Libyen

Gaddafi-Regime berichtet von Kontakt mit Rebellen

Der Sprecher des libyschen Machthabers behauptet, es habe in mehreren europäischen Ländern Gespräche mit Vertretern der Rebellen über eine " friedliche Lösung" gegeben.

Foto: REUTERS

Die libysche Regierung hat nach Angaben ihres Sprechers Mussa Ibrahim in Europa Gespräche mit Oppositionellen geführt. Mussa sagte der Presse in Tripolis, Regierungsvertreter hätten sich in Ägypten, Norwegen und Italien „mit Persönlichkeiten aus der Opposition getroffen, um über eine friedliche Lösung zu sprechen“. Wann diese Treffen stattgefunden haben, wer daran teilnahm und was konkret besprochen wurde, sagte er nicht.

Mussa erwähnte lediglich ein angebliches Treffen eines Regierungsvertreters mit dem früheren Innenminister, General Abdulfattah Junis in Rom. Junis hatte im Februar als einer der ersten Regierungsvertreter sein Amt niedergelegt und sich den Aufständischen in Bengasi angeschlossen.

Der Regierungssprecher sagte weiter, die Zukunft von Oberst Muammar al-Gaddafi sei kein Gegenstand von Verhandlungen. „Die Libyer selbst werden über die Zukunft ihres Landes entscheiden“, fügte er hinzu.

Das libysche Kabinett teilte mit, im Mittelmeer seien in Küstennähe bei Dschansur westlich von Tripolis mehrere Boote mit Waffen an Bord beschlagnahmt worden. Diese Boote hätten von Tunesien aus Waffen für die Rebellen nach Libyen gebracht. Bevor sie sich der Küste genähert hätten, seien sie „von der Nato beschützt worden“.

Die tunesische Regierung hatte kürzlich erklärt, sie werde keine Waffenlieferung nach Libyen von ihrem Staatsgebiet aus tolerieren - weder für die Aufständischen noch für die Gaddafi-Truppen.

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