Schüsse in der Hauptstadt der USA: In Washington D.C. sind am Mittwoch zwei Nationalgardisten von Schüssen schwer verletzt worden. Zum Zustand der beiden Gardisten gibt es widersprüchliche Angaben. Der mutmaßliche Schütze wurde ebenfalls angeschossen und befindet sich nach Polizeiangaben in Gewahrsam. In einem ersten Statement kurz nach der Tat sprach US-Präsident Donald Trump von einem „Tier“, das einen „sehr hohen Preis“ bezahlen werde.
Verfolgen Sie die News zu den Schüssen in Washington in unserem Live-Blog.
Philipp Luther

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Madeleine Janssen
Video zeigt Einsatz in Washington
Augenzeugen filmten aus dem höhergelegenen Stockwerk eines nahegelegenen Gebäudes, wie Angehörige der Nationalgarde den mutmaßlichen Angreifer festnehmen. Hinter einer Bushaltestelle, an der sich die Schießerei offenbar abgespielt hat, bringen die Männer in Flecktarnuniform sowie mehrere Polizisten eine nicht näher erkennbare Person zu Fall. Die Glasscheibe der Haltestelle ist zerborsten.
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Madeleine Janssen
FBI-Direktor: Nationalgardisten nicht tot, sondern in kritischem Zustand
Die angeschossenen Nationalgardisten sind entgegen früherer Aussagen nicht ihren Verletzungen erlegen. Wie FBI-Direktor Kash Patel bei einer Pressekonferenz mitteilte, befinden sich beide Soldaten in kritischem Zustand. Patel hatte zuvor angekündigt, seine Behörde werde bei den Ermittlungen unterstützen.
Die Bürgermeisterin von Washington, D.C., Muriel Elizabeth Bowser, sprach von einem gezielten Angriff. Ein örtlicher Polizeibeamter sprach laut "New York Times" von einem mutmaßlichen Einzeltäter.
Die Bürgermeisterin von Washington, D.C., Muriel Elizabeth Bowser, sprach von einem gezielten Angriff. Ein örtlicher Polizeibeamter sprach laut "New York Times" von einem mutmaßlichen Einzeltäter.
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Madeleine Janssen
Reaktion auf Angriff: Trump fordert 500 weitere Nationalgardisten
US-Präsident Trump hat nach Angaben von Verteidigungsminister Pete Hegseth 500 weitere Soldaten der Nationalgarde für die US-Hauptstadt geordert. „Das wird uns nur noch mehr in unserer Entschlossenheit bestärken, Washington sicher und schön zu machen“, teilte Hegseth mit.
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Philipp Luther

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Madeleine Janssen
Washington ist in maximaler Alarmbereitschaft.
AFP
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Madeleine Janssen
Ort des Schussangriffs in Washington, D.C. Google Maps
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Philipp Luther

Vizepräsident Vance: "Motiv unklar"
US-Vizepräsident JD Vance sagte vor US-Soldaten im Bundesstaat Kentucky, das Motiv hinter den Schüssen auf die Nationalgardisten sei unklar. Der Vorfall verdeutliche, welchen Risiken Armeeangehörige ausgesetzt seien. "Wir müssen noch sehr viel herausfinden", sagte Vance bei einem Besuch des Stützpunktes Fort Campbell. "Jeder, der gläubig ist, soll für diese beiden Nationalgardisten beten", forderte er die versammelten Soldatinnen und Soldaten auf.
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Madeleine Janssen
Einsatz der Nationalgarde in Washington seit Sommer
Seit dem Sommer sind mehr als 2000 Nationalgardisten in Washington unterwegs. Trump hatte sie im August in die Hauptstadt beordert und ihre Mobilisierung mit einer angeblich ausufernden Kriminalität begründet. Kriminalitätsstatistiken stützen diese Darstellung nicht.
Die Hauptstadt ging juristisch gegen den Einsatz vor. Eine Bundesrichterin erklärte den Einsatz der Nationalgarde jüngst für nicht rechtens und ordnete an, diesen zu beenden. Sie setzte ihre Entscheidung jedoch für drei Wochen aus, damit die Trump-Regierung in Berufung gehen kann. Die Anordnung bleibt damit bis zum 11. Dezember außer Kraft.
Die Nationalgarden sind militärische Reserveeinheiten und Teil der US-Streitkräfte. Sie unterstehen im Normalfall der Kontrolle der Bundesstaaten und werden etwa bei Naturkatastrophen, Unruhen oder anderen Notlagen eingesetzt. In bestimmten Situationen kann jedoch auch der US-Präsident das Kommando übernehmen. Für Washington bestehen Sonderregeln.
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Madeleine Janssen
Soldaten doch nicht tot? Gouverneur rudert zurück
In Washington ist die Lage weiterhin unübersichtlich: West Virginias Gouverneur Patrick Morrisey hatte vor wenigen Minuten bekanntgegeben, die beiden angeschossenen Soldaten der Nationalgarde seien ihren Verletzungen erlegen. Nun rudert Morrisey zurück: Es gebe "widersprüchliche Berichte" aus der US-Hauptstadt.
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Madeleine Janssen
Donald Trump reagiert wütend
In einer ersten Stellungnahme auf seinem Kommunikations-Portal Truth Social reagierte Donald Trump wütend und – was den Zustand der Opfer anbelangt – wahrheitswidrig: „Das Tier, das die beiden Nationalgardisten erschossen hat, die beide schwer verletzt sind und sich nun in zwei verschiedenen Krankenhäusern befinden, ist ebenfalls schwer verletzt, wird aber dennoch einen sehr hohen Preis zahlen. Gott segne unsere großartige Nationalgarde und alle unsere Militär- und Strafverfolgungsbehörden. Das sind wirklich großartige Menschen. Ich, als Präsident der Vereinigten Staaten, und alle, die mit dem Amt des Präsidenten verbunden sind, stehen hinter Ihnen!“
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Das Beste aus dem ersten Jahr
diha/pau/mja/pcl mit Material der Agenturen