Volksbefreiungsarmee

Dicke und Tätowierte dürfen jetzt für China kämpfen

China lockert die strengen Vorschriften: Um mehr junge Männer für den Armeedienst zu interessieren, werden auch dickere und auffällig tätowierte Rekruten aufgenommen.

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Chinas Armee will künftig auch dickere und auffällig tätowierte Rekruten aufnehmen. Um mehr junge Männer für den Armeedienst zu interessieren, lockerte die Volksbefreiungsarmee ihre bisher strengen Vorschriften, wie aus einer auf der Website des chinesischen Verteidigungsministeriums veröffentlichten Nachricht hervorgeht.

Demnach dürfen Rekruten künftig auch Tätowierungen im Gesicht oder auf dem Hals haben, wenn diese nicht größer als zwei Zentimeter im Durchmesser sind. Zudem würden auch Soldaten akzeptiert, deren Gewicht um 25 Prozent über dem Normalgewicht liegt. Bisher waren nur 20 Prozent zulässig.

Die Volksbefreiungsarmee hatte vor einiger Zeit eine Charme-Offensive gestartet, um vor allem Rekruten mit höherem Bildungsabschluss anzuwerben. Bewerber mit höherer Qualifikation bekommen nun auch mehr Geld.

Laut Ministerium erhalten sie zusätzlich zum normalen Sold eine jährliche Prämie von bis zu 6000 Yuan (685 Euro). Die chinesische Armee ist die größte der Welt, in ihr dienen 2,3 Millionen Soldaten.