Kommentar

Lehrermangel: Am Gehalt der Lehrer kann es nicht liegen

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Diana Zinkler
Keine Lehrer, kein Unterricht.

Keine Lehrer, kein Unterricht.

Foto: Julian Stratenschulte / picture alliance/dpa

Im Jahr 2030 fehlen rund 81.000 Lehrer in Deutschland. Vieles muss sich ändern, damit der Beruf attraktiver wird, meint Diana Zinkler.

Berlin. Am Geld kann es nicht liegen. Lehrer und Lehrerinnen verdienen so viel wie in nur einem anderen Land der Welt: In Luxemburg. So stand es vor gut einem halben Jahr in der OECD-Studie „Bildung auf einen Blick“. Demnach liegt das Gehalt von Lehrenden am Gymnasium und an Berufsschulen bei knapp 76.500 Euro im Jahr, rund 24.000 Euro mehr als im Durchschnitt in anderen Ländern. Jetzt bloß kein Neid! Wie sagt eine befreundete Lehrerin immer zu mir? „Intelligenz beginnt bei der Berufswahl!“

Und trotzdem herrscht in Deutschland Lehrer- und Lehrerinnenmangel. Sogar die Kultusministerkonferenz hat sich ordentlich beim Bedarf an Nachwuchslehrern verrechnet. Glaubt man der neuen Studie des Verbands Erziehung und Bildung fehlen 2030 etwa 81.000 Lehrer. Lesen Sie hier mehr zur Studie und den Hintergründen zum Lehrermangel in Deutschland.

Lehrermangel: Gerade die Generation Z hat die Wahl

Doch woran kann es liegen, daran, dass Lehrkräfte nicht mehr in jedem Bundesland verbeamtet werden? Oder wie der Präsident des Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, jüngst verkündete, liegt es vielleicht an den fehlenden Karrierechancen und mangelnder Flexibilität des Lehrerdaseins? Bekanntermaßen wünscht sich die Generation Z ja alles, und am besten gleich auf einmal. Ihre Rechtfertigung? Weil sie es können.

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Junge, gut ausgebildete Menschen werden künftig eine hart umkämpfte Ressource in Deutschland sein. Von daher muss der Lehrer-Job attraktiver werden. Außerdem noch mehr als bisher für qualifizierte Quereinsteiger geöffnet werden. Am besten beides.

Lehramtsstudium muss besser begleitet werden

Zudem braucht es mehr Studienplätze für das Lehramt und eine bessere Begleitung der Studierenden. Es gibt also viel zu tun, Schönrechnerei der Politik kann darüber nicht hinwegtäuschen. Sonst wird aus dem von der Ampelkoalition proklamierten Jahrzehnt der Bildungschancen, schnell das Jahrzehnt der Bildungsverlierer.