Pandemie

Corona: RKI-Chef Wieler warnt jetzt schon vor fünfter Welle

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Corona: Das bedeutet die Homeoffice-Pflicht

Corona: Das bedeutet die Homeoffice-Pflicht

Die Homeoffice-Pflicht zur Eindämmung der Corona-Pandemie gilt noch bis zum 20. März.

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Deutschland steckt noch mitten in der vierten Corona-Welle. Doch RKI-Chef Lothar Wieler warnt, dass das nicht die letzte sein könnte.

Berlin. Deutschland steckt mitten in der vierten Corona-Welle. Doch Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), warnt jetzt schon, dass dem Land noch eine fünfte Welle bevorstehen könnte, wenn sich nicht mehr Menschen gegen das Virus impfen lassen. "Wenn das Verringern der Kontakte und das Impfen nicht intensiv gelingt, werden wir nach den jetzigen Modellierungen auch noch eine fünfte Welle bekommen", sagte er der Deutschen Presse Agentur.

Wieler fordert zwei konkrete Maßnahmen: Kontaktbeschränkungen und Impfungen. "Es muss jetzt rasch dafür gesorgt werden, dass flächendeckend in Deutschland die Kontakte der Menschen eingeschränkt werden." Feiern, Großveranstaltungen und Menschenansammlungen in Innenräumen sollten vermieden werden. "Die Auswirkungen davon würde man nach zwei Wochen an den Infektionszahlen sehen."

RKI-Chef: Müssen "fulminanten Verlauf" brechen

Kontaktbeschränkungen seien auch in Bundesländern mit niedrigen Infektionszahlen sinnvoll. Dort gebe es "die Chance, die Zahlen auch niedrig zu halten. Dort, wo die Zahlen hoch sind, ist es eigentlich sehr spät, wenn nicht zu spät", so der RKI-Präsident. Den "fulminanten Verlauf" zu brechen, sei bei niedrigen Zahlen einfacher.

Die Impfquote zu erhöhen sei der zweite Schritt, auch wenn der sich nicht ganz so schnell im Verlauf der Corona-Welle zeigen würde. Das Impfen wirke "mittelfristig" und werde sich innerhalb von drei bis fünf Wochen auf die Infektionszahlen auswirken. Auch die Ständige Impfkommission (Stiko) hat betont, dass eine hohe Booster-Impfquote nötig sei, um den Verlauf zu brechen.

"Der Impfstoff ist der Weg aus der Pandemie", sagte Wieler. "Aber es ist deshalb nicht so, dass andere Maßnahmen völlig vernachlässigt werden können." Das sei nicht einfach zu kommunizieren. Die Impfung vermittele einen sehr, sehr hohen Schutz. "Was von manchen Menschen vielleicht nicht so ganz verstanden wird, ist, dass es keinen hundertprozentigen Schutz gibt und dass der Schutz vor Infektion nicht so hoch ist wie der vor schwerer Erkrankung."

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2G-Regel gilt bereits in mehreren Bundesländern

Das RKI hat im Sommer hohe Impfziele gesetzt: Mindestens 85 Prozent der 12- bis 59-Jährigen und 90 Prozent der Menschen ab 60 Jahren sollten demnach vollständig geimpft sein.

In Deutschland gilt bereits in mehreren Bundesländern die 2G-Regel, nach der nur Geimpfte und Genesene Zutritt beispielsweise zu Bars und Restaurants erhalten. Österreich hat einen Lockdown ab Montag verkündet. Als erstes Land in der EU will Österreich außerdem eine Corona-Impfpflicht für alle einführen.

Doch auch der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens hält eine fünfte Welle für möglich. "Es ist damit zu rechnen, dass es auch im Winter 2022 eine fünfte Welle geben wird", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wie stark diese ausfällt, hängt maßgeblich davon ab, wie viele Menschen sich impfen und boostern lassen." (dpa/flh)

( flh, dpa )