Nach der Revolution

Prozess gegen Ägyptens Ex-Präsident beginnt

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Prozess gegen Mubarak beginnt

Der 83-Jährige Mubarak wird für den Tod von Demonstranten während der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste vor allem in Kairo verantwortlich gemacht.

Video: Reuters
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In der ägyptischen Hauptstadt Kairo beginnt heute der Prozess gegen den gestürzten Staatschef Mubarak. Ihm wird unter anderem Anordnung von Gewalt gegen Regierungsgegner vorgeworfen. Sollte er wegen Mordes verurteilt werden, droht ihm die Todesstrafe.

Der gestürzte ägyptische Präsident Husni Mubarak ist am Mittwochmorgen zu seinem Prozess in der Polizeiakademie in der Hauptstadt Kairo eingetroffen. Fernsehbilder zeigten, wie ein Krankenwagen inmitten massiver Sicherheitsvorkehrungen das Gebäude erreichte. Mubarak war zuvor mit einem Flugzeug vom Badeort Scharm el Scheich nach Kairo geflogen worden. In Scharm el Scheich hatte er die letzten Monate in einem Krankenhaus verbracht, wo er unter Arrest stand.

Bis zuletzt war unklar, ob Mubarak wegen seines schlechten Gesundheitszustands überhaupt nach Kairo gebracht werden kann. Dem langjährigen Staatschef werden Anordnung von Gewalt gegen Regierungsgegner sowie Korruption und Amtsmissbrauch vorgeworfen. Sollte er wegen Mordes verurteilt werden, droht ihm die Todesstrafe.

Bis zuletzt war unklar, ob der 83-Jährige wegen seines schlechten Gesundheitszustands überhaupt nach Kairo gebracht werden kann. Die letzten Monate hatte er in einem Krankenhaus in Scharm el Scheich verbracht, wo er unter Arrest stand.

Das Flugzeug, das Mubarak nach Kairo bringen soll, war nach einem Bericht des Staatsfernsehens in der Nacht in Scharm el Scheich gelandet. Der Prozess gegen Mubarak, seine beiden Söhne Alaa und Gamal, seinen früheren Innenminister Habib el Adli und sechs ranghohe Polizeioffiziere sollte ursprünglich um 9 Uhr (Ortszeit und MESZ) beginnen.

Mubarak war am 11. Februar nach heftigen Protesten zurückgetreten. Ihm werden Anordnung von Gewalt gegen Regierungsgegner bei den Protesten Anfang des Jahres sowie Korruption und Amtsmissbrauch vorgeworfen. Bei den Protesten starben fast 850 Menschen. Zusammen mit Mubarak sollen auch seine Söhne Alaa und Gamal vor Gericht gestellt werden.

( AFP/cb )

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