Sahwa-Miliz

Sieben Menschen sterben bei Anschlägen im Irak

Etwa 30 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bagdad, detonierte am Montagmorgen eine am Straßenrand abgelegte Bombe. Zur Hilfe eilende Sahwa-Mitglieder, die gegen das Terrornetzwerk al-Qaida kämpfen, kamen am Tatort bei der Explosion einer zweiten Bombe ums Leben.

Bei Anschlägen im Irak sind am Sonntag sieben Menschen getötet worden, darunter ein Christ und vier Mitglieder einer Miliz, die gegen das Terrornetzwerk al-Qaida kämpft. In der Region Nibai, etwa 30 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bagdad, detonierte am Morgen eine am Straßenrand abgelegte Bombe, wie die Polizei mitteilte. Dabei seien zwei Angehörige der Anti-Al-Qaida-Miliz Sahwa ums Leben gekommen. Als zwei weitere Sahwa-Mitglieder und zwei Zivilisten den Opfern zur Hilfe eilten, kamen sie der Polizei zufolge bei der Explosion einer zweiten Bombe ums Leben. Ein Vertreter eines Krankenhauses bestätigte die Opferzahl.

Ein siebtes Todesopfer gab es am Sonntagnachmittag bei einem Angriff in der nordirakischen Stadt Mossul. Dort hätten mit Pistolen Bewaffnete einen Christen erschossen, sagte ein örtlicher Polizist.

Zwar ist die Gewalt im Irak seit dem Jahr 2007 deutlich zurückgegangen. Attentate kommen aber noch immer häufig vor. Die Sahwa-Miliz gehört zu den irakischen Clans, die sich 2006 dem Kampf gegen al-Qaida angeschlossen haben.