Sex-Skandal

Berlusconi – "33 Frauen sind zu viel für mich"

Italiens Ministerpräsident hat eine neue Verteidigungstrategie in der Prostitutionsaffäre gefunden: Er sei zu alt für so viel Sex, wie ihm angelastet werde.

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat sich in einem Interview gegen Sexvorwürfe gewehrt. Der ihm kritisch gegenüberstehenden Zeitung „La Repubblica“ sagte er, er sei zu alt, um all die ihm vorgeworfenen sexuellen Kontakte gehabt zu haben. Obwohl er „ein bisschen ungezogen“ sei, seien 33 Mädchen in zwei Monaten selbst für einen 30-Jährigen etwas viel.

Berlusconi ereifert sich in den Interview weiterhin, die Ermittler schadeten nicht nur seinem Ruf sondern auch dem der jungen Frauen, mit den er sich angeblich vergnügt habe. Diese müssten nun damit leben, dass sie öffentlich als Prostituierte dastünden. Dabei hätten sie "lediglich das Verbrechen begangen, an einem Essen mit dem Ministerpräsidenten teilzunehmen."

Gegen den 74-jährigen soll in Mailand wegen Sex mit einer Marokkanerin, die zum Tatzeitpunkt minderjährig war, der Prozess gemacht werden. Zudem wird Berlusconi vorgeworfen, sein Amt missbraucht zu haben, um den Vorfall zu vertuschen. Den Gerichtsakten zufolge sollen innerhalb von zwei Monaten 33 Frauen in seiner Villa bei Partys gewesen sein. Prozessbeginn ist am 6. April.

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