Rückkehr in die Heimat

Frankreich liefert Panamas Ex-Machthaber Noriega aus

Panamas ehemaliger Militärmachthaber Manuel Noriega kehrt in seine Heimat zurück. Dort muss der 77-Jährige noch eine Haftstrafe wegen Mordes verbüßen.

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Der ehemalige panamaische Militärmachthaber Manuel Noriega wird nach Angaben seines Anwalts von Frankreich an sein Heimatland ausgeliefert. Premierminister Francois Fillon habe der Auslieferung bereits am 6. Juli zugestimmt, teilte Yves Leberquier mit.

Noriega sei vergangene Woche darüber informiert worden, so der Anwalt. Der Ex-General war im Sommer 2010 in Frankreich wegen Geldwäsche zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

In seiner Heimat wartet auf den 77-Jährigen noch eine 20-jährige Haftstrafe wegen der Beteiligung an der Ermordung politischer Gegner. Allerdings würde er die Strafe aufgrund seines hohen Alters als Hausarrest antreten.

USA unterstützten Noriega zunächst

Er wurde nach einer US-Intervention in Panama im Januar 1990 verhaftet und verbüßte bis September 2007 in den USA eine Haftstrafe wegen Drogenhandels. Er war 1992 zu 40 Jahren Haft verurteilt worden, die wegen guter Führung schließlich auf 17 Jahre reduziert wurden.

Noriega war von 1971 bis 1983 Chef des militärischen Geheimdienstes Panamas und regierte das mittelamerikanische Land von 1983 bis 1989. Unterstützung erhielt er von den USA.

Da er aber nach Einschätzung der US-Geheimdienste zunehmend mit den Drogenkartellen zusammenarbeitete, marschierten US-Truppen Ende 1989 in Panama ein und nahmen Noriega gefangen.