Kantonalwahlen

Sarkozy-Partei fällt bei Stimmungstest durch

Bei den französischen Kantonalwahlen holte Sarkozys Partei vermutlich unter 20 Prozent – sie gelten als wichtiger Stimmungstest vor der Präsidentschaftswahl.

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Die Sozialisten und die rechtsradikale Front National haben sich in der ersten Runde der französischen Kantonalwahlen am Sonntag eine gute Ausgangsbasis für die Stichwahlen am 27. März verschafft. Das geht aus vorläufigen Ergebnissen vom Sonntag hervor, die das Innenministerium in Paris veröffentlichte.

Die konservativen Parteien um die UMP von Staatspräsident Nicolas Sarkozy hatten dagegen Mühe, ihre Position zu halten. Die Wahl der Generalräte in den Departements galt ein Jahr vor der nächsten Präsidentenwahl als wichtiger Stimmungstest. Die Zustimmung zu Sarkozys Politik hat in Umfragen historische Tiefstände erreicht.

Innenminister Claude Gueant teilte mit, die Sozialisten hätten landesweit 25 Prozent der Stimmen erhalten. Die Front National sei mit ihrer neuen Vorsitzenden Marine Le Pen auf 15 Prozent gekommen. Die mit der UMP verbündeten konservativen Parteien hätten rund 32 Prozent erzielt. Das französische Fernsehen berichtete, die UMP selbst habe ein Ergebnis unter 20 Prozent eingefahren.

Die Wahlbeteiligung gab Gueant mit 45 Prozent an, was wenig für Frankreich ist. Premierminister Francois Fillon rief die Bürger auf, zu den Stichwahlen am kommenden Sonntag zu gehen.

Derzeit regiert die Linke in 58 von 100 Regionalräten, es wurde erwartet, dass sie noch einige im Südwesten hinzugewinnen wird. Die Generalräte der Departements haben nahezu ähnlich große Kompetenzen wie in Deutschland die Parlamente der Bundesländer.