Festnahme in Libyen

Deutscher fällt Gaddafi-Regime in die Hände

Der Deutsch-Kolumbianer Roberto Schmidt ist bereits vor Tagen von Gaddafis Armee festgenommen worden. Der Fotograf wollte Rebellen und Flüchtlinge treffen.

Foto: AFP

Der Deutsch-Kolumbianer Roberto Schmidt und zwei weitere Fotografen befinden sich in den Händen der libyschen Streitkräfte. Das bestätigte Schmidts Arbeitgeber, die französische Nachrichtenagentur AFP.

Dort hatte man seit dem 18. März 2011 nichts mehr von Schmidt gehört. Er hatte geplant, Rebellen zu treffen und mit Flüchtlingen zu sprechen. Am Tag darauf waren die Journalisten nach Aussagen eines Fahrers zwölf Kilometer vor der ostlibyschen Stadt Adschabija von Soldaten festgenommen worden.

Die AFP hat Libyen offiziell zur Freilassung der drei Männer aufgefordert. Neben Schmidt werden auch dessen AFP-Kollege Dave Clark und der Getty-Fotograf Joe Raedle von den Soldaten festgehalten. Der 45-jährige Deutsche mit kolumbianischen Wurzeln war zuletzt in Nairobi stationiert gewesen und seit Ende Februar in Libyen.

Ein Sprecher der libyschen Regierung kündigte inzwischen die baldige Freilassung der drei Journalisten an.

Nach Angaben des Komitees zum Schutz von Journalisten werden derzeit 13 Journalisten in Libyen vermisst oder befinden sich in Gewahrsam der Regierung. Zuletzt waren vier in Libyen festgehaltene Journalisten der „New York Times“ wieder freigekommen.