Unweit von Kabul

Viele Tote bei Selbstmordanschlag in Afghanistan

Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Regierungsgebäude sind mindestens 19 Menschen getötet worden. Fünf Aufständische in Sprengstoffwesten sollen auf das Gelände gestürmt sein.

Bei einem Selbstmordanschlag auf den Amtssitz des Gouverneurs der ostafghanischen Provinz Parwan sind nach Polizeiangaben 19 Menschen getötet worden. Gouverneur Abdul Bassir Salangi sprach von einem koordinierten Anschlag von sechs Tätern auf den von einer Mauer umgebenen Komplex in der Stadt Tscharikar, 50 Kilometer von Kabul entfernt.

Nach Angaben des Innenministeriums griff ein Selbstmordattentäter in einem Auto das südliche Tor der Anlage an. Fünf Aufständische in Sprengstoffwesten seien dann auf das Gelände gestürmt, erklärte die Polizei. Die Sicherheitskräfte hätten drei der Selbstmordattentäter getötet, zwei weitere seien bei der Zündung des Sprengstoffs ums Leben gekommen.

Bei den Opfern handelte es sich laut Ministerium um 14 Zivilangestellte der afghanischen Regierung und fünf Polizisten. Salangi zufolge ereignete sich der Anschlag während eines Sicherheitstreffens von Provinzvertretern.