US-Schuldenkrise

Obama kassiert in Umfrage Quittung für Finanzdrama

Während die Republikaner erneut eine Abstimmung im Schuldenstreit verschieben, muss der Präsident büßen: Er verliert das Vertrauen der Wähler.

Foto: AFP

Die Blockade im US-Finanzdrama dauert weiter an. Die Republikaner verschoben am Donnerstagsabend (Ortszeit) erneut eine Abstimmung über eine Erhöhung des Schuldenlimits im Abgeordnetenhaus. Republikanerführer John Boehner sei sich unsicher, ob er eine Mehrheit hinter sich habe, berichtete der TV-Sender CNN unter Berufung auf Kongressmitglieder. Unklar sei, ob noch im Laufe des Abends abgestimmt werde oder nicht.

Ohnehin handelt es sich bei der Abstimmung um einen eher symbolischen Akt: Präsident Barack Obama hatte bereits ein Veto gegen das Gesetz angekündigt, weil es sich lediglich um eine kurzfristige Lösung handele und das Schuldenlimit im Wahljahr 2012 erneut heraufgesetzt werden müsste. Obama will aber eine solche Diskussion im Wahljahr vermeiden.

Falls es bis zum 2. August keine Einigung gibt, droht die Zahlungsunfähigkeit der USA – mit unabsehbaren Folgen für die Weltwirtschaft.

Einer Umfrage zufolge ist der US-Präsident in der Gunst der Wähler stark abgefallen. Nur noch 41 Prozent meinten in einer Befragung des Pew-Instituts, Obama solle im November 2012 wiedergewählt werden. Im Mai waren es noch 48 Prozent.

Dagegen meinten 40 Prozent, sie würden es lieber sehen, wenn ein Republikaner die Präsidentenwahl gewinnt. Besonders häufig würden sich unabhängige Wähler von Obama abwenden, teilte das Institut am Donnerstag mit. Es hatte zwischen dem 20. und 24. Juli rund 1500 Erwachsene befragt.

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