+++Live-Ticker Syrien+++

Demonstranten verbrennen Statue von Hafis al-Assad

In Syrien formiert sich immer mehr Widerstand gegen die Herrschaft von Präsident Assad. Die Regierung greift erneut hart durch. Mehr über die Lage im Live-Ticker.

16.24 Uhr: Bei den Protesten der Regimegegner fallen erneut tödliche Schüsse auf Demonstranten. Reporter und Augenzeugen berichten, Angehörige der Sicherheitskräfte hätten außerhalb der Stadt Al-Sanamien südlich von Damaskus auf Zivilisten geschossen, die auf dem Weg in die Unruheprovinz Daraa waren, um die Demonstranten dort zu unterstützen.

15.35 Uhr: Laut Reuters verbrennen Demonstranten eine Statue von Hafis al-Assad, Vaters des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, im süd-syrischen Daraa. Aus der Stadt ist Gewehrfeuer zu hören, Demonstranten fliehen.

15.23 Uhr: Bei einer Demonstration nahe der südsyrischen Stadt Daraa sind am Freitag nach Angaben eines Bürgerrechtlers mehrere Menschen getötet worden. Der Demonstrationszug sei in Richtung der Stadt gezogen, als das Feuer auf die Teilnehmer eröffnet worden sei, sagte der Aktivist der Nachrichtenagentur AFP.

13.12 Uhr: In der syrischen Hauptstadt Damaskus lösen Sicherheitskräfte Augenzeugen zufolge Proteste gegen die Regierung auf und nehmen Dutzende Demonstranten fest. Nach den Freitagsgebeten sind Hunderte Menschen auf die Straße gegangen, um ihre Solidarität mit den im Süden des Landes getöteten Demonstranten zum Ausdruck zu bringen. „Wir opfern unser Blut, unsere Seele für Euch in Deraa“, rufen sie in Sprechchören.

12.19 Uhr: Rund tausend Anhänger des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad fahren mit ihren Autos durch Damaskus, um für den Staatschef zu demonstrieren. Sie schwenken syrische Fahnen und rufen: „Das ist das Syrien von Al-Assad!“, berichten Augenzeugen.

11.36 Uhr: Ausländische Journalisten dürfen nicht in die südsyrische Stadt Daraa. Sicherheitskräfte schicken sie wegen fehlender „Sicherheitsgenehmigungen“ wieder weg, berichtet eine betroffene Korrespondentin der BBC. Daraa war zur Wochenmitte der Schauplatz eines blutigen Eingreifens syrischer Sicherheitskräfte.

11.26 Uhr: Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) zeigt sich „alarmiert“ über die jüngsten Entwicklungen in Syrien. „Wir verurteilen die massive Gewalt der syrischen Führung gegen friedliche Demonstranten“, sagt Westerwelle in Berlin. Dies müsse „unverzüglich“ beendet werden.

08.41 Uhr: Die syrische Opposition reagiert skeptisch auf Reformankündigung des Präsidenten. Echte Reformen seien nicht zu erwarten, heißt es in den Internet-Foren der Regimegegner. Allerdings bestätigen Menschenrechtler, dass seit Donnerstag tatsächlich, wie angekündigt, mehrere Aktivisten freigelassen wurden, die in den vergangenen Tagen festgenommen worden waren.

03.31 Uhr: Die USA verurteilen das gewaltsame Vorgehen gegen Demonstranten in Syrien. Regierungssprecher Jay Carney spricht von „brutaler Unterdrückung“. Er geht allerdings nicht auf die Reformankündigungen von Präsident Assad ein.„Die Vereinigten Staaten verurteilen scharf die brutale Repression der syrischen Regierung, besonders die Gewalt und das Töten von Zivilisten durch Sicherheitskräfte“, sagt Carney.