Fast jeden Tag greift Russland die Ukraine mit Shahed-Drohnen und Iskander-Raketen an – nun hat die Ukraine ein Werk attackiert, in der Navigationssysteme für diese Waffen hergestellt werden. Unterdessen laufen die Verhandlungen über den US-Friedensplan zu Beendigung des Krieges weiter. Die Ukraine hat den wichtigsten Punkten nach Angaben beider Regierungen zugestimmt.
Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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„Unsere Delegationen haben eine Übereinkunft über die wichtigsten Bestimmungen des in Genf ausgehandelten Abkommens erzielt“, schrieb der Sekretär des nationalen Sicherheitsrats der Ukraine, Rustem Umjerow, bei Facebook. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj soll demnach noch im November zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump reisen. Unterdessen bereitet die EU die Weitergabe eingefrorener russischer Gelder an die Ukraine vor.
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Rutte zu US-Friedensplan: Starke und schwierige Elemente
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Trump schickt Sondergesandten Witkoff zu Gesprächen mit Putin nach Moskau
Parallel dazu verhandele US-Verteidigungsstaatssekretär Dan Driscoll mit den Ukrainern, fügte Trump hinzu. Er hoffe, Putin und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu treffen, „aber nur, wenn ein Abkommen zur Beendigung dieses Krieges erzielt worden ist oder die Schlussphase“ der Verhandlungen erreicht sei, ergänzte er.
Medien: Friedensplan soll nur noch 20 statt 28 Punkte enthalten
Nach Angaben der „New York Times“ wurden allerdings einige der aus europäischer und ukrainischer Sicht umstrittensten Elemente wie eine Obergrenze für die Truppenstärke der Ukraine sowie die territoriale Frage nach dem künftigen Grenzverlauf zwischen Russland und der Ukraine zunächst ausgeklammert. Diese Aspekte sollten Gegenstand späterer Verhandlungen sein, hieß es. Gleiches gilt demnach für das Verbot einer Stationierung von Truppen aus Nato-Ländern in der Ukraine, das im Rahmen eines durch Medienberichte bekanntgewordenen vorherigen vorläufigen US-Friedensplans mit 28-Punkten vorgeschlagen wurde.
Medienbericht: Ukraine stimmt Friedensplan zu
In einem Beitrag auf X schrieb der ukrainische Sicherheitsminister Rustem Umerov, dass die Delegationen „eine Einigung über die Kernpunkte des in Genf diskutierten Abkommens erzielt hätten“.
Hochrangige Mitglieder der US-Regierung befinden sich Medienberichten zufolge zudem derzeit in Abu Dhabi, um mit einer russischen Delegation über eine mögliche Friedenslösung in der Ukraine zu sprechen. Daniel Driscoll, der Staatssekretär im US-Verteidigungsministerium, führe seit Montag (Ortszeit) Gespräche mit Vertretern der russischen Regierung, berichteten CBS, CNN, und das „Wall Street Journal“ übereinstimmend.
Die Erklärung der USA schien über die öffentliche Position ukrainischer Regierungsvertreter hinauszugehen, die ebenfalls mit einer Delegation in Abu Dhabi vertreten sind.
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Makeiev: Partner sollen uns nicht zu Kompromissen zwingen
Er sei optimistisch, dass mit Druck, mit wirtschaftlichen Sanktionen, mit weiterer Unterstützung der Ukraine Russland gezwungen werde, an den Verhandlungstisch zu kommen, so Makeiev.
Bürgermeisterin: Ein Mensch bei ukrainischem Angriff in russischer Region Rostow getötet
Der Gouverneur der benachbarten Region Krasnodar schrieb auf Telegram von einem „massiven“ Angriff. Sechs Menschen seien verletzt worden, mindestens 20 Häuser in fünf Orten seien beschädigt worden.
mit Material von dpa/afp/kna/epd