Doppelgänger-Theorie

Wolodymyr Selenskyj zweifelt an Existenz Wladimir Putins

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Selenskyj diskutiert mit Studenten in Deutschland

Selenskyj diskutiert mit Studenten in Deutschland

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat über eine Videoschaltung mit Studenten der Berliner Humboldt-Universität und der Viadrina in Frankfurt/Oder über die politische Lage diskutiert.

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Über den Gesundheitszustand Putins gibt es immer wieder Gerüchte. Der ukrainische Präsident bezweifelte nun, ob Putin noch lebt.

Davos. Die Gerüchte um den Gesundheitszustand von Kremlchef Wladimir Putin reißen nicht ab. Auch die Frage, ob Putin bei öffentlichen Auftritten auf einen Doppelgänger zurückgreift, kommt immer wieder auf. Nun hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj öffentlich auf diese Theorie reagiert. Er sei nicht sicher, ob Putin überhaupt noch lebe.

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos (Schweiz) sagte der per Video zugeschaltete Selenskyj am Donnerstag: "Ich begreife nicht endgültig, ob er am Leben ist." Er sei sich nicht sicher, ob der auf den Bildschirmen gezeigte 70-Jährige der echte Putin sei. Unklar sei auch, wer in Russland überhaupt Entscheidungen treffe, sagte der 44-Jährige zur Frage möglicher Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine über einen Frieden.

Auch der ukrainische Militärchef Kyrylo Budanow hatte sich in der Vergangenheit zu der Doppelgänger-Theorie geäußert. Er gehe davon aus, dass der Kremlchef mehrere Look-Alikes habe. Tatsächlich hatte Putin auch einmal gesagt, dass ihm aus Sicherheitsgründen in der Vergangenheit die Nutzung eines Doppelgängers bei offiziellen Terminen ans Herz gelegt worden sei. "Die Idee kam auf, aber ich habe auf Doppelgänger verzichtet", sagte er.

Wladimir Putin: Doppelgänger-Theorie – Kreml reagiert

Nach den Äußerungen Selenskyjs in Davos reagierte der Kreml. Sprecher Dmitri Peskow wies Zweifel an der Existenz Putins zurück – und schoss gegen den ukrainischen Präsidenten. Für Selenskyj sei das Dasein Putins und Russlands ein psychologisches Problem, sagte Peskow. Je eher Kiew erkenne, dass sowohl Russland als auch Putin auch in Zukunft bleiben würden, desto besser sei das für die Ukraine – eine ziemlich offene Drohung.

Laut Peskow hat Putin erst am Donnerstag ein Eisbad genommen. Am 19. Januar wird in Russland Epiphanias, das Täuferfest, begangen. Millionen orthodoxer Christen gehen an dem Tag traditionell im Eis baden, um sich von ihren Sünden reinzuwaschen. Auch der Kremlchef zeigt sich seit einigen Jahren gern bei der Prozedur vor der Kamera. Allerdings gab es diesmal kein Foto davon. (fmg/dpa)

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