PKK

Zwölf kurdische Rebellen im Südosten der Türkei getötet

Die türkischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben zwölf mutmaßliche Rebellen der kurdischen Arbeiterpartei PKK getötet. Bei einem anderen Vorfall starb ein Sodat durch eine Mine.

Foto: REUTERS

Bei Gefechten mit der türkischen Armee sind im Südosten der Türkei seit Donnerstag zwölf kurdische Rebellen getötet worden. Die Kämpfe hätten begonnen, als Kämpfer der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) nahe der Stadt Uludere versuchten, aus dem Irak die Grenze in die Türkei zu überqueren, hieß es aus Sicherheitskreisen.

Demnach versuchte in der Nacht zu Samstag erneut eine Gruppe, die Grenze zu überqueren. Bei dem Einsatz seien zahlreiche Waffen sichergestellt worden. Die Kämpfe dauerten noch an.

Bei einem getrennten Vorfall wurde in einer Bergregion der Provinz Hakkari an der Grenze zum Irak und dem Iran ein türkischer Soldat während einer Durchsuchungsoperation durch eine Mine getötet.

Es sei Verstärkung in die Region geschickt worden, sagte der Provinzgouverneur Muammer Türker nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu. Er konnte keine Angaben zur Herkunft der Mine machen. In der Vergangenheit setzte die PKK regelmäßig Anti-Personenminen ein.

Die PKK, die in vielen Ländern als terroristische Organisation betrachtet wird, hatte im August 2010 einen einseitigen Waffenstillstand erklärt. Ende März hatte sie jedoch mit der Aufkündigung der Waffenruhe gedroht, da die Regierung sich einem Dialog mit den Kurden verweigere.

In den vergangenen Wochen ist es vermehrt zu Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften gekommen. Am 12. Juni stehen in der Türkei Parlamentswahlen an. Seit Beginn des Aufstands der PKK 1984 sind mehr als 45.000 Menschen getötet worden.