"Social Secretary"

Obamas neuer Mann ist schwul – Er macht Geschichte

Jeremy Bernhard ist ab sofort Kulturbeauftragter. Dass er homosexuell ist, schreckt Amerikas Konservative mächtig auf.

Foto: AFP

Der erste offen schwule Mann dient im Weißen Haus: Jeremy Bernhard (49) wird der neue Kulturbeauftragte in der Residenz von Präsident Barack Obama und First Lady Michelle Obama und macht Geschichte, weil er kein Geheimnis aus seinen Neigungen macht.

Bernhard, der zur Zeit als Berater des US-Botschafters in Paris arbeitet, wird den Titel des „Social Secretary“ tragen und im Weißen Haus für alle Festlichkeiten, Gäste und die Betreung der Künste zuständig sein. Er ist der dritte „Social Secretary“ der Obamas; 2009 war Desiree Rogers, die erste Schwarze in dem Amt, ihr folgte Julianna Smoot, die allerdings Ende 2010 nach nur zehn Monaten den Job wieder aufgab, um in das Wahlkampfteam 2012 zu wechseln.

Es ist zwar allseits bekannt, dass im Weißen Haus wie auch im Kongress und in den Ministerien schwule und lesbische Mitarbeiter in hohen Positionen dienen. Doch noch immer legt der prüde Comment der amerikanischen Hauptstadt den meisten nahe, ihre sexuelle Orientierung geheimzuhalten.

Wie Julianna Smoot hatte sich Jeremy Bernhard in Kalifornien den Obamas als früher Anhänger und begabter Spendeneintreiber empfohlen. Zusammen mit seinem Partner Rufus Gifford organisierte er spektakuläre „Fund raising“-Parties in Los Angeles – darunter eine der exklusivsten „Events“ im Haus von Oprah Winfrey - , die Millionen Dollar in Barack Obamas Wahlkampfkassen brachten.

„Jeremy teilt unsere Vision des Weissen Hauses als dem Volkshaus“, schrieb Präsident in einem Email-Statement, „ein Haus, das unsere Geschichte und Kultur in einer dynamischen und alle einbeziehenden Weise feiert.“ Der Auserwählte ließ sich seinerseits nur per Email ernennen. Er fühlte sich „tief geehrt“, teilte Jeremy Bernhard mit.

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