- Jeder zweite Deutsche wünscht sich laut einer Umfrage Markus Söder (CSU) statt Armin Laschet (CDU) als Kanzlerkandidaten der Union
- Friedrich Merz hält einen früheren Kohleausstieg für möglich - unter Bedingungen
- Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock sieht ein Vorziehen des Kohleausstiegs auf 2030 als Priorität für mögliche Koalitionsgespräche
- Laut einer Umfrage liegt die SPD erstmals seit 15 Jahren vor der Union
- Die Grünen haben ein Volkslied für einen Wahlspot umgedichtet
- Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet schneidet in Umfragen schlecht ab
Berlin. Am 26. September ist Bundestagswahl - die Briefwahl hat bereits begonnen. Für CDU und CSU scheint es eine Schicksalswahl zu werden. Nach 16 Jahren Angela Merkel könnte die Regierungsbeteiligung der Union laut aktuellen Umfragen bald enden.
In Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet haben viele den Schuldigen für die Umfrage-Misere ausgemacht. Intern soll er sogar schon zum Rücktritt aufgefordert worden sein. Auch eine aktuelle Umfrage macht deutlich, wie sehr er unter Druck gerät: Demnach sind 70 Prozent der Unions-Wähler für einen Kandidatenwechsel. Doch Angela Merkel stärkt Laschet den Rücken: Sie zeigte sich "zutiefst überzeugt" davon, dass Laschet nach der Wahl Kanzler werde.
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Indes hat sich vor allem SPD-Kandidat Olaf Scholz in Stellung gebracht. Er könnte am Ende als lachender Sieger aus dem Rennen um das Kanzleramt gehen. Die SPD überholte zuletzt sogar zum ersten Mal seit 15 Jahren die Union im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer. Es bleibt spannend, wie sich Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock in den kommenden Wochen positioniert - und ob ihre Partei noch einmal aufholt.
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Nachrichten zum Wahlkampf am Mittwoch, 25. August: Merz hält früheren Kohleausstieg für möglich
17.01 Uhr: Der ehemalige CDU-Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz hält einen Kohleausstieg bereits vor 2038 für möglich. "Man kann über einen früheren Ausstieg nachdenken – aber nur, wenn die Versorgungssicherheit gewährleistet ist, die Arbeitsplätze ersetzt werden und die Energiepreise dadurch nicht noch weiter steigen", sagte er der „Zeit“. Er sei überzeugt, dass bereits zeitnah technologische Innovationen zur Verfügung stünden, die "gewaltige Sprünge in der Klimapolitik" ermöglichten.
Merkel kündigt Gespräche mit Taliban an
16.15 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei ihrer letzten Regierungserklärung im Bundestag angekündigt, Gespräche mit den Taliban aufzunehmen. Zugleich schlug sie persönliche Töne an.
Umfrage: 70 Prozent der Unionsanhänger für Kanzlerkandidaten-Wechsel
4.01 Uhr: 70 Prozent der Unterstützer von CDU und CSU sprechen sich einer Civey-Umfrage zufolge dafür aus, den Unionskanzlerkandidaten Armin Laschet durch CSU-Chef Markus Söder zu ersetzen. Nur 23 Prozent der Unionsanhänger befürworten nach der Erhebung des Meinungsforschungsinstitut im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen", an Laschets Kandidatur festzuhalten. Weitere sieben Prozent antworteten unentschieden auf die Frage "Sollte CSU-Chef Markus Söder Ihrer Ansicht nach CDU-Chef Armin Laschet als Unionskanzlerkandidaten ersetzen?".
In der Gesamtbevölkerung ist den Angaben zufolge eine Mehrheit von 52 Prozent für einen Kandidatenwechsel, 38 Prozent sind dagegen. Jeder zehnte äußerte sich unentschieden. Laschet steht wegen schlechter Umfragewerte der Union unter Druck.
Dienstag, 24. August: Baerbock - Kohleausstieg bis 2030 Priorität für Koalitionsgespräche
20.38 Uhr: Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat ein Vorziehen des Kohleausstiegs auf 2030 zu einem zentralen Punkt für mögliche Koalitionsgespräche nach der Bundestagswahl erklärt. „Es ist für mich einer der zentralen Faktoren. Wenn wir nicht auf den 1,5-Grad-Pfad von Paris kommen, dann macht es keinen Sinn für Grüne reinzugehen“, sagte Baerbock in einer Sendung von RTL/ntv, die noch heute Abend ausgestrahlt werden soll. Der Sender hatte vorab einzelne Zitate der Kanzlerkandidatin verbreitet.
Demnach wurde Baerbock in der von Peter Kloeppel moderierten Wahlsendung „Am Tisch mit Annalena Baerbock: Zuschauer fragen - Die Kanzlerkandidatin antwortet“ danach gefragt, ob ein Kohleausstieg bis 2030 für ihre Partei eine Koalitionsbedingung sei. „Das hat absolute Priorität“, machte die Grünen-Chefin daraufhin deutlich.
Die Kanzlerkandidaten von Union und SPD, Armin Laschet und Olaf Scholz, forderte Baerbock auf, einen Weg aufzuzeigen, wie die Klimaziele Deutschlands ohne vorzeitigen Kohleausstieg zu erreichen sind. Beide halten am beschlossenen Plan der Bundesregierung fest, bis spätestens 2038 aus der Kohleverstromung auszusteigen.
Maas: Verschwende keine Gedanken an meine politische Zukunft
17.24 Uhr: Bundesaußenminister Heiko Maas legt sich nicht fest, ob er nach der Bundestagswahl Ende September erneut für seinen Posten zur Verfügung steht. Während des nun laufenden Evakuierungseinsatzes in Afghanistan verschwende er "keine Sekunde und keinen Gedanken" an seine politische Zukunft, sagte der SPD-Politiker am Dienstag dem TV-Sender Bild. Auf Nachfrage fügte er an: "Gehen Sie mal davon aus, dass ich auch meine Schlüsse daraus ziehen werde, was zurzeit geschieht und wie damit umzugehen ist - und wie auch ich persönlich damit umgehe." Die Frage nach der politischen Verantwortung sei legitim.
- Wie wird gewählt? So funktioniert das Wahlsystem in Deutschland
- Hilfe für die Wahlentscheidung: Wann geht der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl Online?
- Stimmabgabe per Post: Wie kann man Briefwahl beantragen?
- Was planen die Parteien? Das steht in den Wahlprogrammen zur Bundestagswahl
Nach neuer Umfrage: Kretschmer fordert "Erklär-Offensive"
16.17 Uhr: Nach Veröffentlichung der ersten Umfrage seit Jahren, in der die SPD vor der Union an erster Stelle liegt, hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) von seiner Partei mehr Klarheit im Bundestagswahlkampf gefordert. "Wir müssen eine Erklär-Offensive starten und den Deutschen sagen, was sie bekommen, wenn sie bei der Bundestagswahl CDU/CSU wählen", sagte er unserer Redaktion. Die Zusage "Keine Steuererhöhung mit der Union" sei ein handfester Punkt, ebenso die Flexibilisierung der Arbeitszeiten. Kretschmer kritisierte, der Wahlkampf plätschere dahin.
Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann verschärfte als Reaktion auf die Umfrage den Ton gegenüber SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz. "Man muss wissen, dass es mit Olaf Scholz zu einer Änderung der Spielregeln in Deutschland kommen würde", sagte er unserer Redaktion. Er wolle neue Schulden, neue Belastungen und das Prinzip "Fördern und Fordern" aushöhlen. "Das ist respektlos gegenüber denjenigen, die mit ihren Steuergeldern unser Sozialsystem überhaupt erst möglich machen", sagte er.
In einer Forsa-Umfrage kommen die Sozialdemokraten auf 23 Prozent, die Union erreicht 22 Prozent. Die SPD gewinnt im Vergleich zur Vorwoche zwei Prozentpunkte hinzu, die Unionsparteien büßen einen Punkt ein. In der Datenreihe des Instituts landen die Sozialdemokraten damit erstmals seit fast 15 Jahren auf einem höheren Wert als die Union.
- Union: Infos zu Mitgliedern, Kanzlerkandidat und Vorsitz der CDU/CSU
- Sozialdemokraten: Mitglieder, Minister, Ziele: Die wichtigsten Fakten zur SPD
- Die Grünen: Wichtige Fragen und Antworten zu Partei, Kandidatin und Programm
- Freie Demokraten: Ziele, Mitglieder, Parteispitze: Wichtige Fakten zur FDP
- Die Linke: Für Frieden und Umverteilung: Alles Wichtige zur Linkspartei
- Alternative für Deutschland: Populisten, Islamgegner, Rechtsnationale: Fakten zur AfD
Aktuelle Umfrage: SPD überholt Union
14.38 Uhr: Die SPD befindet sich mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz weiter im Aufwind. Laut einer neuen Umfrage überholen die Sozialdemokraten sogar die Union - zum ersten Mal seit 15 Jahren. Wo die Parteien im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer liegen, lesen Sie hier.
Grüne dichten Volkslied für Wahlspot um
12.47 Uhr: Weniger als fünf Wochen vor der Bundestagswahl geht der Wahlkampf in die heiße Phase. Die Grünen haben nun für einen neuen Wahlwerbespot das alte Volkslied "Kein schöner Land" umgedichtet.
Lesen Sie hier, worum es in der Neuinterpretation genau geht und wer in dem Spot singt.
Wünsche eines Familienvaters an die Politik
7.48 Uhr: Viele hoffen nach der Bundestagswahl auf eine neue Politik. In dieser Folge unserer Serie erzählt ein Familienvater, was er von der nächsten Regierung erwartet.
Habeck erwartet schwierige Sondierungsgespräche nach der Wahl
6.21 Uhr: Grünen-Chef Robert Habeck stellt sich auf schwierige Sondierungsgespräche nach der Bundestagswahl im September ein. Zum ersten Mal in der bundesdeutschen Geschichte könne eine Partei mit nur 20 bis 25 Prozent der Wählerstimmen den Kanzler oder die Kanzlerin stellen, sagte Habeck der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe). "Aus so einem Ergebnis muss man dann die nötige Autorität ableiten, die Regierung anzuführen."
Angesichts aktueller Herausforderungen wie der Corona-Pandemie und dem Klimawandel müsse Deutschland nach der Wahl rasch handlungsfähig sein, betonte Habeck. Ziel müsse es sein, "dass Deutschland bis Weihnachten eine neue Bundesregierung hat".
Dem SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz gestand Habeck zu, in der Beliebtheit "stark aufgeholt" zu haben. Aus der "Duell-Situation" zwischen Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und Unions-Spitzenkandidat Armin Laschet sei "jetzt eine Triell-Situation geworden".
Nachrichten zum Wahlkampf am Montag, 23. August: Will Olaf Scholz mit der Linken regieren?
- SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz schließt eine rot-rot-grüne Koalition nicht aus. Er stellt aber Bedingungen – dazu zählt auch ein Bekenntnis zur Nato. Lesen Sie mehr:
- Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock wurde im ARD-Sommerinterview von Journalistin Tina Hassel förmlich gegrillt. Lesen Sie dazu: Sexismus-Vorwurf - Baerbock-Interview sorgt für Kritik an ARD
- SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat sich dafür ausgesprochen, dass seine früheren Rivalen Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans nach der Bundestagswahl Parteivorsitzende bleiben.
- Anhänger der AfD nutzen einer Analyse der Universität Hohenheim zufolge besonders häufig das Internet und soziale Medien zur allgemeinen politischen Information.
- Die Grünen haben die Schwelle von 120.000 Parteimitgliedern überschritten und damit einen Rekord aufgestellt.
Nachrichten zum Wahlkampf am Sonntag, 22. August: Scholz hält SPD-Kanzlerschaft für "sehr erreichbar"
- SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hält das Ziel der Kanzlerschaft angesichts der gestiegenen Umfragewerte für die Sozialdemokraten für realistisch.
- Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock will den Kauf von Lastenrädern unterstützen. "Eine Förderung für Lastenräder halte ich für sehr richtig", sagte sie am Sonntag im Online-Programm von Tagesschau24 nach der Aufzeichnung des ARD-Sommerinterviews. Baerbock sprach sich außerdem für einen Untersuchungsausschuss zum Afghanistan-Debakel aus.
- Die Grünen wollen in der nächsten Legislaturperiode eine Milliarde Euro zur Förderung von Lastenfahrrädern ausgeben. Eine Million Lastenräder sollten vom Bund mit jeweils 1000 Euro Zuschuss gefördert werden, sagte der Grünen-Haushaltspolitiker Sven-Christian Kindler dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
- Der Linken-Spitzenkandidat Dietmar Bartsch wirbt für ein rot-grün-rotes Bündnis nach der Bundestagswahl.
- Fünf Wochen vor der Bundestagswahl hat die SPD die bislang führende Union in einer Umfrage des Insa-Instituts eingeholt. Im wöchentlichen Sonntagstrend für die "Bild am Sonntag" verliert die Union drei Prozentpunkte und fällt mit 22 Prozent auf ihren niedrigsten je von Insa gemessenen Wert.
Nachrichten zum Wahlkampf am Samstag, 21. August: Laschet warnt vor Linksruck
- Unionskanzlerkandidaten Armin Laschet hat beim Wahlkampftakt der CDU vor einem Linksruck in der Bundesregierung gewarnt. Laschet greift vor allem SPD, Grüne und Linke scharf an. Lesen Sie mehr dazu: Laschet ruft die Konservativen zum Kämpfen auf
- Laschet verwies in seiner Rede darauf, dass die Bundeswehr-Elitetruppe GSG9 im Jahr 1977 "Deutsche aus der entführten Lufthansa-Maschine in Landshut befreit" habe. In Wirklichkeit fand die Befreiungsaktion in der somalischen Hauptstadt Mogadischu statt, nicht im niederbayerischen Landshut. Lesen Sie hier wie das Netz auf die Panne reagierte.
- Rund einen Monat vor der Bundestagswahl hat CSU-Chef Markus Söder die Union eindringlich vor einem Verlust der Regierungsmacht gewarnt. Mit Blick auf die sinkenden Umfragewerte von Armin Laschet und Co, sagte Söder: "Ich habe kein Bock auf Opposition".
Nachrichten zum Wahlkampf am Freitag, 20. August: Union will bei zentralem Wahlkampfauftakt aus der Defensive kommen
- Vor dem Hintergrund sinkender Umfragewerte starten die Unionsparteien an diesem Samstag (11.00 Uhr) in die Schlussphase des Bundestagswahlkampfs.
- In der Online-Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag ist Unmut über die Umfragewerte von CDU/CSU und Kanzlerkandidat Armin Laschet laut geworden.
- Jeder dritte Erwachsene in Deutschland will sich einer Umfrage zufolge mindestens ein TV-Triell mit den Kanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU), Annalena Baerbock (Grüne) und Olaf Scholz (SPD) anschauen.
- Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet will in der heißen Wahlkampfphase angesichts einbrechender Umfragewerte stärker als bisher auf ein Team setzen.
- Nach der CDU hat auch die CSU die Bürger davor gewarnt, FDP zu wählen.
- Fast drei Viertel der Deutschen haben laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey eine negative Meinung von Armin Laschet
Nachrichten zum Wahlkampf am Donnerstag, 19. August: Söder schlägt wegen schlechter Umfragewerte der Union Alarm
- Vor der Bundestagswahl wird es im Fernsehen drei gemeinsame Talks und direkte Aufeinandertreffen der Kanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU), Annalena Baerbock (Grüne) und Olaf Scholz (SPD) geben. Nach RTL und ntv (29. August) sowie ARD und ZDF (12. September) werden nun auch die privaten Sender ProSieben, Sat.1 und Kabeleins ein Triell ausstrahlen, wie die Sendergruppe ProSiebenSat.1 am Donnerstag in Unterföhring bei München ankündigte.
- CSU-Chef Markus Söder hat am Donnerstag bei einer Präsidiumssitzung seiner Partei angesichts schlechter Umfragewerte der Union vor der Bundestagswahl Alarm geschlagen.
- Die Linke fordert eine Ausweitung der laufenden Evakuierungen von gefährdeten Menschen in Afghanistan über die Hauptstadt Kabul hinaus.
- Linken-Chefin Janine Wissler hat umfassende Enteignungen gefordert. "Die gesamte Daseinsvorsorge gehört wieder in öffentliche Hand und unter öffentliche Kontrolle", sagte sie im Interview mit dieser Redaktion.
Nachrichten zum Wahlkampf am Mittwoch, 18. August: Kopf-an-Kopf-Rennen in den Umfragen
- In Umfragen vor der Bundestagswahl liegen Union, SPD und Grüne fast gleichauf. Der Ausgang ist ungewiss – und könnte viele überraschen, meint Jörg Quoos. Lesen Sie seinen Kommentar hier: Umfragen vor der Bundestagswahl: So eng war es noch nie
- Klimaaktivisten haben am Mittwochvormittag die Bundesgeschäftsstelle des CDU-Wirtschaftsrates im Berliner Regierungsviertel besetzt. Später blockierten sie die Landesvertretung von Nordrhein-Westfalen unter anderem mit einem Kohlehaufen und Spielzeugbaggern. Es war der dritte Tag in Folge, indem die Klimabewegung in Berlin mit Mitteln des zivilen Ungehorsams gegen die aktuelle Klimapolitik protestierte. Die Polizei war jeweils mit einem Großaufgebot vor Ort.
- Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet sieht trotz bröckelnder Umfragewerte keinen Anlass für einen Verzicht auf seine Kanzlerkandidatur. "CDU und CSU haben klar entschieden", sagte Laschet am Mittwoch bei einem Wahlkampftermin in Oldenburg auf die Frage, ob er erwäge, zugunsten des bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chefs Markus Söder zurückzuziehen. "Ich kommentiere keine guten Umfragen und keine schlechten Umfragen, ich bin im Wahlkampf", sagte Laschet.
- Die Umweltverbände BUND und Nabu haben SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz wegen seiner Absage an einen rascheren Kohleausstieg Wählertäuschung vorgeworfen. "Die im Juni beschlossenen Klimaziele werden so nicht erreicht", hieß es am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung des BUND-Vorsitzenden Olaf Bandt und des Nabu-Präsidenten Jörg-Andreas Krüger. "65 Prozent weniger CO2 bis 2030 sind mit einem Kohleausstieg 2038 nicht realistisch."
- Deutsche im Ausland, die bei der Bundestagswahl abstimmen wollen, müssen sich bis spätestens 5. September in das Wählerverzeichnis eintragen lassen. Darauf hat der Bundesleiter am Mittwoch in Wiesbaden hingewiesen. An dem Tag endet die Frist, bis zu der der Antrag unterschrieben im Original bei der Gemeinde eingegangen sein muss, in der ein Bürger in Deutschland zuletzt wohnhaft war.
Nachrichten zum Wahlkampf am Dienstag, 17. August: Vizekanzler Scholz lehnt früheren Kohleausstieg ab
- SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat sich gegen ein Vorziehen des Kohleausstiegs in Deutschland ausgesprochen. "Wir haben klare Vereinbarungen getroffen, die wichtig sind für die Unternehmen, für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, auch für die Region. Und diese Vereinbarungen gelten und sollten auch eingehalten werden", sagte Scholz am Dienstag bei einem Besuch in Südbrandenburg. Dazu gehöre auch, dass der Bund 40 Milliarden Euro einsetzen werde, um den Strukturwandel der Kohleregionen in Deutschland zu begleiten.
- Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock wirft der Bundesregierung in der Afghanistan-Krise Versagen vor. Es sei "wirklich fatal, dass die Bundesregierung in den letzten Wochen komplett die Augen vor dieser Notsituation verschlossen hat", sagte Baerbock am Dienstag im Radio-Interview der Sendergruppe Oberfranken. Es habe in den vergangenen Wochen immer wieder Berichte über die Lage in Afghanistan gegeben, auch die Botschaft habe gewarnt, Menschen in Sicherheit zu bringen.
- Der öffentlich-rechtliche Sender Phoenix lädt vor der Bundestagswahl wieder Politiker zu einem Speed-Dating mit Wählern. Jeweils sieben Minuten lang können sieben Wählende mit jeweils sieben Politikerinnen und Politikern über die Parteiprogramme sprechen, wie der gemeinsame Sender von ARD und ZDF am Dienstag ankündigte. Wenn ein Gong ertönt, werden die Plätze getauscht. Phoenix strahlt das Ganze am 9. September (20.45 Uhr) aus. Die Sendung ist nicht live, sondern wird vorab aufgezeichnet. Das Format ist eines von vielen rund um die Bundestagswahl im September. Speed-Dating-Treffen mit Politikern hatte es nach Senderangaben auch vor früheren Bundestagswahlen bereits gegeben
- Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nahegelegt, sich von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) und Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) zu trennen. "In früheren Zeiten wurden Kabinette umgebildet und Ministerinnen und Minister bei Verfehlungen entlassen", sagte der Linke-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe).
- Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) hat sich angesichts der dramatischen Bilder vom Kabuler Flughafen bestürzt gezeigt. "Das sind schreckliche Bilder. Man empfindet dabei Ohnmacht und Wut", sagte der CDU-Chef am Dienstag nach einer Veranstaltung des Redaktionsnetzwerkes Deutschland (RND) in Rostock-Warnemünde.
- Versuche, Systemwechsel in anderen Ländern militärisch durchzusetzen, sind nach Ansicht von CDU-Chef Armin Laschet in der jüngeren Vergangenheit überwiegend erfolglos gewesen. Bemühungen, militärisch einzugreifen, um eine Diktatur zu beenden und dann eine Demokratie aufzubauen, seien "fast durchgängig gescheitert", sagte der Unionskanzlerkandidat am Dienstag bei einer Veranstaltung des Redaktionsnetzwerkes Deutschland (RND) in Rostock-Warnemünde. "Ich glaube, das ist eine Lehre aus den letzten 20 Jahren." Als Beispiel verwies er auf den Irak.
- Die SPD hat sich gegen die Forderung von Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) nach einem Nationalen Sicherheitsrat im Kanzleramt gestellt. "Selbst der Nationale Sicherheitsrat im Weißen Haus scheint die Situation in Afghanistan gänzlich falsch eingeschätzt zu haben", sagte SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
- Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat wegen der späten und chaotischen Evakuierungsaktion aus Afghanistan Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) scharf kritisiert. Die dramatische Zuspitzung der Lage sei "mit Ansage gekommen", sagte Baerbock am Donnerstagabend in der Sendung "RTL Direkt". Sie verwies darauf, dass die deutsche Botschaft in Kabul frühzeitig vor den Gefahren durch den Vormarsch der Taliban gewarnt und rasches Handeln angemahnt hatte.
- In den Flutkatastrophen-Regionen in Nprdrhein-Westfalen dürfen für die Bundestagswahl auch Zelte, Container oder Busse als Wahlraum genutzt werden. Dies ist für den Fall erlaubt, dass ein vorgesehener Wahlraum nicht mehr nutzbar ist, wie aus einem Erlass des Landeswahlleiters an die Bezirksregierungen Köln und Arnsberg hervorgeht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
- Die Linke hat angesichts des Chaos in Afghanistan schwere Vorwürfe gegen die Bundesregierung erhoben. "Dass die Ortskräfte nicht mit dem Abzug der Bundeswehr vor Wochen evakuiert wurden, ist ein unentschuldbares Versagen der Verteidigungsministerin und des Außenministers", sagte Linksfraktionschef Dietmar Bartsch dieser Redaktion. Beide hätten sich damit für künftige Regierungsämter "komplett disqualifiziert".
- Alles zu den neuesten Entwicklungen in Afghanistan lesen Sie in unserem Newsblog.
- Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Stefan Wolf, traut der Grünen-Kanzlerkandidaten Annalena Baerbock das Amt der Bundeskanzlerin nicht zu. "Ich schätze Frau Baerbock persönlich. Aber ich fürchte, dass sie mit diesem Job überfordert wäre", sagte Wolf im Interview mit dieser Redaktion. Es fehle Baerbock am "gewissen Grundrüstzeug" für die Kanzlerschaft. "Ich traue es ihr schlicht nicht zu", sagte der Gesamtmetall-Präsident, der die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie vertritt.
Nachrichten zum Wahlkampf am Montag, 16. August: Was die Katastrophe in Afghanistan für die Bundestagswahl bedeutet
- Die blitzartige Eroberung Afghanistans durch die Taliban und die chaotischen Evakuierungsmissionen der westlichen Streitkräfte sind auch ein Versagen der Bundesregierung - mit unterschiedlichen Auswirkungen für die Parteien bei der Bundestagswahl. Könnten die Vorwürfe an Außenminister Heiko Maas (SPD) den Höhenflug von Olaf Scholz stoppen? Oder sind die Auswirkungen für die Union doch größer? Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gab schließlich bereits zu, dass der 20-jährige Afghanistan-Einsatz ein "Fehlschlag" gewesen sei. Lesen Sie hier die ausführliche Analyse zum Thema.
- Der Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet, hat den internationalen Militäreinsatz in Afghanistan rückblickend für gescheitert erklärt. "Es ist das größte Debakel, das die Nato seit ihrer Gründung erleidet", sagte Laschet am Montag in Berlin. "Es ist eine politische und humanitäre Katastrophe." Laschet sprach mit Blick auf die Ereignisse in Afghanistan von einem "Epochenwechsel, vor dem wir stehen".
- Wenige Wochen vor der Bundestagswahl äußern viele deutsche Bundesbürger den Wunsch, Markus Söder (CSU) statt Armin Laschet ins Rennen um das Kanzleramt zu schicken. Im Interview mit "Bild" sagt Söder: "Die Messe ist da eigentlich gelesen. [...] Da hätten sich Volker Bouffier, Wolfgang Schäuble und andere dafür aussprechen müssen. Aber jetzt ist die Entscheidung getroffen."
- Die Kommunen in Niedersachsen verschicken ab heute die Wahlbenachrichtigungen für die Bundestagswahl. Auch die Briefwahlunterlagen können damit beantragt werden.
- Bei der Bundestagwahl 2021 kann wieder per Briefwahl abgestimmt werden. Die Anleitung zu Beantragung, Ablauf und Terminen. Lesen Sie dazu: Briefwahl: Ablauf, Antrag, Fristen - Das müssen Sie wissen
- Die Union befindet sich wenige Wochen vor der Wahl im Abwärtstrend. CSU-Chef Söder warnt das Bündnis aus CDU und CSU daher vor Machtverlust. "Es besteht jetzt die ganz große Gefahr, dass es eine Mehrheit jenseits der Union geben kann. Das muss jedem klar sein. Die Führung einer Bundesregierung durch die Union, was die Mehrheit will, die ist gefährdet", sagte Söder im Polit-Talk der "Bild".
Nachrichten zum Wahlkampf am Sonntag, 15. August: Scholz traut SPD mehr als 20 Prozent zu
- SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz traut seiner Partei bei der Bundestagswahl am 26. September ein Ergebnis von "ordentlich über 20 Prozent" zu. Mit solchen Ergebnissen sei es in skandinavischen Ländern gelungen, sozialdemokratisch geführte Regierungen zu bilden, sagte Scholz am Sonntag in Berlin im ARD-"Sommerinterview" - einen Tag nach dem Auftakt der heißen Wahlkampfphase seiner Partei. Eine neue Umfrage zeigt die SPD weiter im Aufschwung.
- "Ich will was für Gerechtigkeit tun", begründete Scholz in der ARD seine Parteimitgliedschaft. Schon beim Wahlkampfauftritt am Samstag in Bochum hatte er den Zusammenhalt der Gesellschaft in den Mittelpunkt gestellt. Der Zusammenhalt müsse "das Prinzip unseres Landes" sein, wenn es um die Aufgaben der Zukunft gehe, sagte Scholz vor rund 1300 Zuhörerinnen und Zuhörern.
Nachrichten zur Bundestagswahl am Samstag, 14. August: Merz: Union muss jetzt wirklich kämpfen
- Der früher Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat seine Partei sechs Wochen vor der Bundestagswahl zu einem couragierten Wahlkampf aufgefordert. "Seit einigen Tagen ist nun hoffentlich jedem klar: Die Bundestagswahl 2021 ist nicht entschieden. Es ist fast alles möglich. Von selbst kommt gar nichts mehr", warnte der CDU-Politiker am Samstagabend bei einer Wahlkampfveranstaltung im nordrhein-westfälischen Olpe.
- Nach 16 Jahren Regierungszeit steht Angela Merkel vor dem Ruhestand. Finanzielle Sorgen wird sie als Altkanzlerin wohl nicht haben. Lesen Sie dazu: Angela Merkel: So viel Rente bekommt sie als Altkanzlerin
- SPD startet "heiße Phase" im Revier: Die politische Großwetterlage dreht sich zugunsten der Sozialdemokraten und ihres Kanzlerkandidaten Scholz. Lesen Sie dazu: "Hoch Olaf": SPD-Wahlkampfauftakt mit perfektem Timing
- Die Briefwahl wird immer beliebter. Doch es lohnt sich, seine Unterlagen nicht gleich abzuschicken, meint Jörg Quoos. Lesen Sie dazu: Warum man mit der Briefwahl noch etwas warten sollte
- Millionen Bürger werden Wochen vor dem Urnengang am 26. September ihre Stimme per Post abgeben. Und die Pandemie verstärkt den Trend. Mehr zum Thema: Briefwahl beginnt: Fällt jetzt schon die Wahlentscheidung?
Nachrichten zur Bundestagswahl am Freitag, 13. August: Scholz und Baerbock fordern stärkeren Schutz von Frauen gegen Gewalt
- SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz und Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock haben sich für mehr Schutz von Frauen vor Gewalt ausgesprochen.
- Kanzlerkandidat trifft Tesla-Gründer: Für Armin Laschet (CDU) versprach der Ortstermin bei der Fabrikbaustelle des Elektroauto-Herstellers in Grünheide vor allem schöne Bilder im Wahlkampf. Der CDU-Vorsitzende traf auf dem Gelände Elon Musk und diskutierte mit ihm über deutsche Genehmigungsverfahren. Doch im Netz sorgt eine Szene für Gespött.
- Als Reaktion auf die Schmähplakate gegen die Grünen hat die Partei kurzfristig 100.000 Euro gesammelt, um der Kampagne eigene Plakate entgegenzusetzen. "Es gab eine Welle der Solidarität und Unterstützung", teilte Bundesgeschäftsführer Michael Kellner am Freitag in Berlin mit.
- Die Bundestagswahl am 26. September kann nach dem von Union und SPD neu beschlossenen Wahlrecht stattfinden. Das Bundesverfassungsgericht wies einen Eilantrag ab, mit dem die FDP-, Grünen- und Linke-Abgeordneten die Änderungen mit sofortiger Wirkung kippen wollten. Lesen Sie mehr dazu: Verfassungsgericht lehnt Eilantrag gegen Wahlrechtsreform ab
- Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat im direkten Duell der Kanzlerkandidaten laut ZDF-"Politbarometer" die Nase vorn. 59 Prozent der Befragten trauen ihm das Amt des Bundeskanzlers zu, wie die am Freitag veröffentlichte Umfrage ergab. Lesen Sie mehr dazu: ZDF-Politbarometer: So stehen die Kanzler-Chancen für Scholz
Nachrichten zur Bundestagswahl am Donnerstag, 12. August:
Merkel will am 21. August im Wahlkampf auftreten
- Im Wahlkampf der Union soll nun auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aktiv werden. Geplant sei ein Termin am 21. August im Berliner Tempodrom, teilte ein CDU-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag mit.
- Die Grünen haben scharfe Kritik an Vorschlägen des Bundesverkehrsministeriums von Andreas Scheuer (CSU) für den Klimaschutz geübt. "Was Scheuer hier veranstaltet, wird hinten und vorne nicht ausreichen, um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens einzuhalten", sagte der Grünen-Haushaltsexperte Sven-Christian Kindler der Zeitung "Die Welt".
- SPD und CDU haben sich an die Seite der Grünen gestellt und die Schmäh-Plakate gegen die Partei verurteilt, die seit einigen Tagen in vielen Städten zu sehen sind.
- Sieben zur Bundestagswahl eigentlich zugelassene Parteien werden bei der Abstimmung im September nicht dabei sein. Diese treten weder mit Landeslisten noch mit Wahlkreiskandidaten an, wie der Bundeswahlleiter am Donnerstag in Wiesbaden berichtete.
- Der Bundeswahlleiter rechnet für die Bundestagswahl am 26. September mit einem erneuten Zuwachs der Briefwähler. "Darauf deuten zumindest die Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt hin", teilte er auf Anfrage in Wiesbaden mit.
- SPD-Chef Norbert Walter-Borjans sieht den Kurs seiner Partei durch die Zuwächse für die SPD in den Umfragen bestätigt. "Der augenblickliche Trend zeigt, dass wir mit der Konzentration auf unsere Stärke richtig liegen. Unser Fokus liegt auf dem 26. September und der Überzeugungsarbeit, dass Olaf Scholz als Kanzler die mit Abstand beste Gewähr dafür bietet, Wandel und Stabilität zusammenzubringen", sagte er unserer Redaktion.
Nachrichten zur Bundestagswahl am Mittwoch, 11. August: Scholz fordert schnelle Entscheidungen für Ökostrom-Ausbau
- SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat schnelle Entscheidungen über den notwendigen Ausbau der Produktion von Ökostrom in Deutschland angemahnt.
- Die Verluste ihrer Partei bei den letzten Landtagswahlen sind laut AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel auch auf Fehler der Partei zurückzuführen. "Wir müssen uns auch an die eigene Nase fassen", sagte Weidel im Gespräch mit unserer Redaktion, "uns nach außen weiter professionalisieren und daran arbeiten, dass wir in der Mitte der Bevölkerung als seriös wahrgenommen werden."
- Im Streit um einen Stellvertreter-Posten im Präsidium des Deutschen Bundestags ist die AfD-Fraktion mit einem Eilantrag in Karlsruhe gescheitert.
- Die Grünen wehren sich gegen eine massive Anti-Grünen-Wahlkampagne: In verschiedenen Großstädten Deutschlands sind seit wenigen Tagen große Plakate zu sehen, die Stimmung gegen die Partei machen. Lesen Sie mehr dazu hier: Anti-Grünen-Kampagne in vielen Städten: Wer steckt dahinter?
- Zum Start seiner Wahlkampf-Tour durch Deutschland hat Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) angesichts schwacher Umfragewerte Entschlossenheit demonstriert. "Die CDU wird in diesem Wahlkampf kämpfen", sagte Laschet am Mittwoch beim Besuch eines Jugend-Boxcamps in Frankfurt am Main. Lesen Sie auch: CDU/CSU im Umfrage-Tief: Der Union fehlt der Teamgeist
- Die Grünen werfen Olaf Scholz verschwenderischen Umgang mit Steuergeldern in der PR-Abteilung des Finanzministeriums für persönliche Zwecke vor.
- Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitues Forsa für "RTL" und "ntv" stürzt die Union in der Gunst der Wähler weiter ab. Sie verschlechterte sich um drei Prozentpunkte auf nun 23 Prozent der Stimmen.
- Nach der Veröffentlichung des alarmierenden Sachstandsberichts des Weltklimarats IPCC zur Erderwärmung hat SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz einen "sofortigen Neustart" beim Klimaschutz nach der Bundestagswahl versprochen.
Nachrichten zur Bundestagswahl am Dienstag, 10. August: AfD startet in den Bundestagswahlkampf
- Mit heftiger Kritik an der Asyl-, Corona- und Klimapolitik der Bundesregierung hat die AfD am Dienstagabend in Schwerin ihren Bundestagswahlkampf gestartet.
- Die SPD verzichtet auf den Einsatz eines vielfach kritisierten Wahlkampfvideos, das auf frühere religiöse Positionen eines Vertrauten von Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) Bezug nimmt.
- Als "Stückwerk" hat Linksfraktionschef Dietmar Bartsch die Beschlüsse des Bund-Länder-Treffens kritisiert. "Fatal ist, dass es keinen Plan gibt, über positive Anreize die Impfkampagne aus der Tempo-30-Zone zu holen und die Impfung zu den Menschen zu bringen", sagte Bartsch unserer Redaktion.
- Für den Wiederaufbau in den Hochwassergebieten haben Bund und Länder einen Fonds von 30 Milliarden Euro vereinbart..
- Kommt nach der Bundestagswahl 2021 ein XXL-Bundestag? Ein Wahlrechtsexperte erklärt, unter welchen Voraussetzungen das passieren könnte. Lesen Sie dazu: Bundestag mit rund 1000 Abgeordneten: So wäre es möglich
- Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat die Rücknahme aller Corona-Beschränkungen für vollständig Geimpfte und Genesene verlangt.
- Der Bundestag wird voraussichtlich am 25. August über den geplanten Wiederaufbaufonds für die von der Hochwasserkatastrophe getroffenen Regionen beraten.
- Die Zukunft des Ehegattensplittings und die steuerliche Belastung der Bürger wird zunehmend zum Wahlkampf-Streitthema zwischen CDU/CSU und SPD.
Montag, 9. August: Wahlkampfauftakt für die Grünen – Baerbock fordert Abschied vom "fossilen Status quo"
- Mit Appellen für mehr Tempo beim Klimaschutz hat die Grünen-Spitze die heiße Phase des Wahlkampfs eingeläutet. Bei der Auftaktveranstaltung ihrer deutschlandweiten Tour forderte Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock am Montag in Hildesheim einen Abschied vom "fossilen Status quo". Mit Blick auf Geld, das zur Ankurbelung der Wirtschaft in der Corona-Krise fließt, sagte Baerbock: "Wenn wir Milliarden jetzt in die Hand nehmen, dann will ich, dass wir sie für saubere Energien nutzen."
- Die Grünen wollen nach den Worten ihres Bundesgeschäftsführers Michael Kellner auch weiterhin die nächste Bundeskanzlerin stellen. Es sei ein etwas "rumpliger Weg" gewesen, sagte Kellner, der auch Wahlkampfchef der Partei ist, am Montag in Hildesheim. Gleichwohl habe seine Partei vor einer Bundestagswahl noch nie bei 20 Prozent in den Umfragen gestanden. "Wir wollen das Unwahrscheinliche möglich machen und die nächste Regierung anführen", sagte Kellner.
- Die AfD will den Umgang mit Ungeimpften zu einem zentralen Thema ihres Wahlkampfs machen. Die beiden Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl, Alice Weidel und Tino Chrupalla, stellten am Montag in Berlin die Schwerpunkte der Wahlkampagne vor. Weidel warf der Bundesregierung vor, Druck auf Ungeimpfte auszuüben, obwohl eine Impfpflicht gegen das Grundgesetz verstoße. Sie warnte vor einer "Zweiklassengesellschaft" und einem "Lockdown für Ungeimpfte" nach der Bundestagswahl.
- Die Linke-Vorsitzende Susanne Hennig-Wellsow fordert nach Veröffentlichung des neuen Berichts des Weltklimarats IPCC rasche Konsequenzen. "Nur wenn wir jetzt handeln, bleibt das Ausmaß des Klimawandels mit seinen Folgen realistischerweise beherrschbar", sagte sie der "Welt" (Dienstagsausgabe). "Mit diesem Ziel vor Augen gilt: Nur radikale Klimapolitik ist realistische Klimapolitik."
- CDU-Politiker Friedrich Merz hat sich zu seinen Falschaussagen über das Wahlprogramm der Grünen geäußert - allerdings nicht wie erwartet. Merz hatte auf Twitter und in einem Beitrag auf "Focus online" am Samstag geschrieben: "Ein grünes 'Einwanderungsministerium' soll möglichst viele Einwanderer unabhängig von ihrer Integrationsfähigkeit nach Deutschland einladen". Auch solle die "Gender-Sprache uns allen aufgezwungen und das Land überzogen werden mit neuen Verhaltensregeln, Steuern und Abgaben".
- Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat im Vorfeld der Präsentation des neuen Sachstandsberichts des Weltklimarats IPCC deutlich mehr internationales Engagement gegen die Erderwärmung gefordert. "Die Klimakonferenz in Glasgow muss zum Klima-Turning-Point werden", sagte Baerbock der "Welt" vom Montag. "Denn nur dann haben wir die Chance, vom aktuellen Über-Drei-Grad-Pfad auf den 1,5-Grad-Pfad von Paris zu kommen."
- Der Spitzendkandidat der AfD, Tino Chrupalla, hat im ARD-Sommerinterview das aktuell geltende Asylrecht hinterfragt. Vom Moderator wurde der Politiker gefragt, ob die Afghanen, die die Bundeswehr vor Ort unterstützt hätten und jetzt um ihr Leben fürchteten, nach Deutschland kommen und Asyl beantragen könnten. Chrupalla antwortete darauf, dass diese Menschen selbstverständlich alle einen Asylantrag stellen könnten, "aber bevor die Einreise vonstattengeht".
- Im niedersächsischen Hildesheim wollen die Grünen an diesem Montag die heiße Phase des Wahlkampfs eröffnen. Mit einer Freiluft-Veranstaltung auf dem Hildesheimer Marktplatz starten Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und Co-Parteichef Robert Habeck in eine deutschlandweite Wahlkampftour, die zwei Tage vor der Bundestagswahl am 26. September am 24. September in Düsseldorf enden soll.
- Ohne die Wahlhelfer läuft nichts bei der Stimmabgabe zur Bundestagswahl am 26. September. Städte und Kommunen lassen sich das auch durchaus etwas kosten.In Berlin und Erfurt erhalten ehrenamtliche Wahlhelfer bei der bevorstehenden Bundestagswahl die höchste Aufwandsentschädigung im Vergleich der größten Städte in Ostdeutschland. Das hat eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergeben. In der Bundeshauptstadt beträgt demnach das sogenannte Erfrischungsgeld an der Wahlurne mindestens 60 Euro, im Briefwahllokal mindestens 50 Euro. In Erfurt erhalten Wahlhelfer je nach Position zwischen 50 und 80 Euro.
- Beim umstrittenen Thema Wahlrechtsreform müssen in der kommenden Legislaturperiode aus Sicht der Grünen im Bundestag vor allem CDU und CSU Bewegung zeigen. "Sie haben eine wirksame Reform jahrelang blockiert und erst auf dem letzten Drücker agiert", sagte die Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, Britta Haßelmann, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Aber auch die SPD hat keine besondere Energie in eine notwendige Veränderung gesteckt."
- Wie wird gewählt? So funktioniert das Wahlsystem in Deutschland
- Hilfe für die Wahlentscheidung: Wann geht der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl Online?
- Stimmabgabe per Post: Wie kann man Briefwahl beantragen?
- Was planen die Parteien? Das steht in den Wahlprogrammen zur Bundestagswahl
- Der nächste Bundestag könnte nach Berechnungen des Wahlrechtsexperten Robert Vehrkamp gut 1000 Abgeordnete stark werden. "Die Bandbreite der plausibel möglichen Bundestagsgrößen läuft von etwa 650 bis mehr als 1000. Das kann man nicht ausschließen", sagte der Fachmann der Bertelsmann Stiftung der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er gehört auch der vom Bundestag eingesetzten Kommission zur Reform des Wahlrechts und Modernisierung der Parlamentsarbeit an.
Nachrichten zur Bundestagswahl vom Sonntag, 8. August: Unionsfraktionsvize: Kein neuer Afghanistan-Einsatz
- In der Unionsfraktion wird der Vorstoß ihres Außenpolitikers Norbert Röttgen zurückgewiesen, einen militärischen Durchmarsch der Taliban in Afghanistan notfalls unter erneuter Beteiligung der Bundeswehr zu verhindern. Fraktionsvize Johann Wadephul (CDU) sagte am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur: "Der Bundeswehreinsatz wurde auf Nato-Ebene beendet. Ich sehe weder politisch noch militärisch einen Ansatzpunkt für eine neue Einsatzentscheidung."
- AfD-Chef Tino Chrupalla hat sich nicht von einem umstrittenen Kandidaten seiner Partei für die Bundestagswahl distanziert. Chrupalla wurde am Sonntag im ARD-"Sommerinterview" gefragt, ob er sich von Jens Maier distanziere, der auf der sächsischen Landesliste hinter Chrupalla auf Platz zwei steht. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Maier war vom Verfassungsschutz als Rechtsextremist eingestuft worden. Ein Tweet Maiers war von AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen als "rassistisch" bezeichnet worden, die Berliner AfD hatte seinen Rücktritt gefordert.
- Die Grünen haben dem CDU-Politiker Friedrich Merz in der Debatte über Einwanderung vorgeworfen, die Unwahrheit zu sagen. Merz hatte auf Twitter und in einem Beitrag auf "Focus online" geschrieben: "Ein grünes 'Einwanderungsministerium' soll möglichst viele Einwanderer unabhängig von ihrer Integrationsfähigkeit nach Deutschland einladen." Auch solle die "Gender-Sprache uns allen aufgezwungen und das Land überzogen werden mit neuen Verhaltensregeln, Steuern und Abgaben". Tatsächlich handelt es sich hierbei um Falschaussagen.
Nachrichten zur Bundestagswahl vom 7. August: Laschet erwartet von Bund-Länder-Runde Hilfe für Wiederaufbau nach Flut
- Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) erwartet von Bund und Ländern klare finanzielle Zusagen für den Wiederaufbau in den Hochwasserregionen.
- Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) kritisiert den aus seiner Sicht bisher inhaltsschwachen Bundestagswahlkampf. "Es höchste Zeit, wegzukommen von Nebensächlichkeiten", sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang der "Welt am Sonntag".
- Grünen-Chefin Annalena Baerbock hat Kritik ihrer Mitkonkurrenten um die Kanzlerschaft, Armin Laschet (CDU) und Olaf Scholz (SPD), an den Klimaschutzplänen der Grünen zurückgewiesen und der großen Koalition "Klima-Hasenfüßigkeit" vorgeworfen.
- CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat sich für eine unbegrenzte staatliche Wiederaufbauhilfe für die von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen in NRW und Rheinland-Pfalz ausgesprochen.
6. August: Bundestagswahlkampf: Für Laschet und Baerbock wird es eng
- Armin Laschet und Annalena Baerbock werden von Fehltritten verfolgt. Das macht sich auch in den Umfragen zur Bundestagswahl bemerkbar. Lesen Sie dazu: Umfragewerte im Sinkflug: Warum es für Schwarz-Grün eng wird
- Beim Kampf um Stimmen, Mandate und am Ende um das Kanzleramt erlebt die Öffentlichkeit eine spektakuläre Achterbahnfahrt der politischen Stimmung. Wenn es an Inhalten fehlt, schweift der Blick schnell ab auf Oberflächlichkeiten. So leider auch in diesem Wahlkampf. Lesen Sie dazu: Warum dieser Wahlkampf öde und oberflächlich bleibt
- Trotz der Extremsituation nach der Flutkatastrophe soll die Bundestagswahl im Ahrtal sichergestellt werden - und dort unter anderem in Bussen gewählt werden können. Eine Reihe von besonderen Vorkehrungen sei vereinbart worden, teilte der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz am Freitag in Bad Ems mit. Viele der üblichen Wahllokale stehen für die Stimmabgabe nicht zur Verfügung, da die Gebäude beschädigt wurden oder für andere Aufgaben benötigt werden.
- Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie erwartet Hamburgs Landeswahlleiter Oliver Rudolf einen Rekord-Anteil von Briefwählern bei der Bundestagswahl. Etwa jede zweite Stimme könne per Briefwahl abgegeben werden, sagte er am Freitag. "Rund 50 Prozent halte ich für durchaus realistisch."
- Die Bundesregierung ist mit dem Vorhaben gescheitert, noch vor der Bundestagswahl eine Strategie zum besseren Schutz der Moore in Deutschland vorzulegen. Trotz intensiver Bemühungen sei es nicht gelungen, mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium darüber eine Einigung zu erzielen, teilte das Umweltressort am Freitag in Berlin mit. "Das Bundesumweltministerium plant nun, kurzfristig eine eigene Ressortstrategie zu erarbeiten", hieß es weiter.
- Gegen das Buch "Die Aufsteigerrepublik" von Unionskanzlerkandidat Armin Laschet gibt es laut "Spiegel" erneut Plagiatsvorwürfe. Das Magazin berichtete am Freitag vorab aus seiner neuen Ausgabe, neben den bereits bisher öffentlich bekannten Textübernahmen ohne ausreichende Quellenangabe gebe es mindestens vier weitere Stellen, bei denen Laschet Fragmente von anderen Autoren übernommen habe, ohne die Herkunft dieser Passagen zu kennzeichnen.
Nachrichten zur Bundestagswahl vom 5. August: Dobrindt rechnet bei Bundestagswahl mit knappem Ausgang
- Der Spitzenkandidat der CSU für die Bundestagswahl, Alexander Dobrindt, rechnet mit einem knappen Wahlausgang. "Es wird ein Foto-Finish geben", sagte Dobrindt unserer Redaktion. "Nichts ist entschieden." Eine linke Mehrheit aus Grünen, SPD und der Linkspartei sei noch genauso möglich wie eine Ampelkoalition oder ein Jamaika-Bündnis.
- Die saarländischen Grünen haben die endgültige Nicht-Zulassung ihrer Landesliste für die Bundestagswahl bedauert. "Ich bin enttäuscht über das Ergebnis. Auf jeden Fall", sagte Grünen-Politikerin Lisa Becker, die als Vertrauensperson der Partei fungiert, nach der Entscheidung des Bundeswahlausschusses. "Im Moment können wir nichts mehr ausrichten. Da ist es jetzt einfach so wie es ist." Juristisch könne sie den Beschluss aber "nicht ganz nachvollziehen".
- Die Grünen können im Saarland nicht mit einer Landesliste an der Bundestagswahl teilnehmen. Der Bundeswahlausschuss wies am Donnerstag die Beschwerde der Partei gegen die Entscheidung des saarländischen Landeswahlausschusses zurück, die dortige Landesliste nicht zuzulassen. Hintergrund sind Fehler bei der Aufstellung der Liste.
- Die AfD kann in Bremen doch mit einer Landesliste zur Bundestagswahl antreten. Der Bundeswahlausschuss hat am Donnerstag in Berlin einer Beschwerde der Partei gegen einen gegenteiligen Beschluss des Landeswahlausschusses stattgegeben. Die Entscheidung fiel nach einer längeren juristischen Diskussion.
- Ein Bildausschnitt der Grünen mit den Spitzenkandidatinnen im Bund und im Land Berlin sowie weiteren Frauen hat im Internet für Debatten gesorgt. Das Foto der Damengruppe unter anderem mit Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und der Spitzenkandidatin für die Berliner Abgeordnetenhaus-Wahl, Bettina Jarasch, hatten die Grünen von Berlin-Mitte auf Twitter mit einer Geschlechterattacke auf die Union versehen und geschrieben: "Während sich auf den Gruppenfotos der Union wieder alte Männer zusammendrängen ..." Wenig später kam allerdings heraus, dass auf dem Ursprungsfoto die Frauengruppe rechts und links von Männern eingerahmt war, die aber vor der Twitter-Verbreitung weggeschnitten wurden.
- Der Grünen-Co-Chef Robert Habeck hat sich am Mittwochabend im TV-Talk von Sandra Maischberger über Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock geäußert. Warum die Wahl für die Kandidatur auf seine Parteikollegin und nicht ihn gefallen war, hat Habeck zufolge mehrere Gründe.
- Spitzenpolitiker von Union und SPD werfen sich gut sieben Wochen vor der Bundestagswahl gegenseitig unmoralische Steuerversprechen vor. Vor dem Hintergrund doppelter Anforderungen durch Klimaschutz und Hochwasserkatastrophe dürften jetzt "keine ungedeckten Schecks" ausgestellt werden, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz dagegen betonte: "CDU/CSU propagieren ein Steuerkonzept, das den Staat 30 Milliarden Euro pro Jahr kostet und das vor allem denen, die sehr viel verdienen und Unternehmen mit großen Gewinnen zugutekommen soll. Das ist absurd."
Nachrichten zur Bundestagswahl vom 4. August: Habeck warnt vor weiterer Verschlimmerung des Klimas
- Trotz aller Maßnahmen zum Klimaschutz ist nach Einschätzung des Grünen-Vorsitzenden Robert Habeck nicht mit einem Ende der Wetterextreme zu rechnen. Dass sich das Wetter in absehbarer Zeit wieder zum Besseren verändere, werde "leider nie passieren", sagte Habeck am Mittwochabend in der ARD-Sendung "Maischberger. Die Woche".
- Gut eineinhalb Monate vor der Bundestagswahl sinkt die Union nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar in der Gunst der Wähler weiter. Nach der am Mittwoch veröffentlichten repräsentativen Erhebung für das Nachrichtenmagazin "Focus" rutschten CDU und CSU innerhalb einer Woche um drei Prozentpunkte auf 24 Prozent.
- SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz will längerfristig ein stabiles Rentenniveau garantieren. "Das Rentenniveau darf nicht weiter sinken", sagte der Bundesfinanzminister am Mittwochabend in einer Talkrunde des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) in Kiel. Bis 2025 sei dies gesetzlich garantiert.
- Die IT-Sicherheitsexpertin Lilith Wittmann hat Anfang Mai gravierende Sicherheitslücken in der App "CDUconnect" entdeckt. Mit der App koordiniert die CDU ihren Wahlkampf vor Ort.Nachdem Wittmann die CDU auf die Sicherheitslücke hinwies, wurde die App abgeschaltet und die Partei gelobte Besserung. Doch nun kam heraus, dass die Hackerin in Zusammenhang mit dem Vorfall angezeigt worden ist.
- Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat den für diesen Donnerstag geplanten Beginn seiner Wahlkampf-Deutschlandreise wegen der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands verschoben. "Die Bewältigung der Hochwasserkatastrophe hat für Armin Laschet höchste Priorität, ihr wird er auch weiterhin seine volle Aufmerksamkeit widmen", hieß es in einer Mitteilung der Bundes-CDU vom Mittwoch.
Nachrichten zur Bundestagswahl vom 3. August: Scheuer: "Mit Vetoministerium kann man nicht die Zukunft gestalten"
- Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat Pläne der Grünen kritisiert, ein Klimaschutzministerium zu schaffen
- Die Grünen wollen im Falle einer Regierungsbeteiligung ein neues Klimaschutzministerium mit Vetorecht gegenüber den anderen Ressorts gründen
- Der Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet, rutscht im deutschlandweiten Politiker-Ranking von INSA weiter ab und liegt jetzt sogar hinter Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock
- Bundesfinanzminister Olaf Scholz geht davon aus, dass der Wiederaufbau nach der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und NRW mehr als sechs Milliarden Euro kosten kann
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(fmg/dpa/afp)