+++ Live-Ticker Libyen +++

Armee bietet übergelaufenen Soldaten Amnestie an

Soldaten, die zu den Rebellen übergelaufen sind, sollten ihre Waffen abgeben und Reue zeigen. Dann würden sie nicht bestraft. Die Lage in Libyen hier im Live-Ticker.

+++ 16.37 Uhr +++

Die italienische Zentralbank hat eine libysch-italienische Bank unter Fremdverwaltung gestellt. In einer Stellungnahme hieß es, die Banca UBAE gehöre mehrheitlich der libyschen Zentralbank.

+++ 15.08 Uhr +++

Der Weltsicherheitsrat ist zur Erörterung eines möglichen Flugverbots über Libyen zusammengekommen. Nach Auskunft der Vereinten Nationen sollen die Beratungen des höchsten UN-Gremiums hinter geschlossenen Türen stattfinden.

+++ 13.36 Uhr +++

Laut Staatsfernsehen bietet die Armee abtrünnigen Soldaten einen Straferlass an. Die Amnestie gelte für alle, die ihre Waffen abgäben und sich reuig zeigten.

+++ 12.12 Uhr +++

US-Außenministerin Hillary Clinton ist zu Gesprächen über die Lage in Libyen in Paris eingetroffen. Neben europäischen Spitzenpolitikern wie Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy wird Clinton auch Vertreter der libyschen Opposition zu Gesprächen treffen. Es ist der erste Kontakt eines hochrangigen Mitglieds der Obama-Regierung zu Gegnern des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi.

+++ 12:09 Uhr +++

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan schlägt Gaddafi vor, einen Präsidenten für eine Übergangsperiode zu ernennen. Gaddafi hat seit vier Jahrzehnten die Macht im Land, führt jedoch nicht den Titel eines Präsidenten.

+++ 11.18 Uhr +++

Die Bundesregierung ist auch nach dem Beschluss der Arabischen Liga für eine Flugverbotzone über Libyen weiter gegen einen solchen Einsatz unter deutscher Beteiligung. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) sagte: „Eine Flugverbotzone ist eine militärische Intervention. Die Bundesregierung steht deshalb unverändert skeptisch gegenüber einem solchen Vorschlag.“ Mit einer Flugverbotzone sollen Luftangriffe der Truppen von al-Gaddafi auf die Aufständischen verhindert werden.

+++ 11.14 Uhr +++

Venezuelas linkspopulistischer Präsident Hugo Chávez hat in seiner wöchentlichen Fernsehsendung die Haltung Angela Merkels zu den Unruhen in Libyen als „intelligent“ hervorgehoben. Zugleich kritisierte er Großbritannien und Frankreich, denen er vorwarf, einen Invasionsplan der USA zu unterstützen. „Die Kanzlerin hat gesagt, dass sie mit einer Invasion nicht einverstanden ist – das, was die USA vorschlagen“, sagte Chávez in seiner Sendung „Aló Presidente“ („Hallo Präsident“). „Mit scheint die Haltung der deutschen Kanzlerin intelligent, aber die Engländer sind, nun gut, maßlos, die Franzosen auch, sehr merkwürdig, der Präsident Frankreichs kam mir schon sehr sonderbar vor“, fuhr Chávez fort.

Der venezolanische Staatschef ist ein Verbündeter von Gaddafi. 2009 hatte er seinen „Freund“ Gaddafi als „einen der größten Staatsmänner des Jahrhunderts“ gewürdigt.

+++ 10.44 Uhr +++

Die Türkei meldet Widerstand gegen einen Nato-Einsatz in Libyen an. Dies sagte der Regierungschef des Landes, Recep Tayyip Erdogan.

+++ 10.43 Uhr +++

Angesichts des gewaltsamen Vorgehens libyscher Sicherheitskräfte gegen das eigene Volk hat Russland Sanktionen gegen die Führung des nordafrikanischen Landes erlassen. Gaddafi und seine Familie dürften russischen Boden nicht betreten, hieß es nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax in einem Dekret von Präsident Dmitri Medwedjew. Zudem würden keine Finanzgeschäfte mehr mit der libyschen Herrscherfamilie erlaubt.

+++ 10.32 Uhr +++

Libysche Regierungstruppen starten neue Luftangriffe auf die von Rebellen kontrolliert Stadt Adschdabijah im Osten des Landes, wie Augenzeugen berichten.

+++ 08.55 Uhr +++

Den libyschen Rebellen ist es gelungen, den Vormarsch der Gaddafi-Truppen im Osten des Landes aufzuhalten . Die Regimegegner erklärten, sie hätten die Stadt Al-Brega in der Nacht zurückerobert und dabei Dutzende von Gaddafis Soldaten gefangen genommen.