Interview

Grünen-Chefin Lang nennt Bedingungen fürs Regieren in NRW

| Lesedauer: 2 Minuten
Jochen Gaugele
Unsere Wahl-Analyse: Wer regiert künftig in NRW?

Unsere Wahl-Analyse: Wer regiert künftig in NRW?

In unserer Sondersendung diskutieren wir unter anderem mit Wahlforscher Manfred Güllner über mögliche Koalitionen und politische Stolperfallen.

Beschreibung anzeigen

Grünen-Chefin Ricarda Lang über mögliche Regierungskoalitionen in NRW – und warum es kein Bündnis der beiden Wahlsieger geben muss.

Berlin. 
  • Die Grünen haben ein historisch-gutes Ergebnis bei der NRW-Wahl erzielt
  • Sie entscheiden, wer regiert
  • Parteichefin Lang stellt Bedingungen für eine Koalition auf

Wer wird Nordrhein-Westfalen in den kommenden fünf Jahren regieren? Die Bundesvorsitzende der Grünen, Ricarda Lang, macht im Interview deutlich: Es muss kein Bündnis der beiden Wahlsieger sein.

Die Grünen haben ihr Ergebnis in Nordrhein-Westfalen verdreifacht. Hat die Ampel im Bund so viel Rückenwind gebracht?

Ricarda Lang: Wir haben in Nordrhein-Westfalen unser historisch bestes Ergebnis erzielt. Die Bürgerinnen und Bürger in NRW haben die Grünen klar in die Regierung gewählt, das ist ein großartiger Erfolg für unsere Spitzenkandidatin Mona Neubaur und ihr Team.

Wir haben gezeigt, im Bund und im Land, dass wir die richtigen Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit geben, ob Energiewende und Mobilität, bezahlbare Mieten und soziale Gerechtigkeit. Dafür haben uns die Wählerinnen und Wähler das Vertrauen ausgesprochen.


Die CDU liegt in NRW klar vorn. Läuft es auf eine schwarz-grüne Landesregierung hinaus?

Lang: Wir wollen an der Regierung zukunftsweisende Projekte umsetzen: Nordrhein-Westfalen soll die erste klimaneutrale Industrieregion Europas werden. Mit ambitioniertem Klimaschutz wollen wir neuen Wohlstand und neue Arbeitsplätze schaffen. Und das wird auch die Priorität in den anstehenden Sondierungsgesprächen sein.

Sie können sich auch eine Ampel mit den Wahlverlierern SPD und FDP vorstellen?

Lang: Wer sich mit uns glaubwürdig auf den Weg in die klimaneutrale und digitale Zukunft macht, hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit und zu gesellschaftlichem Zusammenhalt, das werden die Verhandlungen in den kommenden Tagen zeigen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf waz.de.