Flugzeugpanne

Für Westerwelle wird die Notrutsche ausgefahren

Panne in Montenegro: Weil die Notrutsche ausgerollt wurde, musste Außenminister Westerwelle den Regierungsflieger durch den Hinterausgang verlassen.

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Bei der Balkanreise von Außenminister Guido Westerwelle (FDP) ist es zu einer Flugzeugpanne gekommen. Bei der Ankunft in Montenegros Hauptstadt Podgorica wurde versehentlich die Notrutsche des erst 2010 angeschafften Regierungsairbus A319 ausgerollt und aufgeblasen.

Westerwelle musste nach der Landung am Dienstagabend durch den Hinterausgang aussteigen. Die Behebung der Panne gestaltete sich nicht ganz einfach. Für den Weiterflug in die nur 30 Flugminuten entfernt gelegene kroatische Adria-Stadt Dubrovnik musste am Mittwoch eine Ersatzmaschine aus Deutschland eingeflogen werden.

In Montegro unterzeichnete Westerwelle ein Abkommen: 66 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg sollen rund 2000 in Montenegro gefallene deutsche Soldaten erstmals eine Grabstätte erhalten.

Westerwelle setzte zudem seine politischen Gespräche mit Regierung, Opposition und Vertretern der Zivilgesellschaft fort, unter anderem traf er Parlamentspräsident Filip Vujanovic. Im Mittelpunkt stand dabei die Annäherung Montenegros an die Europäische Union .

Der FDP-Politiker ermunterte die montenegrinische Regierung zu weiteren Reformen, um den Weg in die Staatengemeinschaft zu ebnen. Konkret sprach er die Bereiche Rechtsstaatlichkeit, Kampf gegen Korruption und organisierte Kriminalität sowie die Medienfreiheit an.