Russland

Münchner Ex-Ballettdirektor: Beziehung zu Putins Tochter?

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Neue US-Sanktionen gegen Russland treffen auch Putins Töchter

Neue US-Sanktionen gegen Russland treffen auch Putins Töchter

Nach den schockierenden Bildern von Gräueltaten in Butscha haben die USA ein neues Sanktionspaket gegen Russland verhängt. Die Strafmaßnahmen umfassen ein Verbot neuer US-Investitionen in dem Land, Sanktionen gegen russischen Großbanken sowie Strafmaßnahmen gegen die Töchter des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

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Der Münchner Ex-Ballettchef Igor Zelensky soll mit Katerina Tichonowa liiert sein. Enthüllungen werfen neues Licht auf die Personalie.

Berlin. Aktuelle Enthüllungen werfen neues Licht auf das Privatleben der jüngsten Tochter von Wladimir Putin: Die 35-jährige Katerina Tichonowa soll eine Beziehung zu einem Mann unterhalten, der in Deutschland kein Unbekannter ist.

Anfang April musste der Ballettdirektor der Bayerischen Staatsoper seinen Hut nehmen. Igor Zelensky, 52-jähriger russischer Starchoreograf, gehe aus „privaten“ Gründen, hieß es damals. Er verwies auf „persönliche, familiäre Angelegenheiten“, für die er volle Aufmerksamkeit benötigen würde.

Münchner Ex-Ballettchef: Ist Beziehung zu Putins Tochter Grund für den Weggang?

Doch Recherchen der russischen Enthüllungsplattform „IStories“ und dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ legen nun eine nicht ganz so private Lesart nahe: Zelensky soll Tichonowas Partner sein – und nun am Kreml Karriere machen wollen. Auf ironische Art und Weise stimmte die Begründung seines Weggangs aus München also: Es ging um familiäre Angelegenheiten, wenn die Berichterstattung zutreffen sollte.

Zelensky galt bisher als Putin-nah. Recherchen der Süddeutschen Zeitung hatten zuletzt gezeigt, dass er seit 2018 im Aufsichtsrat einer russischen Stiftung saß, die vier Kulturzentren, unter anderem im illegal durch Russland annektiertem Sewastopol in der Ukraine, errichten soll.

Wladimir Putin: Tochter Katerina soll Zelensky über fünfzig Mal in München besucht haben

Informanten spielten „IStories“ und dem „Spiegel“ nun eine Masse an Reiseunterlagen zu, die nahelegen, dass Zelensky eine Liebesbeziehung zu Tichonowa unterhielt: Flugpässe, E-Mails, Ausweiskopien, darunter auch Bilder von Zelenskys russischem Pass, der 2013 ausgestellt wurde.

Der Leak deutet daraufhin, dass Putins Tochter und der Ballettdirektor mal gemeinsam, mal allein zwischen Moskau und München pendelten. Mit dabei: Bodyguards, Mitarbeiter des Geheimdienstes und wohl auch Nannys – Tichonowa und Zelensky haben wohl gemeinsamen Nachwuchs. Über fünfzig Mal besuchte sie ihren Partner in den letzten zwei Jahren in München. Es gab wohl auch Pläne, dort zusammenzuziehen, berichtet der „Spiegel“.

Beziehung zu Putin-Tochter: Staatsballett will von Verstrickungen nichts gewusst haben

Gegenüber dem Bayerischen Rundfunk gab ein Sprecher des Bayerischen Staatsballetts an, dass man nichts von derartigen Verstrickungen gewusst habe: „Für uns ist diese Information komplett neu, er hat sich zu seinem Privatleben sowieso nie geäußert.“ Zelensky habe seinen Beruf und sein Privatleben völlig getrennt.

Katerina Tichonowa führt ein Leben unter dem Radar: Sie wurde 1986 Dresden geboren, studierte Japanologie und soll als Managerin verschiedener Stiftungen und Unternehmen in Moskau tätig sein. Nebenbei managt sie milliardenschwere Stiftungen. Seit 8. April steht ihr Name auf der Sanktionsliste der EU. (fmg)

Dieser Artikel erschien zuerst auf waz.de.