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Vorläufige Einigung im US-Schuldenstreit

Republikaner und Demokraten raufen sich offenbar doch noch zusammen, um einen Staatsbankrot der USA zu abzuwenden. Am Sonntag kam erhebliche Bewegung in die seit Tagen festgefahrenen Verhandlungen – und nun soll es sogar eine Einigung geben.

Im Schuldenstreit in den USA ist nach einem Bericht des Fernsehsenders ABC eine vorläufige Einigung erzielt worden. Der Sender berichtete am Sonntagmorgen, die Parteiführer der Demokraten und Republikaner informierten derzeit ihre Fraktionen über die Grundzüge der Übereinkunft und testeten deren Reaktionen. Zentrale Frage sei nach wie vor, ob der mögliche Kompromiss in beiden Kammern des Kongresses eine Mehrheit finden werde. Der Sender zitierte zugleich informierte Kreise mit der Äußerung: „Über nichts besteht Einigkeit, solange nicht über alles Einigkeit erzielt wurde.“

Die Demokratische Partei von Präsident Barack Obama und die oppositionellen Republikaner ringen seit Wochen um eine Anhebung der Schuldengrenze von derzeit 14,3 Billionen Dollar (rund zehn Billionen Euro). Verabschiedet der Kongress bis Dienstag kein Gesetz für eine Erhöhung, darf die weltgrößte Volkswirtschaft vorerst keine neuen Schulden machen.

Die Regierung in Washington müsste in diesem Fall die laufenden Staatsausgaben radikal zusammenstreichen, um die Forderungen der Investoren in US-Staatsanleihen zu bedienen. Eine Zahlungsunfähigkeit der USA hätte unabsehbare Folgen für die weltweiten Finanzmärkte und könnte die fragile US-Wirtschaft erneut in eine Rezession stürzen.

( AFP/ap )