Spanien

Eta gibt bewaffneten Kampf offiziell auf

Ende des Terrors in Spanien: Nach jahrzehntelangem bewaffnetem Konflikt gibt die Terrororganisation den Kampf auf. Sie hatte mehr als 800 Menschen getötet.

Foto: dapd

Nach mehr als vier Jahrzehnten hat die baskische Untergrundorganisation Eta das „definitive Ende ihrer bewaffneten Aktivitäten“ bekannt gegeben.

„Die Eta ruft die spanische und französische Regierung auf, einen direkten Dialog einzuleiten mit dem Ziel, die Konsequenzen des Konflikts anzugehen und so die bewaffnete Auseinandersetzung zu überwinden“, schrieb die Organisation in einer in mehreren Sprachen veröffentlichten Erklärung auf der Website der baskischen Zeitung „Gara“.

Die von der Europäischen Union als Terrororganisation eingestufte Eta kämpft seit mehr als vier Jahrzehnten gewaltsam für die Unabhängigkeit des Baskenlandes in Nordspanien und Südfrankreich.

Die letzte bewaffnete Untergrundbewegung Europas wird für den Tod von 829 Menschen verantwortlich gemacht. Seit 2009 hat sie kein Attentat verübt und erklärte im Januar einen unbefristeten Waffenstillstand.

Mit der angekündigten Aufgabe der Strategie der Gewalt folgte die Eta der Forderung einer internationalen Konferenz, die die Terroristen am Wochenende zu einer Niederlegung der Waffen aufgerufen hatte. An dem Treffen in der nordspanischen Küstenstadt San Sebastián hatte unter anderem der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan teilgenommen.

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