US-Präsidentschaftswahl 2012

Sarah Palin betet lieber statt zu kandidieren

Weil sie sich lieber Gott und ihrer Familie widmen will, verzichtet die konservative US-Politikerin Sarah Palin auf die Präsidentschaftskandidatur im kommenden Jahr und tritt somit nicht gegegn US-Präsident Barack Obama an.

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Die konservative Politikerin tritt nicht bei US-Präsidentschaftswahl an.

Video: Reuters
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Die konservative US-Politikerin Sarah Palin will bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr nicht gegen Amtsinhaber Barack Obama antreten. Palin erklärte am Mittwoch, sie werde sich nicht um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner bewerben. Sie und ihr Ehemann Todd wollten sich in dieser Reihenfolge Gott, der Familie und dem Land widmen. Sie habe ihre Entscheidung „nach vielen Gebeten und ernsthaftem Nachdenken“ getroffen, meinte sie. Sie könne ihre politischen Ziele besser als Privatperson ohne politisches Amt verfolgen.

Palin, die frühere Gouverneurin von Alaska, sagte in einem Radiointerview, sie wolle auch nicht als Kandidatin einer anderen Partei antreten, weil dies Obama die Wiederwahl sichern würde. Palin war 2008 die republikanische Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin. Sie deutete mehrfach an, sie könne sich eine Kandidatur 2012 vorstellen.

Der Schritt, nicht zu kandidieren, war von vielen Republikanern erwartet worden. Vor allem seitdem ihre Konkurrentin Michele Bachmann sich als Kandidatin der Tea-Party-Bewegung zunehmend profiliert. In Umfragen war Palin schon seit Monaten zurückgefallen, obwohl sie besonders bei streng konservativen Wählern immer noch beliebt ist. Es heißt, die strikt konservative Politikerin polarisiere die Amerikaner zu sehr.

Einen Tag zuvor hatte bereits der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, angekündigt, sich nicht um die Präsidentschaft bewerben zu wollen. Derzeit gelten der frühere Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, und der Gouverneur von Texas, Rick Perry, als Favoriten bei den Republikanern. Aber auch dem Abgeordneten Ron Paul aus Texas und dem früheren Unternehmer Herman Cain werden noch Chancen eingeräumt. Die Vorwahlen beginnen vermutlich Anfang Januar, die Präsidentenwahl ist am 6. November 2012.