Bundestag

Die Grünen: Das ist die neue weibliche Doppelspitze

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Weg für Ampel-Koalition ist frei: Auch Grüne stimmen mit Ja

Weg für Ampel-Koalition ist frei: Auch Grüne stimmen mit Ja

Als letzte der drei Ampel-Parteien haben die Grünen dem Koalitionsvertrag zugestimmt. Damit ist der Weg frei für die Regierung aus SPD, Grünen und FDP unter dem sozialdemokratischen Bundeskanzler Olaf Scholz.

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Die Grünen-Bundestagsfraktion hat eine neue Doppelspitze. Die Abgeordneten wählten Haßelmann und Dröge zu ihren neuen Vorsitzenden.

Berlin. Als die Grünen 1984 die erste Fraktionsspitze der Bundesrepublik wählten, die nur aus Frauen bestand, war das eine Sensation. 37 Jahre später gibt eine Art Neuauflage des sogenannten „Feminats“: Denn seit Dienstag (7. Dezember) wird die grüne Fraktion im Bundestag erneut von einer rein weiblichen Spitze geführt: Die Grünen-Abgeordneten wählten Britta Haßelmann (59) und Katharina Dröge (37) zu ihren neuen Vorsitzenden. Haßelmann erhielt 98 Prozent der Stimmen, Dröge 93 Prozent. Irene Mihalic (45) ist neue parlamentarische Geschäftsführerin - für sie stimmten 99 Prozent der Fraktion.

Alle drei stammen aus NRW, alle drei sind erfahrene Parlamentarierinnen: Haßelmann ist seit 2005 im Bundestag. Seit 2013 war sie parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Fraktion und machte sich einen Namen als verbindliche und sachorientierte Managerin des parlamentarischen Betriebs. Dröge ist seit 2013 Abgeordnete, sie war zuletzt Sprecherin für Wirtschaftspolitik. Mihalic, ebenfalls seit 2013 im Bundestag, war in der vergangenen Legislatur innenpolitische Sprecherin der Fraktion.

Grünen-Fraktion: Drei Frauen an der Spitze als politisches Zeichen

Neben den grünen Kabinettsmitgliedern und der neuen Parteispitze, die im Januar gewählt werden soll, bildet die Fraktion ein drittes Machtzentrum innerhalb der Partei. Die beiden neuen Chefinnen kündigten an, einen „selbstbewusste“ Fraktion führen zu wollen.

Das Verhältnis zwischen Regierung und Regierungsfraktion funktioniere gut, sagte Dröge, wenn man in engem und vertrauensvollem Austausch sei. Die Ministerinnen und Minister könnten sich aber auch darauf verlassen, dass die Fraktion mit „Vorschlägen, Anregungen, aber auch Grenzen“ auf sie zukommen werde.

Dass das Trio an der Spitze der Grünen-Fraktion aus drei Frauen besteht, könne man gern als politische Zeichen deuten, sagte Haßelmann: „Wir senden ein gutes Signal, finde ich, mit dieser Spitze“.

(tma)