Truppenabzug

Fast 1000 Deutsche weniger in Afghanistan bis 2013

Die Bundeswehr in Afghanistan soll bis Anfang 2013 um fast 1000 Soldaten reduziert werden. Bereits Anfang 2012 soll die Truppe deutlich verkleinert werden.

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Die Bundesregierung will die Zahl der deutschen Soldaten in Afghanistan deutlich reduzieren. Anfang nächsten Jahres soll die Zahl von derzeit 5.350 Soldaten im neuen Isaf-Mandat zunächst auf 4.900 Soldaten und zum Ende des Mandats auf 4.400 Soldaten sinken. Das geht aus einem Brief von Außenminister Guido Westerwelle und Verteidigungsminister Thomas de Maizière an die Fraktionsvorsitzenden im Bundestag hervor, der Morgenpost Online vorliegt.

Der Bundestag hatte zuletzt im Februar einer Aufstockung des Bundeswehr-Kontingents auf 5.350 Soldaten beschlossen. Davon sind 350 Männer und Frauen als „flexible Reserve“ vorgesehen. Das Isaf-Mandat ist auf ein Jahr bis zum 31. Januar 2012 befristet. Dann muss der Bundestag über ein neues Mandat beschließen. Westerwelle (FDP) hatte sich bereits mehrfach für eine Verringerung der Truppenstärke ausgesprochen.

Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Stefan Paris, erklärte, eine solche Reduzierung sei „militärisch noch verantwortbar“ und auch politisch zustimmungsfähig. Bis Ende 2014 wollen die afghanischen Behörden die Verantwortung für die Sicherheit im Land vollständig übernehmen.