Sonnabend auf das Ouagadougou-Konferenzzentrum, einer der letzten stark befestigten Stellungen der Gaddafi-Getreuen, berichtete al-Dschasira. Das Vorankommen der Übergangsrats-Milizen wird auch dadurch erschwert, dass sich Heckenschützen der Gaddafi-Truppen in zahlreichen Hochhäusern der Stadt eingenistet haben und den Milizen beträchtliche Verluste zufügen.

Geflohene Einwohner berichteten, in der Stadt gebe es weder Strom, noch Wasser und Nahrung.