+++ Live-Ticker Libyen +++

Westen setzt Militärschlag gegen Gaddafi fort

Frankreich, Großbritannien und die USA fliegen Luftangriffe gegen Libyen. In der Nacht gab es offenbar Tote. Alle News zur Lage im Live-Ticker.

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Bei ihrem Gipfel in Paris beschloss die Staatengemeinschaft das militärische Eingreifen in Libyen. Deutsche Soldaten werden sich an der Operation nicht beteiligen.

Video: Reuters
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+++ 06:36 Uhr +++

Die westlichen Koalitionstruppen haben ihren Militäreinsatz gegen Libyen dem staatlichen Fernsehen zufolge fortgesetzt . Flugkörper seien in Teilen der Hauptstadt Tripolis eingeschlagen , berichtete der Sender. Der Angriff der "feindlichen Kreuzritter" ginge weiter. Zuvor hatte ein Reuters-Reporter berichtet, dass in Tripolis am frühen Sonntagmorgen anhaltendes Flugabwehrgeschütz sowie Maschinengewehrfeuer zu hören gewesen war. Es habe Explosionen gegeben. Der nächtliche Himmel sei von Leuchtspurgeschossen erhellt worden.

+++ 05:34 Uhr +++

China hat Bedauern über den internationalen Militärschlag gegen Libyen geäußert . Eine Sprecherin des Außenministeriums in Peking, Jiang Yu, sagte, China lehne „die Anwendung von Gewalt in den internationalen Beziehungen durchweg ab“ und bedauere die Luftangriffe vom Samstag zur Durchsetzung der vom UN-Sicherheitsrat autorisierten Flugverbotszone. China war neben Russland und Deutschland eines von fünf Ländern, die sich bei der UN-Resolution gegen Libyen an Donnerstag der Stimme enthielten.

+++ 02:05 Uhr +++

Bei den ersten Angriffen Frankreichs, Großbritannien und der USA zur Durchsetzung einer Flugverbotszone in Libyen sind nach einem Bericht des libyschen Staatsfernsehens 48 Menschen getötet worden. Unter Berufung auf das Oberkommando der Streitkräfte hieß es weiter, 15 Menschen seien bei den Luftangriffen verletzt worden. Für die Angaben war von unabhängiger Seite keine Bestätigung zu erhalten. Dem libyschen Fernsehen zufolge handelt es sich bei den meisten Opfern um Kinder.

+++ 01:53 Uhr +++

Die libysche Hauptstadt Tripolis ist aus der Luft angegriffen worden. Die Luftabwehr der Stadt war in Aktion, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Es seien Bombenexplosionen zu hören.

+++ 01:37 Uhr+++

Über der Haupstadt Tripolis wurden Schüsse zur Flugabwehr abgefeuert, wie ein Reuters-Augenzeuge berichtet. Es folgten Explosionen und Maschinengewehrfeuer in der Hauptstadt.

+++ 00:05 Uhr +++

An dem von den Vereinten Nationen autorisierten Militäreinsatz beteiligen sich nach Angaben aus Paris auch die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar . Die Emirate hätten 24 Kampfflugzeuge der Bauarten Mirage 2009 und F-16 zugesagt, Katar werde bis zu sechs Mirage 2000-5 entsenden.

+++ 23:07 Uhr +++

Frankreich hat einen Bericht des libyschen Fernsehens zurückgewiesen , demzufolge am Nachmittag ein Kampfjet der französischen Luftwaffe abgeschossen worden sei. „Alle unsere Flugzeuge sind zu unserem Stützpunkt zurückgekehrt“, sagte Militär-Sprecher Thierry Burkhard.

+++ 23:05 Uhr +++

Muammar al-Gaddafi hat die internationale Militäroperation gegen seine Truppen als „Auslöser eines zweiten Kreuzfahrerkrieges“ bezeichnet. „Das Mittelmeer wird zum Schlachtfeld werden“, drohte er in einer kurzen Ton-Botschaft, die vom staatlichen libyschen Fernsehen am Abend ausgestrahlt wurde. „Das libysche Volk ist bereit, die Kreuzritter zu bekämpfen“, sagte Gaddafi. „Wir werden die Waffenlager für alle Libyer öffnen.“

+++ 22:58 Uhr +++

Venezuelas linker Staatschef Hugo Chávez hat die Militäroperation der Alliierten in Libyen massiv kritisiert und eine sofortige Waffenruhe gefordert. Die USA und ihre Verbündeten seien nicht am Leben der Menschen in Libyen interessiert, sondern an den Ölvorkommen des Landes, sagte Chávez in einer vom Fernsehen übertragenen Rede. „Es ist bedauerlich, mehr Tod und mehr Krieg, sie (die USA) sind die Herren des Krieges. Was für eine Unverantwortlichkeit.“ Die USA wollten auch das Öl Venezuelas, aber Venezuela sei frei und werde nie mehr „Yankee-Kolonie“ sein. Chávez, einer der stärksten US-Kritiker und ein Verbündeter von Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi, sieht durch die Luftangriffe das internationale Recht „pulverisiert“. „Jetzt werden wir sehen, was passiert, aber wir wissen schon, was passiert: Bombe, Bombe, Krieg, mehr Leid fürs Volk, mehr Tote und mehr Desaster.“

+++ 22.55 +++

Libyens Machthaber Muammar Gaddafi hat die Militäraktionen des Westens in seinem Land scharf verurteilt . Der Mittelmeerraum und Nordafrika seien jetzt Kriegsgebiet und ihre Interessen von nun an gefährdet. Die Länder Afrikas, aus dem arabischen Raum, Lateinamerikas und Asiens rief er auf, dem libyschen Volk im Kampf gegen den Feind beizustehen.

+++ 22:17 Uhr +++

Das Regime in Libyen sieht sich als Opfer einer „barbarischen Aggression “. „Einige westliche Länder führten Raketenangriffe gegen mehrere Stellen in Tripolis und Misurata durch“, erklärte der Generalsekretär des libyschen Volkskongresses, Mohammed al-Sawi. „Diese barbarische Aggression gegen das libysche Volk erfolgte, nachdem wir einen Waffenstillstand gegenüber den bewaffneten Milizen angekündigt hatten, die zur Al-Kaida in Nordafrika gehören“, sagte Al-Sawi. Die Raketenangriffe hätten „einigen wirklichen Schaden an Zivilisten und Gebäuden“ verursacht. Konkrete Opferzahlen nannte er nicht. „Diese Aggression bestärkt uns nur in unserer Entschlossenheit, die Bekämpfung der bewaffneten Milizen, die zur Al-Kaida gehören, fortzuführen“, führte der Funktionär weiter aus. Der von ihm geleitete Allgemeine Volkskongress ist das Schein-Parlament in Gaddafis diktatorischem System.

+++ 22:04 Uhr +++

Die libyschen Behörden haben im Westen des Landes offenbar vier Journalisten des arabischen Nachrichtensenders Al Dschasira festgenommen. Wie das Medienunternehmen mitteilte, handelt es sich um Mitarbeiter aus Norwegen, Großbritannien, Tunesien und Mauretanien, die seit mehreren Tagen als Korrespondenten aus Libyen berichtet hatten.

+++ 21:54 Uhr +++

US-Präsident Barack Obama betont, dass US-Truppen nicht am Boden kämpfen werden.

+++ 21:43 Uhr +++

Bei den Angriffen wurden rund 20 militärische Anlagen des Regimes von Machthaber Muammar al-Gaddafi ins Visier. Allerdings könne der Erfolg des Raketenbeschusses erst später ermittelt werden, weil es in dem nordafrikanischen Land noch Nacht sei, hieß es vom US-Verteidigungsministerium.

+++ 21:39 Uhr +++

Im libyschen Staatsfernsehen sagte eine Militärsprecher, Treibstofftanks seien in der Region der Stadt Misrata getroffen worden. Die Reservoirs dienten demnach der Versorgung der drittgrößten Stadt Libyens, die sich 200 Kilometer östlich von Tripolis befindet. Zuvor hatten Augenzeugen von schweren Explosionen im Osten der Hauptstadt Tripolis berichtet.

+++ 21:29 Uhr +++

Insgesamt seien etwa 110 Tomahawk-Raketen auf libysche Ziele abgefeuert worden, hieß es in US-Kreisen.

+++ 21:14 Uhr +++

US-Präsident Barack Obama hat den Beginn einer Militäraktion seines Landes bestätigt. Es handele sich um eine begrenzte Aktion, sagte Obama während eines Besuchs in Brasilien. Die USA könnten nicht untätig bleiben, wenn ein Tyrann seinem eigenen Volk androhe, keine Gnade walten zu lassen. Ein Sprecher redete später dagegen von einer ersten Phase der Angriffe.

+++ 21:00 Uhr +++

Nach Angaben des libyschen Fernsehens sind bei Luftangriffen auf die Hauptstadt Tripolis Wohngebiete getroffen worden. Die Berichte konnten zunächst nicht von unabhängigen Quellen bestätigt werden.

+++ 20:58 +++

Nach französischen Flugzeugen haben auch Kampfjets der britischen Luftwaffe in die Militäraktion eingegriffen. Das bestätigte Großbritanniens Premierminister David Cameron. Die Militäraktion sei „notwendig, legal und richtig“, sagte der Regierungschef.

+++ 20:47 Uhr +++

Ein US-Kriegsschiff hat nach Medienberichten Ziele in Libyen mit Marschflugkörper n bombardiert. Das berichteten US-Medien unter Berufung auf Pentagonvertreter. Der britische Premierminister David Cameron gab unterdessen in London bekannt, dass auch die Streitkräfte seines Landes inzwischen in Libyen im Einsatz seien.

+++ 20.12 +++

Frankreich hat weitere Militäraktionen in Libyen angekündigt. Die Maßnahmen würden in den kommenden Tagen fortgesetzt, bis sich Machthaber Muammar Gaddafi an die UN-Resolution halte

+++ 19:46 Uhr +++

Russland hat die internationale Militärintervention in Libyen kritisiert. „In Moskau bedauern wir diesen bewaffneten Einsatz im Rahmen der UN-Resolution 1973, die in aller Eile beschlossen wurde“, erklärte der Sprecher des russischen Außenministeriums, Alexander Lukaschewitsch. Zugleich rief das Außenministerium zu einer schnellstmöglichen Waffenruhe auf.

+++ 19:23 Uhr +++

Bei Luftangriffen französischer Kampfjets auf Ziele in Libyen sind nach arabischen Medienberichten auch vier Panzer der libyschen Regierungstruppen getroffen worden. Die Panzer seien am Rande der Aufständischen-Hochburg Bengasi im Osten des Landes bombardiert worden, berichtete der arabischen Fernsehsender Al-Dschasira unter Berufung auf Quellen in der Stadt. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt.

+++ 18:52 Uhr +++

Die US-Streitkräfte haben mit der Vorbereitung von Angriffen auf libysche Ziele begonnen. Schiffe und Flugzeuge seien in Position gebracht worden, sagte ein Militär-Sprecher. Die amerikanische Marine werde Stellungen der libyschen Flugabwehr entlang der Küste vom Mittelmeer aus angreifen.

+++ 18:21 Uhr +++

Frankreich hat nach eigenen Angaben zum Schutz libyscher Zivilisten erstmals Waffengewalt gegen Truppen des Machthabers Muammar Gaddafi eingesetzt. Gegen 17.45 Uhr MEZ sei ein erster Schuss auf ein „Fahrzeug“ abgegeben worden, erklärte das Verteidigungsministerium. Das Ziel sei zerstört worden. Einem Sprecher der Streitkräfte zufolge sind etwa 20 Kampfjets in den Einsatz vom Samstag einbezogen. Das Einsatzgebiet liege etwa 100 bis 150 Kilometer von der Rebellenhochburg Bengasi entfernt. Zudem hieß es, der französische Flugzeugträger Charles de Gaulle werde Frankreich am Sonntag Richtung Libyen verlassen.

+++ 17:58 Uhr +++

Ein französischer Kampfjet hat auf ein libysches Militärfahrzeug geschossen . Das verlautete aus Kreisen des französischen Verteidigungsministeriums ins Paris.

+++ 17:30 Uhr +++

US-Präsident Barack Obama hat sich entschlossen gezeigt, die libysche Zivilbevölkerung zu schützen. Die Vereinigten Staaten und eine Koalition anderer Länder sei bereit, rasch zu handeln, um die Gewalt gegen Zivilisten in Libyen zu beenden , sagte Obama nach einem Treffen mit der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff in Brasilia. „Unsere Einigkeit war stark und unsere Entschlossenheit ist klar“, erklärte er weiter. „Das libysche Volk muss beschützt werden.“

+++ 17:28 Uhr +++

Auch nach dem Beginn einer Militäraktion mehrerer Staaten gegen Libyen ist die Nato noch nicht bereit für ein Eingreifen. „Die Nato hat bisher noch nicht entschieden zu handeln“, sagte eine Nato-Diplomatin in Brüssel. Die Botschafter der 28 Länder des Bündnisses hatten sich bei einer Sitzung nicht auf ein Mandat einigen können. Allerdings laufen die Vorbereitungen für eine militärische Aktion. Die Resolution des UN-Sicherheitsrates erlaubt jedem der 192 Mitgliedsländer zu handeln – auch allein.

+++ 17:21 Uhr +++

Kanada will sich zwar an der Militäraktion der Verbündeten gegen Libyen beteiligen, braucht nach Informationen des kanadischen Rundfunks CBC aber noch etwas Zeit bis zum Einsatz. „Kanadische Kampfflugzeuge sind gerade erst in der (Mittelmeer-) Region eingetroffen und benötigen noch zwei Tage zur Vorbereitung “, zitierte CBC aus einer E-Mail von Andrew MacDougall, dem Pressesprecher von Premierminister Stephen Harper. Nach Angaben des Senders verbreitete MacDougall die Nachricht, während Harper mit zwei Dutzend Spitzenpolitikern aus aller Welt auf dem Sondergipfel in Paris über angemessene Aktionen gegen Libyens Staatschef beriet.

+++ 17:00 Uhr +++

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy verteidigt das militärische Eingreifen in Libyen. „Wir können nicht mit verschränkten Armen danebenstehen und diesen Massakern zusehen“ , sagte Van Rompuy nach dem Libyen-Sondertreffen in Paris: „Die Zeit drängt.“ Die EU sei bereit, die Resolution des UN-Sicherheitsrates umzusetzen.

„Wir müssen der Geschichte helfen. Und als allererstes müssen wir das libysche Volk unterstützen und die Leben so vieler Menschen retten.“ Nach Worten des ständigen EU-Gipfelchefs ist die EU bereit, weitere Sanktionen gegen Libyen zu verhängen, um das Regime von Muammar al-Gaddafi in die Knie zu zwingen. Nach Angaben von Diplomaten werden die Außenminister bei einem Treffen am Montag in Brüssel unter anderem über einen möglichen Boykott libyscher Öllieferungen sprechen.

+++ 16:57 Uhr +++

Libyen will lukrative Verträge zur Ölförderung im Land künftig an Verbündete Gaddafis vergeben. Der Vorsitzende der staatlichen Ölgesellschaft Schukri Ghanim erklärte, in schweren Zeiten zeige sich, auf wen man sich wirklich verlassen könne.

Eine Regierung, die sich gegen Gaddafi stelle, werde anders behandelt als die, „die nicht gekommen sind und Gerüchte verbreitet haben“, erklärte Ghanim auf einer Pressekonferenz. Er versicherte, die Ölgesellschaft wolle trotz der Kämpfe zwischen Regimegegnern und Regierungstruppen alle Verträge erfüllen. Ghanim räumte allerdings ein, dass die Produktion von 1,7 Millionen Barrel pro Tag vor Beginn der Unruhen auf weniger als 400.000 Barrel pro Tag gefallen sei. Grund sei, dass ausländische Experten geflohen seien.

+++ 16:44 Uhr +++

Italien stellt nach den Worten von Ministerpräsident Silvio Berlusconi derzeit nur Luftstützpunkte für den Einsatz über Libyen bereit. Die italienische Luftwaffe könnte sich aber zu einem späteren Zeitpunkt notfalls auch direkt beteiligen. Der Nato-Stützpunkt in Neapel könnte das Kommandozentrum des Einsatzes werden.

Auf mehreren Luftwaffenstützpunkten im Süden Italiens kam es am Samstagnachmittag zu Bewegungen von Flugzeugen. Die italienische Nachrichtenagentur Ansa meldete, drei Awacs-Maschinen zur Luftraumüberwachung seien auf dem Stützpunkt Trapani im Westen Siziliens bereit zum Abheben. Dorthin seien auch ECR-Tornados für die Bekämpfung gegnerischer Luftverteidigungsstellungen aus der nördlichen Luftwaffenbasis Piacenza verlegt worden. Auch weitere Tornado-Maschinen aus Ghedi im Norden des Landes und Eurofighter aus dem mittelitalienischen Grosseto seien auf Sizilien zusammengezogen worden.

Darüber hinaus trafen sechs dänische F-16-Kampfjets auf der Basis Sigonella im Südosten Siziliens ein. Der Präfekt von Pordenone im Norden kündigte laut Ansa unterdessen an, dass auf dem Stützpunkt Aviano die Ankunft von US-Flugzeugen erwartet wurden.

+++ 16:23 Uhr +++

Großbritannien kündigt ein schnelles Eingreifen im Libyen-Konflikt an. „Die Zeit zum Handeln ist gekommen“, sagte Premierminister David Cameron nach dem Sondergipfel zu Libyen in Paris im britischen Fernsehen. Ein Handeln gegen Gaddafi , der weiter „brutal“ gegen sein Volk vorgehe und den versprochenen Waffenstillstand gebrochen habe, sei nun „dringend“ geboten.

„Wir müssen den Willen der Vereinten Nationen durchsetzen und können das Abschlachten von Zivilisten nicht weiter zulassen“, sagte Cameron. Ob Großbritannien wie Frankreich bereits Kampfjets in Libyen im Einsatz hat, sagte Cameron nicht.

+++ 16:15 Uhr +++

Italienische Flugzeuge haben nach einem Bericht von Al-Arabija Aufklärungsflüge über Libyen aufgenommen. Das Land war früher eine italienische Kolonie.

+++ 16:11 Uhr +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hält daran fest, dass Deutschland sich nicht an dem Militäreinsatz in Libyen beteiligen wird . Die US-Stützpunkte in Deutschland könnten aber dafür genutzt werden, sagte Merkel nach dem Gipfeltreffen in Paris. „Deutschland hatte gegen Teile der UN-Resolution Bedenken. (...) Aber jetzt gilt die Resolution, und wir wollen, dass sie erfolgreich durchgesetzt wird“, sagte Merkel.

+++ 15:56 Uhr +++

Neben französischen Kampfjets sichern auch britische und kanadische Militärjets das Flugverbot über Libyen ab. Das berichtete der französische TV-Sender BFMT-TV unter Berufung auf niederländische Delegationskreise nach dem Ende des Libyen-Sondergipfels in Paris. Ihr Auftrag sei zunächst die Aufklärung. Sie hätten aber auch Befehl einzugreifen, um libysche Truppenmanöver zu unterbinden.

+++ 15:50 Uhr +++

Sarkozy weist darauf hin, dass es für Libyen nicht zu spät sei. Gaddafi könne noch immer „das Schlimmste verhindern“, wenn er die am Donnerstag verabschiedete UN-Resolution zu Libyen ohne Einschränkung beachte. „Die Tür der Diplomatie wird sich öffnen, wenn die Aggressionen aufhören“ , erklärt er an die Adresse von Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi .

+++ 15:46 Uhr +++

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy erklärt den Beginn der Umsetzung des vom UN-Sicherheitsrat beschlossenen Flugverbots über Libyen. Nach dem Ende eines Sondergipfels in Paris mit zwei Dutzend Spitzenpolitikern aus aller Welt sagte Sarkozy, die französische Kampfflugzeuge hätten bereits am Nachmittag weitere Angriffe auf die Stadt Bengasi verhindert . „Weitere französische Flugzeuge stehen bereit, um gegen Panzer zu intervenieren, die Zivilisten bedrohen“, sagte Sarkozy in seiner Rede. Es gehe nicht darum, für die Libyer ihre Geschicke zu entscheiden, sondern sie zu verteidigen, damit sie selbst ihr Geschick in die Hand nehmen könnten. "Wir greifen sein, um die Zivilbevölkerung vor einem Regime zu beschützen, das durch den Mord an seinem eigenen Volk jegliche Legitimation verloren hat ," sagte Sarkozy.

+++ 15:42 Uhr +++

Die libysche Führung bittet UN-Generalsekretär Ban ki-Moon, die von ihr ausgerufenen Waffenruhe durch internationale Beobachte r überwachen zu lassen. Außenminister Mussa Kussa sagte auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Tripolis, dies sei auch geschehen, um die eigene Glaubwürdigkeit unter Beweis zu stellen. Libyen habe zudem seine Bereitschaft unterstrichen, die Resolution des UN-Sicherheitsrats anzuerkennen und entsprechende Botschaften an die Mitglieder des Gremiums sowie an Ban gerichtet. „Auf diese Weise hat Libyen alle seine Verpflichtungen gegenüber der internationalen Gemeinschaft erfüllt“, fügte Kussa hinzu.

+++ 15:27 Uhr +++

Der TV-Sender n-tv meldet, dass auch über Tripolis französische Flugzeuge zu sehen seien.