Flüchtlingsstrom

Griechenland baut Graben gegen Migranten

Um den endlosen Strom von Flüchtlingen aus der Türkei zu stoppen, plant Griechenland einen Graben entlang des größten Teils der 206 Kilometer langen Grenze zur Türkei. Auf diese Art sollen illegale Einwanderer abgewehrt werden.

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Die illegalen türkischen Einwanderer werden Griechenland zu viel. Das hochverschuldete Land plant deshalb den Bau eines rund 120 Kilometer langen Grabens, der die illegale Migration aus der Türkei über den Grenzfluss Evros (türkisch: Meric) stoppen soll. Der Bau des 30 Meter breiten und sieben Meter tiefen Grabens hat nach Angaben der Online-Ausgabe der Athener Zeitung „To Vima“ bereits begonnen.

Die Internetseite veröffentlichte eine Karte mit dem Verlauf des Grabens entlang des Flusses auf der griechischen Seite. Die ersten 14,5 Kilometer des Grabens seien bei der Ortschaft Orestiada ausgehoben worden.

Der Graben soll auch militärischen Abwehr-Zwecken dienen, hieß es. Griechenland und die Türkei streiten sich seit Jahrzehnten um Hoheitsrechte. Allein 2010 kamen nach Behördenangaben 128.000 Migranten nach Griechenland. In den vergangenen vier Jahren seien es insgesamt 512.000 gewesen.