Nahost-Konflikt

Netanjahu vergleicht Ajatollah Chamenei mit Hitler

Israels Regierungschef hält Irans geistlichen Führer Chamenei und Adolf Hitler für geistesverwandt – zwischen den beiden gebe es nur einen Unterschied.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat bei einem Besuch in Moskau Irans geistlichen Führer Ajatollah Ali Chamenei mit NS-Diktator Adolf Hitler verglichen. „Hitler wollte zuerst die Welt erobern und begann dann mit der Entwicklung von Atomwaffen, Chamenei geht den umgekehrten Weg“, sagte Netanjahu nach Angaben der Agentur Ria Nowosti vor einem Treffen mit Russlands Präsident Dmitri Medwedjew.

Der Streit um das iranische Atomprogramm sei gerade wegen der Spannungen im Nahen Osten und in Nordafrika weiter aktuell. „Radikale islamische Regimes könnten diese Risiken ausnutzen“, sagte der Regierungschef mit Blick auf den Iran. Das iranische Atomprogramm sei eine Bedrohung für die ganze Welt und Chamenei voller Fanatismus und Hass.

Netanjahu warf einen Tag nach einem blutigen Bombenanschlag in Jerusalem Palästinenserpräsident Mahmud Abbas Widerwillen gegen Friedensgespräche mit Israel vor. Abbas reise um die ganze Welt, aber komme nicht nach Jerusalem, sagte Netanjahu mit einem Seitenhieb auf den ebenfalls in Russland anwesenden Palästinenserpräsidenten. „Warum reden wir nicht miteinander? Wir sind bereit zu Gesprächen.“

Abbas hatte sich am 22. März in Moskau mit Medwedjew getroffen. Dabei hatte er ein Treffen des sogenannten Nahost-Quartetts am 15. April in Berlin angekündigt. Dem Quartett gehören die USA, Russland sowie die Vereinten Nationen und die Europäische Union an.

Russland bemüht sich seit Jahren um eine Vermittlerrolle im Nahost-Konflikt. Appelle aus Israel, Russland solle künftig nicht mehr mit den radikal-islamischen Organisationen Hamas und Hisbollah sprechen, wies das Außenministerium in Moskau in der Vergangenheit zurück.