Todesfall

Bericht: Belarussischer Außenminister unerwartet gestorben

Der belarussische Außenminister Wladimir Makei.

Der belarussische Außenminister Wladimir Makei.

Foto: Sergei Kholodilin/BelTA/AP/dpa

Der Außenminister von Belarus, Wladimir Makei, ist im Alter von 64 Jahren wohl völlig unerwartet gestorben. Erste Infos zum Todesfall.

Berlin. Der Außenminister von Belarus, Wladimir Makei, ist im Alter von 64 Jahren gestorben. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Belta am Samstag unter Berufung auf einen Sprecher des Außenministeriums in Minsk. Demnach sei Makei völlig unerwartet gestorben. Er war seit 2012 Außenminister der ehemaligen Sowjetrepublik.

Makei hatte Anfang des Jahres Befürchtungen zurückgewiesen, dass Russland von Belarus aus Soldaten in die Ukraine entsenden könnte. Er erklärte im Februar, "kein einziger" russischer Soldat werde nach gemeinsamen Manövern mit Russland an der Grenze zur Ukraine in Belarus bleiben - wenige Wochen vor Beginn der russischen Offensive.

Ukraine-Krise – Die wichtigsten News zum Krieg

Belarus: Außenminister unter Lukaschenko tot

Die Führung in Minsk ist ein enger Verbündeter des Kreml und hatte es zugelassen, dass russische Truppen belarussisches Staatsgebiet für die Invasion der Ukraine nutzen konnten. Die ukrainische Regierung wirft Moskau vor, Belarus als logistische Militärbasis zu nutzen und von dort aus die Ukraine anzugreifen.

Makei hatte in dieser Woche an einem Gipfeltreffen der von Moskau angeführten Organisation des Vertrags für kollektive Sicherheit (OVKS) in der armenischen Hauptstadt Eriwan teilgenommen. (afp)

Dieser Artikel erschien zuerst bei morgenpost.de.