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Umfrage nach K-Frage: Union stürzt ab – Grüne Platz eins

| Lesedauer: 111 Minuten
Söder: "Die Würfel sind gefallen"

Söder: "Die Würfel sind gefallen"

CSU-Chef Markus Söder akzeptiert die Entscheidung des CDU-Vorstands für CDU-Chef Armin Laschet als Kanzlerkandidat der Union.

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Laschet ist Kanzlerkandidat der Union. Eine Umfrage sieht CDU/CSU nur noch bei 21 Prozent – die Grünen liegen vorn. Mehr im Blog.

Berlin. 
  • Das CDU-Präsidium hat sich nach langen Verhandlungen für Armin Laschet als Kanzlerkandidaten entschieden
  • Laschet bekam 31 Stimmen, Söder neun, es gab sechs Enthaltungen
  • Markus Söder akzeptiert den CDU-Beschluss für Laschet als Kanzlerkandidaten und zieht seine Kandidatur zurück
  • Laschet hat seinem Konkurrenten eine "zentrale Rolle" versprochen
  • Eine Forsa-Umfrage sieht die Union auf 21 Prozent Zustimmung abrutschen – die Grünen stehen auf Platz eins
  • Alle weiteren Entwicklungen zur Kanzlerkandidatur der Union im Newsblog

Der Machtkampf zwischen Markus Söder und Armin Laschet ist beendet. Das CDU-Präsidium entschied nach einer langen Sondersitzung in der Nacht zum Dienstag: Armin Laschet soll der Kanzlerkandidat der Union werden. Insgesamt stimmten 31 Teilnehmer für Laschet, neun für Söder, sechs enthielten sich.

Der CSU-Chef hat das klare Vorstandsvotum der CDU für den Parteichef Laschet als Kanzlerkandidaten der Union akzeptiert. "Die Würfel sind gefallen, Armin Laschet wird Kanzlerkandidat der Union", sagte der bayerische Ministerpräsident in München.

Laschet bedankte sich in seiner ersten Rede als Kanzlerkandidat bei Markus Söder für den "guten und vertrauensvollen Umgang". Er werde eng mit seinem bayerischen Kollegen zusammenarbeiten. Söder werde eine zentrale Rolle zufallen.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Debatte um die Kanzlerkandidatur der Union im Newsblog.

Kanzlerkandidat der Union – News vom Mittwoch, 21. April: Oettinger sieht im Kandidatenrennen Versagen beider Parteien

8.31 Uhr: Baden-Württembergs früherer Ministerpräsident und Ex-EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) hat die Spitze beider Unionsparteien für die Querelen bei der Kanzlerkandidatenkür kritisiert. Beide Parteiführungen hätten es versäumt, Regeln für die Bestimmung des Kandidaten festzulegen. "Wir hatten in den letzten Tagen zwar ein gemeinsames Spielfeld, aber es war so, als wollten die einen Fußball und die anderen Handball spielen", sagte Oettinger der „Stuttgarter Zeitung“ und den "Stuttgarter Nachrichten". "Das war ein Versagen beider Parteiführungen."

8.12 Uhr: Wie eine Kandidatenkür wesentlich harmonischer verlaufen kann als in der Union, haben die Grünen mit der Nominierung von Annalena Baerbock gezeigt. Der zweite mögliche Kandidat Robert Habeck überließ Baerbock ohne jegliche öffentliche Streitigkeiten oder Konkurrenzgedanken den Vortritt. Wichtige Unterstützung erhält Baerbock im Rennen um die Kanzlerschaft aber auch von einem Mann, der unter anderem als der "Grünen-Kloppo" bekannt ist. Lesen Sie dazu: Annalena Baerbock und der Mann, der ihr den Rücken freihält

Kanzlerkandidat der Union – News vom Dienstag, 20. April: In Forsa-Umfrage: Union stürzt ab – Grüne auf Platz 1

18.54: Nach der Nominierung von Annalena Baerbock und Armin Laschet zu Spitzenkandidaten ihrer Parteien für die kommende Bundestagswahl hat sich die politische Stimmung in Deutschland deutlich verändert. Die Union fiel im Vergleich zur Vorwoche (13. - 16.4.) im RTL/Trendbarometer um sieben Prozentpunkte auf 21 Prozent.

Die Grünen legten um fünf Prozentpunkte zu und liegen jetzt mit 28 Prozent vor der CDU/CSU auf Platz 1. Die SPD verliert zwei Prozentpunkte und kommt auf 13 Prozent. Die FDP gewinnt zwei, die Linke und die sonstigen kleineren Parteien gewinnen je einen Prozentpunkt. Lediglich bei der AfD ändert sich nichts.

Laschet will sich innerparteilicher Versöhnung widmen

17.50 Uhr: Der designierte Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet will sich nach dem hart geführten Kampf um die Kandidatur der innerparteilichen Versöhnung widmen. Er wolle nun "viele Gespräche führen, versöhnen, zusammenführen, auch Gegensätze wieder zusammenbringen", sagte Laschet am Dienstag in der ARD-Sendung "Farbe bekennen". "Das braucht jetzt die CDU." Schon in den nächsten Tagen wolle er in die Kreisverbände gehen und das Gespräch suchen.

Laschet verwies darauf, dass er bereits nach seiner Wahl zum CDU-Chef im Januar auf die Lager seiner unterlegenen Mitbewerber Friedrich Merz und Norbert Röttgen zugegangen sei. "Wir stehen jetzt zusammen", sagte er. Den im Wettstreit um die Kandidatur unterlegenen CSU-Chef Markus Söder wolle er einbinden: "Er wird eine prägende Figur in diesem Unionswahlkampf sein", sagte Laschet.

Hans gratuliert Laschet und dankt Söder

17.31 Uhr: Der saarländische CDU-Landesvorsitzende und Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat dem Unionskanzlerkandidaten Armin Laschet gratuliert. "Es ist gut, dass die K-Frage innerhalb der Union geklärt ist", sagte Hans am Dienstag in Saarbrücken. "Ab jetzt gilt es, mit ganzer Kraft dafür zu kämpfen, dass wir gemeinsam als Sieger bei der Bundestagswahl vom Platz gehen."

Hans dankte CSU-Chef Markus Söder "für seine Bereitschaft, Verantwortung für unser Land zu übernehmen und dafür, dass er verlässlich Wort hält". Nur wenn die Union geschlossen sei, könne sie erfolgreich sein. "Die CDU der Zukunft muss aber auch transparente und digitale Partizipationsmöglichkeiten für die Basis entwickeln, sich bei wichtigen Entscheidungen einzubringen", forderte Hans.

Kretschmer: Union soll "Reihen schließen und zusammen an die Arbeit gehen"

17.13 Uhr: Nach der Entscheidung im Machtkampf um die Kanzlerkandidatur hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer die Union zur Geschlossenheit aufgerufen. "Wenn die Entscheidung gefallen ist, geht es darum, die Reihen zu schließen und zusammen an die Arbeit zu gehen", sagte der CDU-Politiker unserer Redaktion. "Der nächste Schritt ist ein ambitioniertes Regierungsprogramm für Deutschland."

Scholz gratuliert Laschet zum Sieg

17.10 Uhr: SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat CDU-Chef Armin Laschet zur Kanzlerkandidatur gratuliert. "Er ist jetzt ganz offensichtlich der Kanzlerkandidat der beiden Unionsschwestern", sagte Scholz am Dienstag in Berlin. Nachdem auch Grünen-Chefin Annalena Baerbock gekürt ist, stünden nun die drei fest, die sich um das Kanzleramt bewerben. "Das wird eine spannende Debatte um die Zukunft unseres Landes."

Auch wenn Deutschland die Pandemie im September, wenn gewählt wird, hinter sich gelassen haben werde, habe das Land dann weiter mit den tiefen Folgen von Corona zu kämpfen, so Scholz. Es gehe darum, dass Deutschland in 10, 20, 30 Jahren "nicht traurig dem Wohlstand in anderen Ländern der Welt" hinterherblickt und den menschengemachten Klimawandel mit aufhält. Die Gesellschaft müsse dabei zusammenhalten. "Ich bin gespannt auf die Debatten.

Laschet: "Haben alle Chancen auf Wahlsieg"

16.20 Uhr: Der CDU-Vorsitzende und designierte Kanzlerkandidat Armin Laschet hat vor der CDU/CSU-Bundestagsfraktion um Unterstützung im bevorstehenden Wahlkampf gebeten. "Wenn wir das gut zusammen hinbekommen, haben wir alle Chancen, die Wahl zu gewinnen", wurde Laschet am Dienstag von Teilnehmern gegenüber AFP zitiert. Die beiden Schwesterparteien würden nun ein gemeinsames Wahlprogramm erarbeiten. Mit Blick auf den Kandidatenstreit mit CSU-Chef Markus Söder sagte Laschet, die "internen Fragen" seien nun "gelöst".

Junge Union stellt Forderungen an Laschet

15.35 Uhr: Die Junge Union hat CDU-Chef Armin Laschet aufgefordert, als Kanzlerkandidat nach dem Machtkampf mit dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder für Geschlossenheit zu sorgen.

Die Mehrheit der Landesverbände und der JU-Mitglieder habe sich Söder als Kanzlerkandidaten gewünscht, erklärte der Chef des Unionsnachwuchses, Tilman Kuban. Diese Position habe man auch in allen Gremien vertreten. Nun müsse Laschet "beweisen, dass er zusammenführen kann und es keine Verlierer in der Union gibt."

Brinkhaus sagt Laschet Unterstützung zu

15.28 Uhr: Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus sagt Laschet Unterstützung zu. "Jetzt ist die Entscheidung gefallen", sagt Brinkhaus in Berlin. Jetzt interessiere der Weg nach vorne. Die Fraktion werde Laschet unterstützen. Bei der anstehenden Fraktionssitzung sei Laschet zugeschaltet.

Als Konsequenz aus dem scharfen Machtkampf um die Kanzlerkandidatur sollten CDU und CSU nach Auffassung von Brinkhaus für die Zukunft ein klares Verfahren für diese Entscheidung festlegen. "Wir tun gut daran, dass wir jetzt aus den letzten Wochen lernen", sagte Brinkhaus. Das Verfahren zur Aufstellung des CDU-Vorsitzenden Armin Laschet sei "durchaus ein sehr schwerer Prozess gewesen in der letzten Woche, das ist überhaupt keine Frage."

Scholz und Baerbock gratulieren Armin Laschet

15.15 Uhr: Nun steht es fest: Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz sie kämpfen um den Einzug ins Kanzleramt. Die frisch ernannte Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock wendet sich per Twitter an den CDU-Chef: "Ich gratuliere Armin Laschet zur Kanzlerkandidatur. Ich setze auf einen fairen Wahlkampf um die Führung dieses Landes. Und darum, wer die nötigen Veränderungen energisch vorantreibt, damit wir die Herausforderungen meistern."

SPD-Kanzlerkandidat Scholz gratulierte ebenfalls via Twitter: "Erstmal Glückwunsch zur Nominierung zum Kanzlerkandidaten der Unions-Schwestern. Ich freue mich auf eine sachliche Debatte über Inhalte und den Wettstreit um die besten Ideen für unser Land. Glück auf!"

Armin Laschet will mit Söder zusammenarbeiten

15.00 Uhr: Armin Laschet betonte in seiner ersten Rede als Kanzlerkandidat der Union, Söder werde "eine zentrale Rolle für die Union und die Zukunft der Bundesrepublik Deutschland spielen".

Er kündigte an, er werde sich weiterhin "täglich, zweitäglich, wöchentlich und wann immer es nötig ist, mit ihm abstimmen". Er habe immer den Willen, mit Söder zu gemeinsamen Ergebnissen zu kommen, betonte Laschet.

Angela Merkel gratuliert Armin Laschet

14.30 Uhr: Regierungssprecher Steffen Seibert lässt via Twitter Glückwünsche der Kanzlerin an Laschet ausrichten. "Ich freue mich auf die kommenden Monate unserer Zusammenarbeit", zitiert ihr Sprecher die Kanzlerin.

Laschet hält erste Rede als Kanzlerkandidat

14.04 Uhr: "Es ist eine entscheidende Zeit für unsere Partei", sagte Paul Ziemiak bei einem gemeinsamen Pressestatement mit Armin Laschet. Das wichtigste Thema sei die Bekämpfung der Pandemie, so Ziemiak. "Kein anderes Thema ist so wichtig."

Am Montagabend habe Laschet das Vertrauen der CDU erhalten und heute das Vertrauen der CSU. Der Dank gehe an Markus Söder. "Das ist die Stärke der gemeinsamen Union", so Ziemiak weiter. Laschet habe für Offenheit und Transparenz gesorgt. Es sei fair diskutiert geworden. "Armin Laschet ist der richtige Kanzler für Deutschland", sagte Ziemiak abschließend.

"Wir sind in der CDU der CSU dankbar", sagte Armin Laschet bei seinem Statement. Es sei ein guter und vertrauensvoller Umgang. Das gelte auch für das persönliche Verhältnis zu Markus Söder. Die Entscheidung sei ein großer Vertrauensbeweis. Der Bundesvorstand habe ein sehr deutliches Votum getroffen. Er danke Söder für die Unterstützung der CSU.

Ab jetzt zähle: "Welche Partei hat die besten Konzepte für die Zukunft unseres Landes?" Deshalb sei es nun wichtig, dass CDU und CSU als Team in den Wahlkampf gingen. "Die CDU gewinnt diese Wahl nicht ohne die CSU und umgekehrt."

Söder akzeptiert CDU-Beschluss für Kanzlerkandidatur von Laschet

12.05 Uhr: CSU-Chef Markus Söder hat das klare Vorstandsvotum der CDU für ihren Parteichef Armin Laschet als Kanzlerkandidaten der Union akzeptiert. "Mein Wort, das ich gegeben habe, gilt", sagte der bayerische Ministerpräsident am Dienstag in München.

"Die Würfel sind gefallen. Armin Laschet wird Kanzlerkandidat der Union", so Söder weiter. Er bedanke sich bei all seinen Unterstützern. Für Söder sei Anstand wichtig. Er halte sich an die Entscheidung der CDU. Er habe Laschet angerufen und gratuliert. "Ich habe ihm auch die volle Unterstützung angeboten." Man werde den Wahlkampf ohne Groll und mit voller Kraft unterstützen.

Söder zieht damit rund zwölf Stunden nach dem Beschluss des CDU-Führungsgremiums seinerseits einen Schlussstrich unter den seit mehr als einer Woche bestehenden Machtkampf mit Laschet um die Kandidatur.

CSU-Generalsekretär Markus Blume sicherte Söder die Unterstützung der CSU zu. "Wir haben eine Entscheidung - und das ist gut so", sagte Blume. Die Bereitschaft von CSU-Chef Markus Söders zur Kandidatur sei ein Angebot an die Union gewesen, an die eigenen Anhänger und das ganze Land. "Es war ein verdammt gutes Angebot", bekräftigte Blume.

Söder zieht Pressekonferenz vor

11.07 Uhr: Das ursprünglich für 13 Uhr geplante Pressestatement von Markus Söder ist auf 12 Uhr vorgezogen worden. Das geht aus einer Einladung hervor, die dieser Redaktion vorliegt. Übertragen wird der Auftritt live auf der Homepage der CSU. Die Anzeichen eines Rückzugs von Söder verdichten sich damit weiterhin. Nach der "Bild"-Zeitung will auch der "Bayerische Rundfunk" erfahren haben, dass Söder im Rennen um die Kanzlerkandidatur aufgibt.

Bericht: Söder gibt auf

10.08 Uhr: Wie die "Bild" berichtet will Markus Söder die Entscheidung des CDU-Präsidiums für Laschet akzeptieren und auf seine Kanzlerkandidatur verzichten. Die "Bild" beruft sich auf Informationen aus Parteikreisen.

Söder kündigt Pressekonferenz für 13 Uhr an

9.10 Uhr: Markus Söder hat für 13 Uhr eine Pressekonferenz am Rande einer Fraktionssitzung im Landtag in München angekündigt. Ob er sich nach dem Votum des CDU-Präsidiums für Laschet von seiner Kanzlerkandidatur zurückzieht, wird mit Spannung erwartet. Lesen Sie dazu: Markus Söder: Wie geht es nach der Niederlage weiter?

Politikwissenschaftler sieht Laschet noch nicht am Ziel

8.44 Uhr: Der Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte sieht im Votum des CDU-Bundesvorstands für den CDU-Vorsitzenden Armin Laschet noch keine eindeutige Entscheidung in der Kanzlerkandidatenfrage der Union. "Wir haben Markus Söder in unterschiedlichen Konstellationen erlebt, grundsätzlich kann man nicht ausschließen, dass er noch eine Hintertür findet", sagte Korte über den Parteivorsitzenden der CSU am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". "So anarchisch, rebellisch wie er aufgetreten ist, können wir das nicht kalkulieren."Dennoch zeige das Votum für Laschet, dass sich die CDU "von der kleineren Schwester keinen Willen aufzwingen" lässt, betonte Korte.

Baerbock gibt erstes Interview als Kanzlerkandidatin

6.36 Uhr: Während gestern Abend im CDU-Präsidium noch heftig über den Kanzlerkanditat der Union diskutiert wurde, saß Annalena Baerbock bereits für ihr erstes Interview vor den Fernsehkameras. Ungewöhnlicherweise ließ sich die Kanzlerkandidatin der Grünen jedoch noch vor ARD und ZDF bei ProSieben interviewen. Wie sie sich im Duell mit Katrin Bauernfeind und Thilo Mischke schlug und welche spannenden Einblicke sie in den Machtkampf zwischen ihr und Robert Habeck gab, hat unser Kollege Tim Braune beobachtet. Lesen Sie hier: Kanzlerkandidatin – So lief Baerbocks Interview bei ProSieben

Zieht die CDU jetzt Basis mit?

6.16 Uhr: Der tagelange Machtkampf in der Union scheint nach der Entscheidung des CDU-Präsidiums pro Laschet entschieden. "Wir als CSU und auch ich respektieren jede Entscheidung", hatte Söder am Montag noch vor der Sitzung angekündigt. Doch heute Nachmittag treffen sich auch die Bundestagsabgeordneten von CDU und CSU. Ob die Unionsfraktion und die CDU-Basis die Entscheidung des Präsidiums mittragen, ist keineswegs sicher. Hier hatten sich vor einer Woche mehrheitlich Befürworter einer Kandidatur von Söder zu Wort gemeldet.

CDU-Päsidium spricht sich für Laschet als Kanzlerkandidaten aus

00.37 Uhr: Der CDU-Bundesvorstand hat sich klar für Parteichef Armin Laschet als Kanzlerkandidaten der Union ausgesprochen. In einer Abstimmung entschieden sich in der Nacht zum Dienstag 31 Vorstandsmitglieder für den CDU-Vorsitzenden und 9 für seinen Kontrahenten, CSU-Chef Markus Söder. Es gab 6 Enthaltungen, wie ein Parteisprecher nach mehr als sechsstündigen Beratungen des CDU-Führungsgremiums in Berlin mitteilte.

Abstimmung in die Kreisvorsitzendenkonferenz abgelehnt

00.24 Uhr: Nach einer kurzen Unterbrechung wurde die Sondersitzung wieder aufgenommen. Weiter ging es mit einer geheimen Abstimmung, ob es erst eine Kreisvorsitzendenkonferenz geben soll. Das wurde jedoch mit 29 zu 14 Stimmen angelehnt.

Kanzlerkandidat der Union – News vom Montag, 19. April: Teilnehmer der Sondersitzung streiten um Prozedere

23.40 Uhr: Jetzt wird in der CDU-Sondersitzung um das Prozedere gestritten - geheime Abstimmung oder nicht? Fakt ist: Für die Wahl des Kanzlerkandidaten gibt es bei der Union keinen vorgeschriebenen Ablauf. Das rächt sich jetzt.

Die nicht stimmberechtigten Mitglieder sind sauer, weil sie nicht mitstimmen dürfen. Es kursiert die Theorie, dass dies verhindert werden soll, weil unter ihnen viele gegen Laschet sind - was stimmt. Vielleicht liegt es aber auch schlicht und einfach daran, dass sie nicht stimmberechtigt sind.

Schäuble spricht sich für Abstimmung noch heute aus

23.25 Uhr: Die Sondersitzung des CDU-Parteivorstands neigt sich langsam dem Ende zu. Wolfgang Schäuble, der Präsident des Deutschen Bundestages, hat sich in seiner Rede für Laschet und eine Abstimmung noch heute ausgesprochen. Auch Fraktionschef Ralph Brinkhaus hat sich für eine schnelle Entscheidung ausgesprochen, will diese nicht in der Fraktion.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier wies darauf hin, dass eine Abstimmung des Bundesvorstands für Akzeptanzprobleme bei der Basis sorgen könnten. Das ist nicht das uneindeutige Votum für Laschet, was viele von ihm erwartet haben. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bis zum Ende zur Debatte geschwiegen.

Laschet will Kontakt zu Basis suchen

22.54 Uhr: CDU-Chef Armin Laschet will angesichts der Vorbehalte in Teilen der Partei gegen ihn als Kanzlerkandidaten auf die Basis zugehen. Im Bundesvorstand seiner Partei kündigte Laschet am Montagabend nach AFP-Informationen an, bald das Gespräch mit der Basis suchen zu wollen. Eine Entscheidung über die Kanzlerkandidatur wolle er aber weiterhin noch am Abend im Vorstand fällen lassen und nicht etwa von einer Kreisvorsitzendenkonferenz, hieß es aus Laschets Umfeld.

Viele Redner hoben in der CDU-Sondersitzung laut Teilnehmern hervor, dass sie selbst von Laschet überzeugt seien - dass in der Präferenz der Parteibasis aber Söder vorne liege. Dies könnte den Anstoß für Laschets Ankündigung gegeben haben, bald eine Kreisvorsitzendenkonferenz einzuberufen.

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer legt sich nicht fest

22.49 Uhr: Als einer der letzten Vertreter des Ostens (und seine gewichtigste Stimme) meldet sich Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer zu Wort, ohne sich festzulegen. Er nennt Laschet "anständig", spricht aber auch von einem Konflikt in den eigenen Reihen. Bei vielen Teilnehmern bleibt der Eindruck: Eigentlich ist er für Söder, will es aber lieber nicht so genau sagen.

Sondersitzung: Mehrere Teilnehmer wollen Entscheidung vertagen

22.36 Uhr: Mehrere Teilnehmer fordern, die Entscheidung zu vertagen und dafür eine Kreisvorsitzendenkonferenz einzuberufen, zuletzt Carsten Linnemann, der Chef des Mittelstandsflügels, der sich zugleich für Laschet aussprach.

21.33 Uhr: Angela Merkel ist zur digitalen Sondersitzung des CDU-Vorstands zugeschaltet worden. Laut Informationen unserer Redaktion hat sich die Kanzlerin noch nicht zu Wort gemeldet. Aktuell stehen fast 20 weitere Wortmeldungen auf der Liste, die Sitzung könnte noch dauern.

Kreise: Strobl spricht im Namen der Südwest-CDU für Laschet

21.24 Uhr: CDU-Chef Armin Laschet hat im Machtkampf um die Kanzlerkandidatur der Union Unterstützung vom baden-württembergischen CDU-Vorsitzenden Thomas Strobl bekommen. In der digitalen Sondersitzung des CDU-Vorstands zur K-Frage berichtete Strobl nach Angaben aus Teilnehmerkreisen am Montagabend von einem gemischten Bild in Baden-Württemberg. Es gebe Unternehmer, die für CSU-Chef Markus Söder seien. Und es gebe Menschen und Familienunternehmer, die ihn beknieten, Laschet zum Kanzlerkandidaten zu machen, sagte er.

Strobl betonte nach diesen Informationen weiter, der baden-württembergische CDU-Vorstand unterstütze Laschet. Der CDU-Chef solle Bundeskanzler werden. Laschet sei kein Spalter, sondern jemand, der Menschen zusammenführe und unterschiedliche politische Meinungen integriere.

Nach Äußerung von Haseloff - Brandenburg gegen Söder

20.29 Uhr: Nachdem sich Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff im Namen des Ostens gegen Laschet ausgesprochen hat, hält Jan Redmann, CDU-Fraktionschef aus Brandenburg dagegen, in seinem Landesverband gebe es kein klares Votum. Thüringens CDU-Chef Christian Hirte ist für Söder. Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich noch nicht geäußert.

Der Riss geht nicht nur durch die CDU, sondern sogar durch einzelne Landesverbände. Während sich der Thüringer CDU-Chef Christian Hirte für Söder ausspricht, stärkt sein Vorgänger Mike Mohring den Rücken: "Ich traue es Armin Laschet zu und wir brauchen eine klare Entscheidung." Er widerspricht dem Eindruck, der Vorstand vertrete eine andere Position als die Basis: "Wir sind alle Basis und haben auch Verantwortung."

Kreise: Laschet drängt auf Entscheidung des CDU-Vorstands noch am Montag

20.03 Uhr: CDU-Chef Armin Laschet hat sich im Machtkampf mit dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder um die Kanzlerkandidatur für eine Entscheidung noch in der laufenden Vorstandssitzung ausgesprochen. Nachdem der Berliner CDU-Chef Kai Wegner in den digitalen Beratungen des CDU-Vorstands am Montagabend nach Teilnehmerangaben dafür plädiert hatte, die Entscheidung zu verschieben und ein Votum der Bundestagsfraktion und der Kreisvorsitzenden herbeizuführen, betonte Laschet demnach: "Wir sollten heute entscheiden, wie wir es uns am Anfang vorgenommen haben."

Wirtschaftsminister Peter Altmaier hatte sich nach Informationen aus Teilnehmerkreisen in der Runde dafür ausgesprochen, in der K-Frage die Basis anzuhören.

Haseloff schießt in CDU-Sondersitzung gegen Laschet

19.39 Uhr: Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, hat in der womöglich entscheidenden Sitzung des CDU-Vorstands im Machtkampf um die Kanzlerkandidatur auf eine große Unterstützung der Parteibasis für CSU-Chef Markus Söder hingewiesen. Er nehme im Osten eine Präferenz für Söder wahr, sagte Haseloff am Montagabend nach Angaben aus Teilnehmerkreisen der Online-Beratungen. Er habe allerdings persönlich kein Votum für Söder abgegeben, hieß es weiter. Haseloff, in dessen Land am 6. Juni Landtagswahlen anstehen, habe auch auf Söders gute Umfragewerte hingewiesen.

Die rheinland-pfälzische CDU-Vorsitzende und stellvertretende Bundesparteichefin Julia Klöckner berichtete demnach von einem eindeutiges Meinungsbild für Söder bei einer Sitzung der Landespartei am Montagnachmittag. Dabei hätten sich die Mitglieder jedoch klar für Laschet als Parteichef ausgesprochen. Es habe sich nur um ein Stimmungsbild und kein Votum gehandelt.

Kreise: Günther für Entscheidung über Kanzlerkandidatur noch heute

19.30 Uhr: Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther hat im Machtkampf von CDU-Chef Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder eine Entscheidung über die Kanzlerkandidatur in der laufenden CDU-Vorstandssitzung gefordert. Die Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein habe am Montag klar hinter Laschet gestanden, sagte er am Montagabend nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in einer digitalen Sondersitzung des CDU-Vorstands. Nun werde eine Entscheidung gebraucht. Der Vorstand habe sich vor einer Woche aus guten Gründen für Laschet ausgesprochen. Das müsse gelten. Präsidiumsmitglied Norbert Röttgen sprach sich demnach gegen eine Entscheidung noch am Abend aus.

Die Vorgängerin von Laschet im CDU-Vorsitz, Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, stellte sich wie Günther hinter eine Kanzlerkandidatur des NRW-Ministerpräsidenten. Auch sie plädierte für eine schnelle Entscheidung. Die Mitglieder des Vorstands hätten Führungsverantwortung, sagte sei nach Angaben aus Teilnehmerkreisen. Europa schaue auf Deutschland - dafür würden eine starke Union und eine starke CDU gebraucht. Kramp-Karrenbauer kritisierte demnach Söder, weil er sich nicht an die Zusage gehalten habe, das Votum der CDU vom Montag vergangener Woche zu akzeptieren. Vieles in den letzten Tagen sei ruinös gewesen, wurde Kramp-Karrenbauer zitiert. Umfragen könnten sich drehen und seien nicht allein entscheidend.

Laschet erklärt erneut Bereitschaft zur Kanzlerkandidatur

18.44 Uhr: CDU-Chef Armin Laschet hat im Machtkampf mit dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder erneut seine Bereitschaft zur Kanzlerkandidatur betont. "Es geht um die besten Antworten auf die drängenden Zukunftsfragen. Und ich bin bereit, für uns die Kandidatur zu übernehmen", sagte Laschet am Montagabend nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin in einer digitalen Sondersitzung des CDU-Vorstands.

Laschet betonte demnach, er wolle jeden ermutigen, in der Runde offen seine Meinung zu sagen. Er wurde mit den Worten zitiert: "Nur wenn wir offen, ganz transparent sind, haben wir eine Chance, gestärkt in die nächsten Wochen und in den Wahlkampf zu gehen."

Sondersitzung des CDU-Vorstands zur K-Frage hat begonnen

18.10 Uhr: Die CDU-Spitze hat ihre womöglich entscheidenden Beratungen zum weiteren Vorgehen im Machtkampf zwischen Parteichef Armin Laschet und dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder um die Kanzlerkandidatur aufgenommen. Nach Informationen aus Teilnehmerkreisen begann die von Laschet einberufene digitale Sondersitzung des CDU-Vorstands am Montag gegen 18.00 Uhr.

Mittelstands- und Wirtschaftsunion: Viel Unterstützung für Laschet

18.02 Uhr: Im Bundesvorstand der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) gibt es nach Informationen unserer Redaktion viel Unterstützung für Armin Laschet. Unter anderem sprechen sich Friedrich Merz, die frühere Familienministerin Kristina Schröder und der MIT-Vorsitzende Carsten Linnemann für Laschet aus.

Union treibt Lösung der K-Frage voran

17.00 Uhr: Aktuell berät der Mittelstandsflügel der Union (MIT) über den Machtkampf in der Union. Sein Vorsitzender, Carsten Linnemann (CDU), ist Vizefraktionschef und Mitglied im Bundesvorstand. Dort hatte er sich vor einer Woche für Armin Laschet als Kanzlerkandidat ausgesprochen, obwohl er bei der Vorsitzendenwahl auf Seiten von Friedrich Merz gewesen war.

Auch der Vorstand der Bundestagsfraktion ist zusammengekommen. Dort wurde beschlossen, das Ergebnis der Bundesvorstandssitzung am Abend abzuwarten. Sollte es heute Abend zu keiner Lösung kommen, wird es eine Sondersitzung des geschäftsführenden Fraktionsvorstands morgen um 9 Uhr geben. Außerdem soll es dann für den Mittwoch eine "geordnete Diskussion" in der Fraktion geben.

CDU-Sondersitzung in Rheinland-Pfalz vorgezogen

15.49 Uhr: Die Online-Sondersitzung des rheinland-pfälzischen CDU-Landesvorstands ist auf den späten Montagnachmittag (17.00 Uhr) vorgezogen worden. Es geht dabei um ein Stimmungsbild im noch ungelösten Machtkampf um die Kanzlerkandidatur der Union zwischen dem CDU-Vorsitzenden Armin Laschet und dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder. Der Bundesvorstand tagt anschließend (18.00 Uhr).

Die Landesvorsitzende Julia Klöckner hatte die nicht-öffentliche Sitzung zunächst für Dienstag einberufen. Eingeladen seien auch Vertreter der 36 Kreisverbände, teilte ein CDU-Sprecher in Mainz mit.

Klöckner, die auch CDU-Bundesvize ist, hat Laschet ihre Unterstützung zugesagt. Der CDU-Landtagsfraktionsvorsitzende und Spitzenkandidat bei der Landtagswahl am 14. März, Christian Baldauf, hat sich bisher nicht eindeutig positioniert. Der Landesverband der Jungen Union favorisiert Söder.

CSU zahlt Söder aus Parteikasse Privatjet nach Berlin

15.11 Uhr: Die CSU zahlt aus ihrer Parteikasse den Privatjet, mit dem CSU-Chef Markus Söder am Sonntagabend zu Gesprächen mit CDU-Chef Armin Laschet nach Berlin flog. CSU-Generalsekretär Markus Blume sagte am Montag nach einer Präsidiumssitzung in München, "selbstverständlich" zahle die Partei den Flug des bayerischen Ministerpräsidenten. Es sei schließlich eine Parteiangelegenheit gewesen.

Dass ihm nun künftig häufiger ein Privatjet gechartert wird, kann Söder allerdings nicht erwarten. So etwas sei "die absolute Ausnahme, wenn andere Verkehrsmöglichkeiten nicht gegeben sind", sagte Blume. Söder selbst erklärte die Wahl des Privatjets mit den kurzfristig anberaumten neuen Gesprächen mit Laschet. "Wenn man schnell gerufen wird, muss man schnell entscheiden", sagte er.

In den sozialen Medien hatte die Verkehrsmittelwahl Söders für Debatten gesorgt. Manche Nutzer zweifelten deshalb Söders Glaubwürdigkeit in der Klimapolitik an.

Söder: Entscheidung zur K-Frage obliegt jetzt alleine der CDU

14.04 Uhr: Die Klärung des festgefahrenen Machtkampfs über die Kanzlerkandidatur der Union obliegt nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder jetzt alleine der CDU. "Wir als CSU und auch ich respektieren jede Entscheidung", sagte er am Montag nach einer kurzfristig einberufenen Sitzung des CSU-Präsidiums in München. Die Zeit für die Entscheidung sei da, wo und wie entschieden werde, entscheide die CDU alleine.

Laschet will Bundesvorstand Vorschlag in K-Frage machen

13.16 Uhr: Offiziell wollte Armin Laschet der Montagvormittag nominierten Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, gratulieren. "Ich kann ihr zusagen, dass die CDU Deutschlands sich auf einen fairen Wahlkampf freut", sagte Laschet am Mittag in einem Pressestatement. Der Aufruf des CDU-Chefs zu einem fairen und respektvollen Umgang im Wahlkampf konnte aber auch als Seitenhieb gegen seinen Kontrahenten Markus Söder verstanden werden.

Die Menschen, so Laschet, würden erwarten, dass sich Politiker in fairer Weise miteinander austauschen und um den besten Weg ringen. Gleichzeitig verwies der NRW-Ministpräsident auf polarisierte Wahlkämpfe in den USA und warnte vor den Folgen, die sich Deutschland ersparen solle.

Auch die Union werde ihren Kanzlerkandidaten bald bestimmen. Laschet kündigt an, um 18 Uhr dem Bundesvorstand einen Vorschlag zur Lösung der K-Frage zu machen. Auch Söder sei zu der Sitzung eingeladen.

Baerbock wird Kanzlerkandidatin der Grünen

11.20 Uhr: Während sich Laschet und Söder weiterhin um die Kandidatur in der Union zanken, schaffen die Grünen Fakten und verkünden Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin. Das teilte Ko-Parteichef Robert Habeck am Montag bei einem gemeinsamen Auftritt mit Baerbock in Berlin mit. "Wir haben eine klare Idee einer Kanzlerschaft für Deutschland", sagte die 40-Jährige. Lesen Sie dazu: Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin der Grünen nominiert

Söder will sich noch nicht entscheiden

10.25 Uhr: Im unionsinternen Machtkampf um die Kanzlerkandidatur ist für diesen Montag nicht mit einer Entscheidung von CSU-Chef Markus Söder zu rechnen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus dem Umfeld des bayerischen Ministerpräsidenten. Es wird demnach auch keinen Rückzug Söders in der Frage geben, wer für die Union als Kanzlerkandidat im September antritt.

CSU-Präsidium berät am Mittag über ungelöste K-Frage

10:00 Uhr: Im Machtkampf in der Union über die Kanzlerkandidatur will die CSU-Spitze am Montag kurzfristig über den Stand der Dinge und das weitere Vorgehen beraten. Um 13.00 Uhr werde es Beratungen des CSU-Präsidiums geben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Parteikreisen. Um 14.00 Uhr wollen CSU-Chef Markus Söder und Generalsekretär Markus Blume eine Pressekonferenz geben.

Baerbock oder Habeck? Grüne beantworten die K-Frage

8.32 Uhr: Während in der Union ein erbitterter Machtkampf um die Kanzlerkandidatur geführt wird, ist bei den Grünen das Gegenteil der Fall: Die beiden Parteivorsitzende einigen sich völlig geräuschlos, wer es machen soll. Am heutigen Montag wird das Ergebnis verkündet.

Der Parteivorstand wird einen der beiden Vorsitzenden für den Spitzenposten nominieren. Vorher wollten sich Baerbock und Habeck untereinander einigen. Die endgültige Entscheidung fällt dann auf dem Grünen-Parteitag vom 11. bis 13. Juni. Die Zustimmung gilt aber als sicher - egal wie die Nominierung ausfällt.

Anders als bei CDU und CSU hat es bei den Grünen keine größeren öffentliche Diskussionen über die Kandidatenkür geben, was sehr ungewöhnlich für die einst so streitlustige Partei ist. In Umfragen lag die 40-jährige Baerbock bei den Sympathiewerten bisher hinter dem 51-jährigen Habeck, hat in den vergangenen Monaten aber aufgeholt. Habeck hat als Agrarminister und Vize-Ministerpräsident schon Regierungserfahrung in Schleswig-Holstein gesammelt. Das hat Baerbock nicht, gilt dafür als inhaltlich stärker.

Treffen von Söder und Laschet bleibt ergebnislos

4.19 Uhr: Nach knapp dreieinhalb Stunden ist das Treffen von CDU-Chef Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder zur Klärung der Kanzlerkandidatenfrage in der Union ergebnislos zu Ende gegangen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am frühen Montagmorgen. Söder und Laschet hatten sich am späten Sonntagabend im Bundestagsgebäude in Berlin getroffen. Über das weitere Vorgehen in dem seit einer Woche andauernden Machtkampf war zunächst nichts zu erfahren.

Das gesamte Wochenende hatten Söder und Laschet in streng geheimen Beratungen um eine Lösung gerungen, eine Einigung gelang aber nicht. Über den Verlauf der Gespräche drangen zunächst keine Details an die Öffentlichkeit. Aus Unionskreisen war nur tagelang zu hören, Laschet und Söder seien in guten und konstruktiven Gesprächen miteinander

Kanzlerkandidat der Union – News vom Sonntag, 18. April: Junge Union mit deutlicher Mehrheit für Kanzlerkandidatur Söders

21.21 Uhr: Im unionsinternen Machtkampf um die Kanzlerkandidatur steht der Parteinachwuchs, die Junge Union (JU), mit großer Mehrheit hinter dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder. In einer Videokonferenz der Landesvorsitzenden am Sonntagabend sprachen sich nach JU-Angaben 14 Landesverbände mit deutlicher Mehrheit für Söder aus.

Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein als mittelgroße Verbände sowie Brandenburg hätten von einem "gemischten Stimmungsbild" berichtet. Die Junge Union Nordrhein-Westfalen, die mehr als ein Viertel aller JU-Mitglieder stellt, sprach sich für CDU-Chef Armin Laschet als Kanzlerkandidat aus. Die JU hat 18 Landesverbände.

Markus Söder wohl am Abend in Berlin gelandet

20.10 Uhr: Kurz vor dem Ende der selbst gesetzten Frist zur Klärung der Kanzlerkandidatenfrage in der Union ist CSU-Chef Markus Söder am Sonntagabend in Berlin eingetroffen. Der bayerische Ministerpräsident war nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur per Flugzeug von Nürnberg in die Bundeshauptstadt geflogen. Über den weiteren Ablauf des Abends und zum Stand der Dinge im unionsinternen Streit mit CDU-Chef Armin Laschet über die Kanzlerkandidatur war zunächst nichts zu erfahren.

Machtkampf in der Union um K-Frage

17.31 Uhr: Der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe in der Bundestagsfraktion von CDU/CSU, Uwe Schummer (CDU), hat sich im Machtkampf um die K-Frage klar für den CDU-Vorsitzenden Armin Laschet ausgesprochen. "Umfragen sind flüchtig wie Sand", sagte Schummer unserer Redaktion in Anspielung auf die hohe Popularität Söders: "Bei Armin Laschet zählt, dass er die Union zusammenführt, dabei verlässlich ist und in NRW gut regiert. Dies geht nur, weil er Wirtschaft und Beschäftigte in all ihrer Vielfalt im Blick hat. Nicht Egotrip, sondern Teamchef." Der Arbeitnehmergruppe gehören rund 80 Abgeordnete aus CDU und CSU an. Schummer kommt aus NRW, kandidiert aber nicht erneut für den Bundestag im Herbst.

Der Europa-Abgeordnete Dennis Radtke, der die Gründung einer CDU in Bayern ins Spiel gebracht hatte, bekommt nach eigenen Angaben dafür sogar Zustimmung aus der CSU. "Die Reaktionen sind 50 Prozent Zustimmung, 50 Prozent Ablehnung", sagte dieser Redaktion. Aber selbst CSU-Mitglieder hätten ihn kontaktiert, um zu sagen, dass sie mitmachen würden. Es sei an der Zeit, im Machtkampf "ein Stoppschild" aufzustellen", so Radtke: "Mein Problem ist nicht, dass Söder Anspruch auf die Kanzlerkandidatur erhebt, sondern wie er versucht, diesen durchzusetzen. Das ist toxisch."

Bundesfraktion könnte Dienstag über K-Frage entscheiden

16.20 Uhr: Sollten CDU-Chef Laschet und CSU-Chef Söder heute oder spätestens morgen nicht mehr klären, wer die Kanzlerkandidatur übernimmt, könnte es auf eine Entscheidung in der Bundestagsfraktion am Dienstag hinauslaufen. Als möglich gilt in der CDU aber auch eine Sondersitzung des CDU-Vorstands zur K-Frage am Montag. Dafür gab es bis zum Sonntagnachmittag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aber noch keine Einladung.

Niedersächsischer CDU-Landesvorstand berät über K-Frage

14.32 Uhr: Bernd Althusmann, niedersächsischer CDU-Vorsitzender, hat die Mitglieder seines Landesvorstands und die Bezirks- und Kreisvorsitzenden für Sonntagabend zu Online-Beratungen zusammengerufen, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Die Sondersitzung begründete er mit "der aktuellen Lage zur K-Frage". Dabei dürfte es um ein Stimmungsbild gehen, ob die Basis in der Frage der Kanzlerkandidatur zu Laschet oder zu Söder tendiert.

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Wohl keine Klärung der K-Frage mehr am Sonntag

13.11 Uhr: Eigentlich sollte noch bis Ende dieser Woche über die Kanzlerkandidatur der Union entschieden werden - doch daraus wird offenbar nichts. Am Sonntag werden sich Laschet und Söder "wohl nicht" in der K-Frage einigen, wie die "Bild" unter Berufung auf eigene Informationen berichtet. Die Fronten seien weiterhin verhärtet, heißt es in dem Bericht. Ein Kompromiss sei nicht in Sicht. Söder und Laschet befänden sich aber in Kontakt und im Gespräch.

Junge Union: Für den Abend Positionierung in K-Frage geplant

12.55 Uhr: Die Junge Union will sich am Sonntagabend zum Machtkampf um die Kanzlerkandidatur zwischen Laschet und Söder positionieren. Die Landesvorsitzenden der Jungen Union (JU) wollen sich Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland zufolge um 20.00 Uhr in einer Videokonferenz treffen.

"Wenn sie uns zwingen, sind wir im Zweifel bereit, als gemeinsame Jugendorganisation von CDU und CSU Verantwortung zu übernehmen und uns zu positionieren", hatte JU-Chef Tilman Kuban in der "Bild" angekündigt.

Hamburger CDU-Chef fordert Entscheidung bis Montag

12.40 Uhr: Christoph Ploß, Chef des Hamburger CDU-Landesverbands, fordert von Söder und Laschet eine rasche Einigung in der Frage um die Kanzlerkandidatur der Union. "Ich erwarte von den Parteivorsitzenden, dass sie bis morgen eine gemeinsame Lösung präsentieren", sagte Ploß der "Rheinischen Post" vom Sonntag. Sofern es nicht zur Einigung käme, könne nur die Bundestagsfraktion "als einziges gemeinsames Gremium von CDU und CSU" darüber entscheiden.

Sollte es Dienstag in der Fraktion noch keine Einigung geben, werde die Hamburger CDU vorangehen und sich bei der Frage der Kandidatur positionieren, erklärte Ploß gegenüber der Zeitung.

News vom Samstag, 17. April: Linnemann warnt vor Kampfabstimmung über Kanzlerkandidatur

22.00 Uhr: Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Carsten Linnemann, hat die Union eindringlich vor einer Kampfabstimmung über die Kanzlerkandidatur gewarnt. "Was wir jetzt brauchen ist eine gemeinsame Lösung und keine Kampfabstimmung in der Fraktion", sagte Linnemann dieser Redaktion. "Ansonsten drohen Gräben aufgerissen zu werden, die sich nur schwer wieder zuschütten lassen." Die Bundestagsfraktion trifft sich am Dienstag zu ihrer nächsten Sitzung.


Die Parteivorsitzenden von CDU und CSU, Armin Laschet und Markus Söder, hätten der Union "das Wort gegeben, dass sie es am Wochenende klären wollen", erinnerte der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU/CSU. "Also spätestens an diesem Sonntag."

CDU-Politiker droht Söder mit Konkurrenz in Bayern

21.03 Uhr: Im Machtkampf um die Unions-Kanzlerkandidatur mahnt der nordrhein-westfälische CDU-Politiker Dennis Radtke CSU-Chef Markus Söder, endlich einzulenken und CDU-Chef Armin Laschet den Vortritt zu lassen - andernfalls könnte die CDU einen Landesverband im CSU-Stammland Bayern gründen. "Wenn Söder die Kanzlerkandidatur erzwingen will, wenn er die CDU zerstören will, dann darf die Gründung der CDU in Bayern kein Tabu mehr sein", sagte Radtke dem ZDF-Hauptstadtstudio am Samstag. Der 41-jährige Europaparlamentarier aus Bochum ist stellvertretender Bundesvorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) und Mitglied im nordrhein-westfälischen CDU-Landesvorstand, dem auch Laschet angehört.

Seit Jahrzehnten gilt eigentlich, dass CDU und CSU nicht in Konkurrenz zueinander treten wollen. Die CSU nimmt daher nicht an Wahlen außerhalb Bayerns teil, die CDU ist nicht in Bayern aktiv.

Selbst gesetzte Frist läuft am Sonntag ab

19.37 Uhr: Unter strikter Geheimhaltung haben der CDU-Vorsitzende Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder weiter um eine Einigung im festgefahrenen Machtkampf um die Kanzlerkandidatur gerungen. Aus Unionskreisen hieß es am Samstag lediglich, beide seien in guten und konstruktiven Gesprächen. An diesem Sonntag läuft die von den Rivalen selbst gesetzte Frist für eine Einigung ab. Offenbar war bislang keiner von ihnen zum Rückzug bereit.

Bericht – Anhänger von Söder wollen Abstimmung erzwingen

17.43 Uhr: Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet, wollen Söder-Unterstützer in der Unionsfraktion bis Montag Unterschriften sammeln, um eine Abstimmung am Dienstag zu erzwingen. Der Hauptinitiator und baden-württembergische Abgeordnete Christian von Stetten wolle dann seine bereits veröffentlichte Unterstützer-Liste von 70 CDU-Abgeordneten mit Unterschriften weiterer CDU-Parlamentarier zusammenführen.

Der rheinland-pfälzische CDU-Vize Christian Baldauf forderte eine Konferenz der Kreisvorsitzenden – "für den Fall, dass die K-Frage nicht umgehend einvernehmlich gelöst werde". In einer Erklärung des Bezirksverbands Rheinhessen-Pfalz, dessen Vorsitzender er ist, heißt es weiter, es sei wichtig, in der Fläche ein breites Meinungsbild zu erheben und die Botschaft der Basis zu hören. Letztlich führten die Parteimitglieder den Wahlkampf. Die Kreisvorsitzenden seien in der CDU Deutschland die wichtigsten Vertreter der Basis. Es sei kein Problem, eine solche Konferenz auch sehr kurzfristig einzuberufen.

Kramp-Karrenbauer wirft CSU mangelnden Respekt vor

14.23 Uhr: Die Verteidigungsministerin und frühere CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat der Schwesterpartei CSU schwere Vorwürfe im Streit um die Kanzlerkandidatur gemacht. Wenn man die Legitimität von Parteigremien in Frage stelle und sie als "Hinterzimmer" bezeichne, dann schade das "dem gegenseitigen Respekt, der Zusammenarbeit in der Union", sagte sie am Samstag bei den Königsbronner Gesprächen der Konrad-Adenauer-Stiftung. "Und im Übrigen schadet es auch den repräsentativen Strukturen, die wir in der Bundesrepublik haben."

CSU-Chef Markus Söder pocht im Ringen mit CDU-Chef Armin Laschet um die Kanzlerkandidatur darauf, dass die Unterstützung der CDU-Spitzengremien für Laschet nicht ausreichend sei. Es sei "klug, wenn man nicht nur in einem kleinen Hinterzimmer entscheidet", hatte er dazu gesagt. Er beruft sich auf die Stimmungslage an der CDU-Basis und in der Bundestagsfraktion. Auch der Chef der CSU-Abgeordneten im Bundestag, Alexander Dobrindt, hatte davor gewarnt, den Kanzlerkandidaten "im Hinterzimmer oder am Frühstückstisch" zu bestimmen und eine Beteiligung der Bundestagsfraktion gefordert.

Haseloff für schnelle Entscheidung in K-Frage

13.29 Uhr: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat eine schnelle Entscheidung in der Frage der Kanzlerkandidatur gefordert. "Die Diskussionen laufen ja und ich hoffe, dass sie so schnell wie möglich zum Abschluss kommen", sagte er am Samstag am Rande seines Besuchs eines Impfzentrums in Wittenberg vor Journalisten.

Haseloff wollte sich nicht zu Namen äußern. "Es ist alles gesagt", sagte er. Haseloff hatte sich in einem Gespräch mit dem Magazin "Spiegel" im Machtkampf zwischen CDU-Chef Armin Laschet und dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder dafür ausgesprochen, den Kanzlerkandidaten der Union entlang der Popularitätswerte zu bestimmen.

Merz ruft zu schneller Klärung der K-Frage auf

11.31 Uhr: Im Streit um die Kanzlerkandidatur in der CDU hat der frühere Unions-Fraktionchef Friedrich Merz die beiden Bewerber zu einer schnellen Klärung aufgerufen. "Einigt Euch, Markus Söder und Armin Laschet. Dieses Land braucht Perspektive. Dieses Land braucht Führung. Und die CDU und die CSU werden gebraucht als politisch führende Kraft dieses Landes", sagte der 65-Jährige am Samstag in Arnsberg in seiner Bewerbungsrede um die CDU-Direktkandidatur im Hochsauerlandkreis vor Delegierten.

In seiner Rede kritisierte Merz den Zustand seiner Partei. "Die CDU hat ihren Kompass verloren, unsere Wählerinnen und Wähler wissen nicht mehr, wofür wir eigentlich stehen", sagte er. Er rief dazu auf: "Wir müssen wieder den Mut haben, eine stinknormale bürgerliche Politik zu machen, statt dem flüchtigen Zeitgeist atemlos hinterherzulaufen. Wir sind nicht die besseren Grünen und auch nicht die etwas weniger radikale AfD."

Kretschmer drängt auf schnelle Entscheidung in der K-Frage

11.00 Uhr: Sachsens Ministerpräsident und CDU-Landeschef Michael Kretschmer hat auf eine rasche Entscheidung in der Frage des Kanzlerkandidaten der Union gedrängt. Die Entscheidung müsse jetzt zügig getroffen werden, "in Stunden", sagte er am Samstag auf einem Parteitag der sächsischen CDU in Dresden.

Solange man sie nicht treffe, werde über nichts anderes gesprochen. Diese Personalie sei wichtig für die Zukunft Europas, deshalb sei es wichtig, sie richtig auszusuchen. Allerdings gab Kretschmer keine Präferenz für einen der beiden Kandidaten ab – weder für seinen bayerischen Amtskollegen Markus Söder (CSU) noch für CDU-Bundeschef Armin Laschet.

Parteikreise: Laschet und Söder sprechen am Samstag weiter miteinander

10.54 Uhr: Der Streit der Unionsparteien um die Kanzlerkandidatur dauert an. CDU-Chef Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder sprächen auch am Samstag weiter miteinander, verlautete am Morgen aus Parteikreisen. Die Gespräche würden "sehr vertraulich" geführt. Ziel sei weiterhin eine Einigung an diesem Wochenende.

Laschet und Söder streben beide die Kanzlerkandidatur der Union an. Am vergangenen Sonntag machten sie ihre Ambitionen öffentlich, seither ist ein regelrechter Machtkampf in der Union entbrannt. Die beiden Parteichefs hatten am Dienstag nach einem Schlagabtausch in der Bundestagsfraktion angekündigt, bis Ende der Woche eine Entscheidung herbeizuführen. Dabei stehen sie unter wachsendem Druck aus der Fraktion. Dort gibt es Bestrebungen, die Frage der Kanzlerkandidatur von den CDU/CSU-Bundestagsabgeordneten klären zu lassen, falls Laschet und Söder keine einvernehmliche Lösung finden.

Politiker befürchten gelähmte Corona-Politik durch Machtkampf in der Union

9.30 Uhr: SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil (SPD) befürchtet, dass der Machtkampf innerhalb der Union die Corona-Bekämpfung der Regierung lähmen könnte. "Ich habe große Sorgen, dass sich CDU und CSU in einer Phase, in der die Menschen eine handlungsfähige Bundesregierung, auch eine politische Orientierung brauchen, zum Totalausfall entwickeln", sagte er der "Passauer Neuen Presse".

"Wir tragen in der Regierung hohe Verantwortung für die Corona-Bekämpfung", betonte der SPD-Politiker. Durch den Streit um die Kanzlerkandidatur zwischen CDU-Chef Armin Laschet und dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder sei die Union jedoch "gelähmt". "Nach den Bundestagswahlen sollte sich die Union eine Auszeit auf der Oppositionsbank gönnen", empfahl Klingbeil.

Auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sieht im Streit um die Kanzlerkandidatur einen Grund für Versäumnisse bei der Corona-Bekämpfung. "Es gab Stufenpläne von Ländern, die man hätte übereinander legen können, dann hätten wir auch einen MPK-Beschluss herbeiführen können", sagte Ramelow der "Rheinischen Post". Die Entscheidung, darauf zu verzichten, deute er als "Schwäche der Union."

Junge Union offenbar mehrheitlich für Markus Söder

8.00 Uhr: Nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) will die Junge Union am Montag in einer digitalen Sitzung ein Votum herbeiführen, wenn sich Laschet und Söder nicht am Wochenende einigen. 12 der 18 JU-Landesverbände der Nachwuchsorganisation wollten bereits am Freitag eine Erklärung zugunsten von Söder veröffentlichen, wurden aber von Verbandschef Tilman Kuban davon abgehalten.

Der sicherte ihnen dafür eine gemeinsame Positionierung zu. Es gab laut RND allerdings auch kritische Stimmen zu Söder in der Parteijugend. Sie kommen vor allem aus Laschets Heimatverband Nordrhein-Westfalen.

Europa-Vorsitzender warnt vor Schaden für die gesamte Union

4.55 Uhr: Der Vorsitzende der CDU/CSU-Gruppe im Europaparlament, Daniel Caspary, hat eine schnelle Klärung der Kanzlerkandidatur gefordert. "Die Entscheidung muss spätestens am Wochenende gefallen sein", sagte der CDU-Politiker dieser Redaktion: "Der derzeitige Streit schadet der Union enorm." Caspary, der Mitglied im Bundespräsidium der CDU ist, wies den Eindruck zurück, hier stünde die Parteispitze gegen die Basis: "Armin Laschet ist von Delegierten zum Bundesvorsitzenden gewählt worden, die ihrerseits von der Basis nominiert wurden. Gleiches gilt für die Mitglieder des Bundesvorstands und des Bundespräsidiums, die alle gewählt sind, um Verantwortung zu übernehmen."

Die Nominierung des Kanzlerkandidaten sei eine gemeinsame Aufgabe der Parteien. "Markus Söder hat das Angebot gemacht, dass er für eine Kanzlerkandidatur zur Verfügung steht, wenn die CDU das will", sagte Caspary. Dazu hat es am Montag in den Führungsgremien ein eindeutiges Stimmungsbild gegeben. Ich wünsche mir, dass Armin Laschet und Markus Söder im Licht dieser Ereignisse jetzt schnell eine Einigung finden."

Caspary zeigte sich überzeugt, dass sich die Mehrheit der Mitglieder hinter jedem der beiden Rivalen im Falle seiner Nominierung versammeln würden: "Und ich spüre in den letzten beiden Tagen im Gespräch mit vielen Mitgliedern, dass sie dem Umstand zunehmend mehr Gewicht beimessen, dass so viele führende Persönlichkeiten wie beispielsweise Wolfgang Schäuble und Friedrich Merz und andere, die beim Bundesparteitag für einen anderen Bewerber waren, nun so nachdrücklich für Armin Laschet werben."

News vom Freitag, 16. April: Unterschriftenaktion unter Unionsabgeordneten als Plan B in K-Frage

18.19 Uhr: Im Machtkampf zwischen dem CDU-Vorsitzenden Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder sammeln Bundestagsabgeordnete der Union Unterschriften, um die Frage der Kanzlerkandidatur notfalls in der Fraktion zu klären. Der baden-württembergische CDU-Abgeordnete Gunther Krichbaum, der eine Liste solcher Abgeordneter organisiert, sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Freitag, eine solche Abstimmung sei "nur der Plan B, falls die beiden Vorsitzenden keine Entscheidung finden könnten".

Zuvor hatten mehrere Medien, darunter das Redaktionsnetzwerk Deutschland, die "Welt" und der "Spiegel" über solche Unterschriftenaktionen berichtet. Zur Anzahl jener Abgeordneten, die sich auf seine Liste für eine mögliche Abstimmung in der Fraktion eingetragen haben, wollte sich Krichbaum wegen des laufenden Verfahrens nicht äußern.

Schäuble will Laschet als Kanzlerkandidaten und kritisiert Söder

18.06 Uhr: Bundestagspräsident und CDU-Präsidiumsmitglied Wolfgang Schäuble ist gegen eine Kanzlerkandidatur von CSU-Chef Markus Söder. "Ich bin für Herrn Laschet", sagte Schäuble im SWR. Für die Entscheidung, wer Kanzlerkandidat der Union werde, könnten nicht Meinungsumfragen ausschlaggebend sein. Schäuble warnte davor, die CDU weiter zu schwächen. Die Union könne "ohne eine starke vitale CDU schlecht Wahlen gewinnen", sagte er. Die Volkspartei Union bedürfe der Einigkeit von CDU und CSU.

Schäuble attackierte zugleich auch Söder für dessen Kritik am Votum der CDU-Spitzengremien für Laschet, dies sei "nicht zu ertragen". Söder hatte am Montag nach der Empfehlung von CDU-Präsidium und Vorstand gesagt, das spiegele nicht die ganze Breite der Partei wider und sei letztlich ein Beschluss in Hinterzimmern.

Eine Abstimmung in der Unionsfraktion lehnte Schäuble erneut ab. Es sei nicht ihre Sache, darüber zu bestimmen, wer nach der Wahl Kanzler werden könnte. In der Fraktion laufen derzeit Bestrebungen, nächste Woche über die K-Frage zu entscheiden, sollten sich die Kontrahenten bis dahin nicht geeinigt haben.

Ministerpräsident Hans betont Bedeutung von Umfragen

17.00 Uhr: Im Unions-Machtkampf um die Kanzlerkandidatur hat der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) die Bedeutung von Umfragen für die Entscheidungsfindung herausgestellt. "Es ist völlig klar, dass die Frage, mit welcher Person man die besseren Chancen bei den Wahlen hat, eine zentrale Rolle spielen muss", sagte Hans der "Welt" (Samstag). Umfrage-Ergebnisse alleine sollten nicht im Vordergrund stehen. "Aber sie geben schon einen wichtigen Hinweis darauf, wie man sich im Wahlkampf aufzustellen hat", sagte Hans.

Die CDU-Führung hatte sich am Montag hinter Laschet gestellt, die CSU-Spitze hinter Söder - beide jeweils ohne förmlichen Beschluss.

Hans sagte dazu der "Welt": "Ich habe den Beschluss des Parteipräsidiums nie so verstanden, dass es nur Armin Laschet werden kann. Wir haben festgestellt, dass es zwei geeignete Kandidaten gibt. Der Auftrag war, dass Armin Laschet die Frage Kanzlerkandidatur mit Markus Söder klärt." Dass sich ein Parteipräsidium hinter seinen Vorsitzenden stelle, sei doch verständlich, sagte der CDU-Politiker.

Söder liegt im "Deutschlandtrend" deutlich vor Laschet

7.08 Uhr: Wenn es nach den Wählerinnen und Wählern der Union geht, zeichnet sich bei der K-Frage ein deutlicher Vorsprung für CSU-Chef Markus Söder ab. Im aktuellen ARD-"Deutschlandtrend" sprachen sich 72 Prozent der befragten Anhängerinnen und Anhänger der Union für Söder aus - lediglich 15 Prozent sehen in Armin Laschet den besseren Kandidaten.

Auch in der Gesamtbevölkerung liegt Söder vor Laschet - wenn auch nicht so deutlich. 44 Prozent der Bundesbürger halten den bayerischen Ministerpräsidenten laut "Deutschlandtrend" für den besseren Kandidaten - nur 15 Prozent halten den CDU-Chef Laschet für geeigneter.

News vom Donnerstag, 15. April: Bouffier stellt sich hinter Laschet - "CDU hat erstes Zugriffsrecht"

22.25 Uhr: In der Hochphase des Machtkampfes um die Unions-Kanzlerkandidatur zwischen CDU-Chef Armin Laschet und dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder hat sich Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) klar hinter Laschet gestellt. "Es ist doch völlig klar, dass die große CDU - das hat Markus auch immer gesagt - das erste Zugriffsrecht hat", sagte er in einem am Donnerstag gesendeten Interview des Hessischen Rundfunks. "Und genau das haben wir gemacht." Söder habe selbst erklärt, die CDU müsse entscheiden, wie sie das für richtig halte. "Das haben wir getan", sagte Bouffier.

"Wir haben keinen Beschluss gefasst, sondern wir haben ein Meinungsbild herbeigeführt", betonte der Ministerpräsident. "Wir haben bewusst keinen Beschluss gefasst, weil wir auch nicht der CSU gegenüber treten wollten mit einem fertigen Ergebnis, sondern wir haben unsere Meinung gesagt, so wie er es haben wollte, und daraus muss man jetzt eine gemeinsame Entscheidung machen."

Günther drängt Söder zum Verzicht auf Kanzlerkandidatur

18.36 Uhr: Im Machtkampf um die Unions-Kanzlerkandidatur hat Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) seinen bayerischen Amtskollegen Markus Söder (CSU) zum Rückzug aufgefordert. "Präsidium und Bundesvorstand der CDU mit allen Landesverbänden und Vereinigungen haben sich am vergangenen Montag eindeutig für Armin Laschet ausgesprochen", sagte Günther dem "Spiegel".

Söder habe zuvor klargestellt, dass er in diesem Fall ohne Groll die Kandidatur des CDU-Vorsitzenden unterstütze. "Ich habe keinen Zweifel daran, dass das Wort eines CSU-Vorsitzenden und bayerischen Ministerpräsidenten gilt. Langsam wird es aber Zeit, diese klare Zusage auch einzulösen."

Günther drängte Laschet und Söder zu einer schnellen Klärung des Streits um die Spitzenkandidatur. "Darüber muss es bis zum Ende der Woche ein abschließendes Gespräch zwischen den beiden Parteivorsitzenden geben", sagte der schleswig-holsteinische CDU-Chef.

Kandidatenfrage soll bis zum Wochenende geklärt sein

16.20 Uhr: Die Entscheidung im Machtkampf zwischen CDU-Chef Armin Laschet und dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder rückt näher - wer von beiden die Kanzlerkandidatur übernimmt, war am Donnerstag aber nach wie vor unklar. Die beiden Parteichefs seien in intensiven Gesprächen, verlautete aus Parteikreisen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Sie hatten sich selbst das Ziel gesetzt, die Kandidatenfrage bis zum Wochenende zu klären. Der genaue Zeitpunkt der Entscheidung war aber ebenso offen wie das Verfahren.

Die Schwesterparteien empfinden die ungeklärte Machtfrage zunehmend als Belastung, es wurden weitere Forderungen nach einer raschen Klärung laut. "Armin Laschet und Markus Söder müssen endlich ihre Verantwortung für die Union begreifen", sagte der Chef der Jungen Union, Tilman Kuban, der "Bild"-Zeitung. "Wenn die Selbstzerfleischung so weitergeht wie die letzten Tage, sorgen sie gemeinsam dafür, dass in Zukunft von CDU und CSU nicht mehr viel übrig ist." Der Vorsitzende der Nachwuchsorganisation schlug ein Verfahren vor: Die Kontrahenten müssten "mit beiden Führungsspitzen der Parteien in ein Konklave gehen und erst wieder rauskommen, wenn sie sich geeinigt haben", sagte Kuban.

Haseloff spricht sich für Kandidatenwahl nach Popularität aus

12.48 Uhr: Im Machtkampf zwischen CDU-Chef Armin Laschet und dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) eine Entscheidung auf Grundlage der Popularitätswerte gefordert. "Leider geht es jetzt nur um die harte Machtfrage: Mit wem haben wir die besten Chancen?", sagte Haseloff dem "Spiegel" laut Vorabmeldung vom Freitag. "Es hilft nichts, wenn jemand nach allgemeiner Überzeugung absolut kanzlerfähig ist, aber dieses Amt nicht erreicht, weil die Wählerinnen und Wähler ihn nicht lassen."

In den Umfragen liegt CSU-Chef Söder derzeit weit vor Laschet – sowohl unter Unionsanhängern als auch unter den Befragten insgesamt. Söder selbst wirbt mit dem Argument seiner starken Umfragewerte für seine Benennung als Kanzlerkandidat von CDU und CSU. Laschets Argument hingegen lautet, Umfragen seien kurzlebig - die Kandidatenfrage müsse auch anhand anderer Kriterien entschieden werden.

Ex-Verkehrsminister Ramsauer nennt K-Frage quälend

7.37 Uhr: Der frühere Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat den Machtkampf um die Kanzlerkandidatur der Union als quälend bezeichnet. "Es quält uns alle, das Prozedere. Und das Prozedere quält natürlich auch die beiden Hauptdarsteller, Armin Laschet und Markus Söder", sagte Ramsauer am Donnerstag im Deutschlandfunk. "Jetzt sind wir natürlich in einem ungeheuren Zeitdruck."

Den Auftritt von CDU-Chef Laschet und CSU-Chef Söder vor der Unionsfraktion am Dienstag bezeichnete der CSU-Politiker als "offene Feldschlacht". Er habe "es schon für einen Fehler des Fraktionsvorsitzenden (Ralph Brinkhaus) gehalten, dass er hier eine Arena eröffnet, wo er zwei Gladiatoren hineinführt und dann Blut fließen lässt". Zur Rolle der Bundeskanzlerin meinte der CSU-Politiker: "Manchmal hat man sogar den Eindruck, als ob Angela Merkel gerade darauf warten würde, noch einmal gerufen zu werden in dieser ganzen Auseinandersetzung."

News vom Mittwoch, 14. April: Lambrecht: Machtkampf in der Union "erschwert das Arbeiten in der Koalition"

22.00 Uhr: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hat den Machtkampf um die Kanzlerkandidatur der Union als Belastung für die Regierungskoalition kritisiert. "Es erschwert das Arbeiten in der Koalition, wenn ganz viele Kräfte in einem Machtkampf gebunden werden", sagte die SPD-Politikerin dieser Redaktion. "Ich kann die Union nur dazu aufrufen, nicht aus dem Blick zu verlieren, was wirklich wichtig ist."

Lambrecht zeigte sich "sehr verwundert", dass sich die Union "in einer akuten Phase der Pandemie mitten in der dritten Welle eine solche Selbstbeschäftigung leistet". Gerade jetzt müssten alle Anstrengungen drauf verwendet werden, die Bürgerinnen und Bürger zu schützen, forderte die Ministerin. "Alle, die Verantwortung tragen, sollten sich dieser Verantwortung stellen."

Ziemiak: "Laschet ist der richtige Kanzler"

21.15 Uhr: Im Ringen um die Kanzlerkandidatur der Unionsparteien hat sich CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak klar hinter CDU-Chef Armin Laschet gestellt. "Armin Laschet ist der richtige Kandidat, um zu einen und zusammenzuführen. Er hat einen klaren Kompass, ein verlässliches Wertefundament und steht für die ganze Breite der Union. Er ist der richtige Kanzler für unser Land", sagte Ziemiak am Mittwoch "Focus Online".

Klar sei, dass sich die von den Repräsentanten der Basis gewählten Verantwortlichen im Präsidium und im Bundesvorstand der CDU geschlossen für Armin Laschet ausgesprochen hätten. Er habe selten so viel Einmütigkeit erlebt wie in diesen Sitzungen.

"Macht mich fassungslos" – Reul teilt gegen Söder aus

20.12 Uhr: Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) hat den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) scharf kritisiert. "Es macht mich fassungslos, dass man am Sonntag etwas erklärt, von dem man am Montag nichts mehr wissen will", sagte Reul dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstag). Söder hatte gesagt, er würde nur dann als Kanzlerkandidat der Union zur Verfügung stehen, wenn auch die CDU ihn breit unterstütze.

"Die Union hat sich immer dadurch ausgezeichnet, dass sie ihren Grundüberzeugungen gefolgt ist und nicht schwankenden Stimmungslagen", sagte Reul. "Hätten wir nur auf Meinungsumfragen gehört, hätten wir auch manch unangenehme Entscheidung in der Pandemie nicht treffen können." Der NRW-Ministerpräsident und CDU-Vorsitzende Armin Laschet (CDU) und CSU-Chef Söder wollen beide gern Kanzlerkandidat der Union werden. Söder beruft sich dabei auf seine besseren Umfragewerte.

Söder nennt Ausgang des Machtkampfs "völlig offen"

19.30 Uhr: Der CSU-Chef hat den Ausgang des Machtkampfs um die Kanzlerkandidatur in einer CSU-Fraktionssitzung im Landtag in München als "völlig offen" bezeichnet. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur übereinstimmend von mehreren Teilnehmern der Sitzung am Mittwoch. Am Ende müsse man überlegen, was das beste sei.

Man werde zu einem guten Ergebnis kommen, sagte Söder demnach. Bei so einer wichtigen Frage dürfe man sich allerdings auch ein paar Tage Zeit nehmen. Söder fügte hinzu, keiner dürfe beschädigt werden. Seinen Kontrahenten, CDU-Chef Armin Laschet, bezeichnete er dabei als hoch veritablen Ministerpräsidenten, den er sehr schätze.

Ex-CDU-Mandatsträger werben für Laschet

18.08 Uhr: Der frühere Bonner CDU-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Kanzlerbüroleiter Helmut Kohls, Stephan Eisel, sammelt in einer sogenannten "Union für Laschet" Unterstützer für eine Kanzlerkandidatur des CDU-Vorsitzenden.

Er wolle verdeutlichen, "dass die einhellige Unterstützung für Armin Laschet in Präsidium und Vorstand der CDU keine Hinterzimmeraktion ist, sondern die Meinung großer Teile der Mitgliederschaft widerspiegelt", sagte Eisel dem Bonner "General-Anzeiger".

Ihn habe geärgert, dass CSU-Chef Markus Söder den falschen Eindruck erwecken wolle, Laschet habe keine Unterstützung an der Basis der Union. "Es gibt an der Basis der CDU viel Unmut über die taktischen Spielchen aus München", sagte Eisel.

Söder will sich zu Machtkampf nicht äußern

17.22 Uhr: CSU-Chef Söder wollte sich am Mittwoch nicht zum möglichen Ausgang des Machtkampfs äußern. Am Rande einer CSU-Fraktionssitzung im Landtag in München sagte er lediglich: "Am Ende wird alles gut werden." Spekulationen jeder Art lehnte Söder ab - alles weitere stehe "in den Sternen".

Eine Mehrheit der Bundesbürger sieht die Bewerbung Söders um die Kanzlerkandidatur der Union positiv. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen" nannten es 58 Prozent der Befragten richtig, dass er seine Bereitschaft dazu erklärt habe. 30 Prozent gaben an, dass sie Söders Griff nach dem Spitzenposten der Union für die Bundestagswahl am 26. September für falsch halten. 12 Prozent zeigten sich unentschieden. Besonders groß ist die Rückendeckung für Söder den Angaben zufolge im Unionslager, wo 86 Prozent seinen Schritt begrüßten.

CDU-Bundestagsabgeordneter legt Laschet Rückzug nahe

15.26 Uhr: Der CDU-Bundestagsabgeordnete Alexander Throm hat Parteichef Armin Laschet den Rückzug aus dem Rennen um die Kanzlerkandidatur nahegelegt. Der Heilbronner Christdemokrat verwies in der "Augsburger Allgemeinen" auf die deutliche Unterstützung, die am Dienstag in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für CSU-Chef Markus Söder deutlich geworden sei. "Ich hoffe, dass Armin Laschet dieses eindeutige Stimmungsbild auf sich wirken lässt und daraus die richtigen Schlüsse zieht", sagte Throm.

Seehofer dringt auf Ende des Streits um die K-Frage

13.35 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) dringt auf ein schnelles Ende des Streits in der Union um die Kanzlerkandidatur. "Ich leide unter dieser sehr schwierigen Situation für CDU und CSU", sagte Seehofer der "Augsburger Allgemeinen".

Er hoffe laut dem Bericht "inständig", dass Laschet und Söder eine "konsensorientierte Lösung" finden. Er habe dies beiden gesagt. Seehofer halte eine Einigung "immer noch für möglich", sagte Seehofer. "Ich kann aber nicht sagen, wie sie das bewerkstelligen könnten", so Seehofer weiter. Das müssten Laschet und Söder untereinander klären.

"Einen Konsens können nur die beiden herbeiführen", sagte Seehofer - und wollte damit keine Empfehlung für einen Kanzlerkandidaten abgeben.

Das Team hinter Markus Söder

13.25 Uhr: Machtpolitiker in München und Berlin, Familienmensch in Nürnberg. Hinter dem Solokünstler Markus Söder steckt ein starkes Team. Doch wer sind diese Menschen eigentlich? Lesen Sie dazu: Markus Söder: Diese Menschen dürfen ihm die Meinung sagen

News vom Dienstag, 13 April: Keine Entscheidung in Unionsfraktion zu Machtkampf zwischen Laschet und Söder

21.18 Uhr: Der mit Spannung erwartete Auftritt von CDU-Chef Armin Laschet und des CSU-Vorsitzenden Markus Söder in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat keine Entscheidung im Machtkampf um die Kanzlerkandidatur gebracht. Laschet und Söder warben am Dienstag vor den Abgeordneten um Unterstützung und nutzten ihre Auftritte zudem dafür, auf angebliche Schwächen des jeweils anderen zu verweisen, wie die Nachrichtenagentur AFP von Teilnehmern erfuhr. Die von Söder erhoffte klare Positionierung der Fraktion zu seinen Gunsten blieb demnach aus.

Söder resümierte zum Abschluss der fast vierstündigen Diskussionen laut Teilnehmern: "Wir sollten die Debatte auf uns wirken lassen und dann überlegen, wie es weitergeht." Er verzichtete darauf, ein Votum der Fraktion über sich und Laschet zu erzwingen. Laschet war nach Angaben aus seinem Umfeld zufrieden mit der Unterstützung, die in den Wortmeldungen für ihn erkennbar geworden sei.

Rund 60 Abgeordnete meldeten sich nach AFP-Informationen in der Aussprache zu Wort. Bereitschaft zum Einlenken im Machtkampf um die Kanzlerkandidatur zeigten demnach weder Söder noch Laschet.

Machtkampf zwischen Laschet und Söder eskaliert

18.15 Uhr: Das Duell zwischen CDU-Chef Laschet und CSU-Chef Söder wird härter. Friedrich Merz wirft dem Bayern Demontage des CDU-Vorsitzenden vor. Lesen Sie hier unseren Hintergrundbericht: CDU und CSU: Machtkampf um Merkel-Nachfolge eskaliert

Dutzende Wortmeldungen in der Fraktionssitzung von CDU und CSU

16.58 Uhr: In der Unionsfraktion hat es im Machtkampf um die Kanzlerkandidatur nach den Auftritten von CDU-Chef Armin Laschet und dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder dutzende Wortmeldungen gegeben. Nach Informationen aus Teilnehmerkreisen stellten sich zunächst auch mehrere Abgeordnete aus der CDU hinter eine Kandidatur von Söder. Anschließend hätten sich mehrere Abgeordnete für Laschet stark gemacht. Söder hatte nach diesen Angaben etwa doppelt so lange gesprochen wie Laschet.

Mehrere Abgeordnete mahnten nach Angaben von Teilnehmerkreisen, es müsse eine rasche Einigung zwischen Laschet und Söder geben. Sonst schade dies der Union im Wahljahr. Ein Abgeordneter sagte demnach, die Union habe "eine Luxusauswahl" zwischen Laschet und Söder. Er verband diese Aussage mit den Worten: "Bitte kriegt das in den nächsten Tagen hin."

Söder sieht Unionsfraktion als wichtiges Gremium bei Kanzlerkandidatenkür

16.25 Uhr: CSU-Chef Markus Söder hat der Unionsfraktion im Bundestag eine wichtige Rolle bei der Suche des Kanzlerkandidaten von CDU und CSU eingeräumt. "Es gibt nur ein Gremium das gemeinsam tagt und als gemeinsames Gremium wahrgenommen wird", sagte Söder nach Angaben aus Teilnehmerkreisen am Dienstag in der Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. Dies sei eine Frage von Respekt und Anstand. "Für mich gehört es zur Selbstverständlichkeit dass Abgeordnete gehört werden und deswegen bin ich heute da."

Söder betonte, die Union müsse "alles unternehmen, um so stark wie möglich zu sein und um so viele Abgeordnete wie möglich in den Bundestag zu bekommen". Mit Blick auf einen möglichen Wahlsieg der Grünen sagte Söder: "Ist man Juniorpartner, bleibt man Juniorpartner. Und das kann nicht unser Anspruch sein."

Laschet warnt in Fraktionssitzung wohl vor "One-Man-Show"

16.13 Uhr: CDU-Chef Armin Laschet hat im Machtkampf mit dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder bei seinem mit Spannung erwarteten Auftritt in der Unionsfraktion an die Geschlossenheit und Einigkeit der Union appelliert. "Wir brauchen keine One-Man-Show", sagte Laschet nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern am Dienstag vor den Unions-Abgeordneten offenbar in Richtung Söder. Die SPD habe sich monatelang mit nichts anderem als mit ihrem Parteivorsitz beschäftigt, warnte Laschet.

Die Union werde aus ihrem Umfragetief nur herauskommen, wenn man in der Bekämpfung der Pandemie besser werde, betonte der CDU-Chef nach diesen Angaben. Offensiv ging er Söder demnach wegen dessen Vorschlag einer Klima-Allianz gemeinsam mit dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) an. Dies könne man auf Länderebene machen. Dies sei aber auch gefährlich. "Am Ende wählen die Leute dann die Grünen", warnte Laschet. "Wir müssen unsere Themen setzen."

Friedrich Merz schießt in Brief gegen CSU-Chef Söder – und verteidigt Laschet

16.01 Uhr: Erst härtester Konkurrent, jetzt Unterstützer: Der frühere Bewerber um den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, übt einem Bericht der "Bild"-Zeitung nach heftige Kritik an CSU-Chef Markus Söder. Laut der "Bild" wirft der ehemalige Unions-Fraktionschef Söder in einem Brief vor, den CDU-Bundesvorsitzenden Laschet demontieren zu wollen. Merz schreibt: "Bei allem Verständnis für die CSU und ihren Vorsitzenden: Macht sich die CSU klar, was es bedeutet, innerhalb von wenigen Wochen den nächsten Parteivorsitzenden der CDU zu demontieren?"

In seinem Schreiben an Söder erinnert Merz an Laschets Status in der Partei: "Armin Laschet ist in der Woche nach dem Parteitag mit 83,3 Prozent als Parteivorsitzender der CDU bestätigt worden. Das war das Votum der Partei, klar und eindeutig." Der NRW-Ministerpräsident sei zwar nicht der "Liebling in den Umfragen" und es gebe auch Vorbehalte innerhalb der CDU, so Merz. Aber zur Identität der CDU gehöre, "dass sie auch bereit ist, sich dem häufig sehr flüchtigen Zeitgeist entgegenzustellen und ihre gewachsenen Wertvorstellungen über die eigene Person zu stellen", zitiert die "Bild".

Laschet und Söder sprechen in Fraktion über ihre Kanzler-Ambitionen

15.00 Uhr: Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist am Dienstag zu einer Sitzung zusammengekommen, um mit CDU-Chef Armin Laschet und dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder über den Streit um die Kanzlerkandidatur zu beraten. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte vor Beginn der Sitzung: "Es geht um eine Teamlösung." Der Auftritt der Parteichefs in der Fraktion sei "Teil eines Prozesses", der in "wenigen Tagen" mit der Benennung des Kanzlerkandidaten beendet sein werde. "Wir wollen gemeinsam in den Wahlkampf ziehen", sagte Dobrindt.

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) mahnte die Unionsparteien zu Geschlossenheit. "Wir müssen alle innerhalb der Unionsfamilie zusammenarbeiten", sagte Brinkhaus. "Wir setzen darauf, dass sich beide Parteivorsitzenden einigen." Mit Spannung wurde erwartet, ob Söder eine Abstimmung in der Fraktion über ihn selbst und Laschet durchsetzen kann. Der CSU-Chef genießt dort auch unter CDU-Abgeordneten Rückhalt, dies könnte er mit einer solchen Abstimmung dokumentieren. Söder selbst gab sich vor Sitzung entspannt und sagte Reportern: "Alles geht gut. Alles wird gut."

SPD kritisiert Gerangel in Union um Kanzlerkandidatur

14.44 Uhr: SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hat das Gerangel in der Union um die Kanzlerkandidatur von CDU-Chef Armin Laschet oder CSU-Chef Markus Söder scharf kritisiert. Der Koalitionspartner sei in seiner derzeitigen Verfassung "überhaupt nicht regierungstauglich", sagte Mützenich am Dienstag vor einer Sitzung der SPD-Fraktion. Dessen interne Querelen belasteten zunehmend auch die Arbeit der Bundesregierung.

"Wir schauen mit großer Irritation auf das, was derzeit in der Union stattfindet", sagte der SPD-Politiker weiter. CDU und CSU hätten trotz der kritischen Lage derzeit "offensichtlich anderes zu tun, als sich mit der Pandemiebekämpfung zu befassen". Die Union kümmere sich "mehr um sich selbst als um das Wohl unseres Landes".

Laschet mahnt vor Auftritt in Fraktion zur Geschlossenheit

13.54 Uhr: CDU-Chef Armin Laschet hat im Machtkampf um die Kanzlerkandidatur mit dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder zur Einigkeit der Unionsparteien aufgerufen. "Es ist wichtig, dass CDU und CSU gemeinsam und geeint als Union in die Wahl gehen", sagte er am Dienstag vor einem gemeinsamen Auftritt mit Söder in der Unionsfraktion im Bundestag am Nachmittag. "Unstimmigkeiten zwischen CDU und CSU haben uns noch nie geholfen." Zugleich betonte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident: "Wer als Kanzlerkandidat der Union in die Bundestagswahl geht, sollte zügig geklärt werden."

Die Menschen in Deutschland erwarteten zu Recht, "dass die Union unser Land gut durch die Krise führt", sagte Laschet. Das wichtigste Thema sei die Bekämpfung der Corona-Pandemie, um die steigenden Zahlen der Infektionen schnell zu stoppen. Er fügte an: "Die Bundestagswahl wird auch darüber entscheiden, wie sich Deutschland für die Zukunft aufstellt."

Merkel hält sich weiter aus Kanzlerkandidaten-Debatte raus

12.55 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat einen Kommentar zum unionsinternen Machtkampf um die Kanzlerkandidatur erneut abgelehnt. Auf die Frage, ob sie fürchte, dass der anhaltende Wettkampf zwischen CDU-Chef Armin Laschet und dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder dazu führen könne, dass die Union am Ende das Kanzleramt verliere, sagte Merkel am Dienstag in Berlin: "Ich wollte, will und werde mich da heraushalten."

Dobrindt betont Mitspracherecht der Unionsfraktion bei K-Frage

12.15 Uhr: Der Chef der CSU-Abgeordneten im Bundestag, Alexander Dobrindt, hat das Mitspracherecht der Unionsfraktion im Machtkampf um die Kanzlerkandidatur betont – erwartet aber keine formelle Abstimmung. Es gebe keine Planung für eine Abstimmung, sagte er am Dienstag vor einer Sitzung der Unionsfraktion am Nachmittag in Berlin. Der Stil der Diskussion über die Kanzlerkandidatur sei einwandfrei. Die Debatte werde sowohl im Inhalt als auch im Stil vernünftig und klug geführt. Man werde letztlich zu einer guten Entscheidung kommen - dies könne im Laufe dieser Woche geschehen.

Dobrindt sagte, er sehe nicht, dass einer der beiden Kandidaten durch die Debatte beschädigt werde. Es werde zu einem Team kommen, bei dem klar sei, wer es anführe. Es gehe um ein Miteinander, nicht um ein Gegeneinander. Die CSU wolle den besten Spieler auf dem Platz haben, sagte er CSU-Politiker, der sich erneut hinter die Kandidatur von Söder stellte. Der "stärkste Torjäger" solle ganz vorne stehen. Es gehe um dreifache Akzeptanz: In der Partei, der Fraktion und bei den Wählern. Dann werde man diese Frage auch entscheiden.

Stimmungsbild vor Fraktionssitzung – Zustimmung für Söder groß

11.56 Uhr: Mit Spannung schauen die Abgeordneten der Union auf die heutige Fraktionssitzung. Los geht es um 15 Uhr mit einem Bericht des Fraktionsvorsitzenden Ralph Brinkhaus. Als Top 2 sprechen Kanzleramtschef Helge Braun und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zur Corona-Lage, dann soll als Top 3 das Infektionsschutzgesetz folgen.

Diese beiden Punkte könnten sich allerdings merklich nach hinten verschieben. Denn in der Aussprache zu Top 1 wird es auch um die Frage gehen, die als Elefant im Raum steht: Wer wird der Kanzlerkandidat der Union? Beide potentielle Kandidaten sind anwesend. Laschet hatte zwar am Montag noch angekündigt, nicht kommen zu wollen. Aber nachdem Söder seine Präsenz ankündigte, musste er wohl oder übel nachziehen.

Bereits am Vorabend waren die Landesgruppen, teils digital, zusammengekommen. Dabei zeichnete sich ein deutliches Stimmungsbild ab. So meldeten sich nach Informationen dieser Redaktion bei den Baden-Württemberger 20 Abgeordnete zu Wort, davon sprachen sich 14 für Söder und nur sechs für Laschet aus. In der Landesgruppe Niedersachsen/Bremen plädierten von 16 Rednern neun für Söder und sieben für Laschet. In Brandenburg konnte sich nur ein einziger für Laschet erwärmen.

Vor allem das Lager um den ehemaligen CDU-Vorsitzkandidaten Norbert Röttgen ist tief gespalten: Ein Teil, darunter Röttgen selbst, streitet vehement für Söder, der andere ebenso vehement für Laschet.

Es dürfte eine turbulente Fraktionssitzung werden. Nur: Zu entscheiden hat die Fraktion in der K-Frage offiziell nichts. Auch ist keine Abstimmung in diesem Punkt vorgesehen.

Geschlossenheitsappelle aus Unionsfraktion

11.35 Uhr: Im unionsinternen Machtkampf um die Kanzlerkandidatur gibt es in der Unionsfraktion Kritik am Verfahren zwischen CDU und CSU. Zugleich wurden die Rufe nach einer raschen Einigung und Geschlossenheit lauter.

Bei einem Online-Treffen der sogenannten Gruppe 17 in der Unionsfraktion - jener Abgeordneten, die nach der Bundestagswahl 2017 ins Parlament eingezogen sind - gab es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern am Dienstagmorgen Kritik daran, dass sich die Präsidien von CDU und CSU nicht im Vorfeld auf einen Kandidaten geeinigt hätten. Beide Seiten hätten schon in den vergangenen Wochen ein geeignetes Verfahren festlegen sollen. Das Thema solle nun in der Fraktion intensiv besprochen werden. Ob es eine Abstimmung der Parlamentarier über den geeigneten Kanzlerkandidaten geben solle, blieb offen.

Bei dem Treffen der 35 Abgeordneten von CDU und CSU habe Einigkeit bestanden, dass beide Kandidaten geeignet für die Kanzlerkandidatur seien, hieß es weiter. Umfragen seien ein wichtiger Punkt, man dürfe aber nicht allein auf sie schauen. Auch etliche CDU-Parlamentarier hätten sich für Söder als Kanzlerkandidaten ausgesprochen. Es gehe um einen demokratischen Wettbewerb, daher sei es gut, dass es eine Auswahl gebe. Unabhängig davon, wer als Kandidat aufgestellt werde, sei es aber entscheidend auch für einen Erfolg bei der Bundestagswahl, dass man nun rasch Geschlossenheit erreiche.

Laschet und Söder werben bei Unionsfraktion um Unterstützung

10.10 Uhr: Im Rennen um die Kanzlerkandidatur werden CDU-Chef Armin Laschet und sein Rivale, der CSU-Vorsitzende Markus Söder, an diesem Dienstag um 15 Uhr in der Unionsfraktion um Zustimmung werben. Beide hätten sich darauf geeinigt, an der regulären Sitzung der gut 250 Bundestagsabgeordneten von CDU und CSU teilzunehmen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Parteikreisen.

Söder setzt darauf, dass in der Fraktion der Rückhalt für den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten nicht so einhellig ist wie am Montag in den CDU-Parteigremien. Bayerns Ministerpräsident will so das Meinungsbild noch zu seinen Gunsten drehen. Es wurde erwartet, dass sie in Präsenz an der Sitzung teilnehmen.

Söder hatte bei "Bild live" am Montagabend gesagt, für Abgeordnete gehe es um den "Gewinn oder Verlust des Wahlkreises". Wenn man auf aktuelle Umfragedaten schaue, sehe man, dass früher sichere schwarze Wahlkreise "jetzt grün im Süden, rot im Westen und blau im Osten" seien. Zu einem Auftritt bei der Fraktionssitzung sagte er: "Wenn der Wunsch besteht, bin ich gerne dort." Laschet hatte zuvor mitgeteilt, eine Teilnahme nicht geplant zu haben. Wenn es aber eine Absprache mit Söder gebe, sei er dazu bereit.

9.00 Uhr: Markus Söder will den Kampf um die Kanzlerkandidatur der Unionsparteien noch nicht aufgeben. Lesen Sie hier, wie Söder doch noch gewinnen will. Unsere Chefreporterin Miriam Hollstein sieht jedoch kaum noch Chancen für Söder, die Kanzlerkandidatur für sich zu entscheiden.

Klöckner mahnt CDU und CSU zur Geschlossenheit

6.28 Uhr: Nach den gegensätzlichen Voten der Parteigremien von CDU und CSU zur Kanzlerkandidatur hat die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner die Schwesterparteien zur Geschlossenheit ermahnt.

"CDU und CSU sind nur stark gemeinsam, wenn miteinander gemeinschaftlich die Frage der Kanzlerkandidatur geklärt wird", sagte die Bundeslandwirtschaftsministerin unserer Redaktion. Klöckner wertete es als positives Zeichen, dass beide Präsidien keine Entscheidung gefällt, sondern lediglich ein Stimmungsbild eingeholt hätten.

Kanzlerkandidat der Union – die News vom Montag, 12. April: CDU-Generalsekretär Ziemiak will nicht nur auf Umfragewerte schauen

22.37 Uhr: Im Ringen um die Kanzlerkandidatur der Unionsparteien hat CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak den Hinweis von CSU-Chef Markus Söder auf die Umfragewerte beider Kontrahenten zurückgewiesen. Diese sind für Söder selbst weit besser als für den CDU-Vorsitzenden Armin Laschet. "Umfragen spielen natürlich immer eine Rolle, aber nicht die ausschließliche", sagte Ziemiak am Montagabend im ZDF-"heute journal". "Sondern es geht auch noch um andere Fähigkeiten, wenn man später eine Regierung führen will und eine Partei zusammenhalten möchte. Und diese Fähigkeiten bringt Armin Laschet mit."

Ziemiak bejahte die Frage, ob Laschet in den Umfragen noch aufholen könne. "Denn Armin Laschet hat in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass er – weil er bei seinen Themen bleibt, weil er glaubwürdig ist, weil er neugierig ist, ein Mann der Ideen ist –, dass er immer wieder auch in schwierigen Wahlkämpfen die Union, die Partei zum Sieg führen kann."

Söder will sich bei Entscheidung nicht drängen lassen

20.21 Uhr: CSU-Chef Markus Söder will sich bei der Festlegung des Kanzlerkandidaten der Union nicht zur Eile drängen lassen. Er verstehe nicht, dass manche in CDU und CSU diese Entscheidung unbedingt schon vor der für den kommenden Montag geplanten Verkündung des Kanzlerkandidaten oder der Kandidatin der Grünen treffen wollten, sagte Söder Montagabend im Bayerischen Fernsehen.

"Es kann sein, dass wir diese Woche abschließen", sagte Söder. Es müsse aber nicht so sein – "Entscheidungen müssen reifen". Die Festlegung müsse auf eine breitere Basis gestellt werden als nur die am Montag erfolgten, erwartbaren Beschlüsse der Parteispitze der CDU für Armin Laschet und der Parteispitze der CSU für ihn.

Der CSU-Vorsitzende erklärte zudem, mit ihm als Kanzlerkandidat werde auch das Wahlprogramm der Union anders aussehen als mit Laschet. Zurückhaltender äußerte sich Söder allerdings zu der Frage, ob er im Fall einer Kanzlerkandidatur von CDU-Chef Laschet womöglich später noch einmal als Kandidat zur Verfügung stehen würde. Wenn Laschet gewinne, werde dieser acht bis zwölf Jahre Kanzler sein wollen. Wenn Laschet aber verliere, werde jemand Anderes viele Jahre regieren wollen. "Was in vier Jahren ist weiß keiner ", sagte der bayerische Ministerpräsident.

Nur zwölf Prozent wollen Laschet laut Umfrage als Kanzlerkandidaten

18.41 Uhr: Nur zwölf Prozent der Bundesbürger wünschen sich CDU-Chef Armin Laschet als Kanzlerkandidaten der Union. Das ergab eine am Montag veröffentlichte Umfrage des Instituts Yougov im Auftrag des Düsseldorfer "Handelsblatts". CSU-Chef Markus Söder schnitt demnach mit einem Zustimmungswert von 46 Prozent der Befragten deutlich besser ab.

29 Prozent der Befragten wünschten sich einen anderen Kandidaten als Laschet oder Söder für die Kanzlerkandidatur der Union, ergab die Umfrage laut "Handelsblatt" weiter. 13 Prozent der Befragten wollten sich nicht äußern. Sowohl Laschet als auch Söder hatten sich am Montag Rückendeckung von ihren jeweiligen Parteien für ihre Ambitionen auf die Kanzlerkandidatur eingeholt.

Söder: Basis muss in K-Frage gehört werden
Söder: Basis muss in K-Frage gehört werden

Söder will Entscheidung der K-Frage erst Ende der Woche

16.59 Uhr: CSU-Chef Markus Söder will trotz der klaren Unterstützung der CDU für eine Kanzlerkandidatur von Armin Laschet seine eigene Kandidatur nicht vorzeitig zurückziehen. Die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der Union soll nach Söders Willen erst Ende der Woche getroffen werden. "Nicht zehn, 20 oder 30 Personen entscheiden Wahlen allein", sagte Söder bei einer Pressekonferenz nach den Beratungen des CSU-Präsidiums in München.

Söder sagte, er habe mit der Unterstützung der CDU-Führungsgremien für CDU-Chef Armin Laschet als Kanzlerkandidat gerechnet und vor dieser Respekt. Es müssten aber auch die Stimmen aus den Landesverbänden der CDU berücksichtigt werden, diese müssten "in den nächsten Tagen" in Ruhe eingeordnet werden. Auch von der Parteibasis bekomme er eine Stimmung mit, die "sehr sorgenvoll" sei.

Söder verwies auf Umfragewerte sowohl für die Union als auch für ihn selbst. Man könne sich nicht abkoppeln von der Mehrheit der Bevölkerung. "Personen spielen nun mal eine zentrale Rolle", sagte Söder. Dass Personen die Parteien mitziehen und nicht umgekehrt habe man zuletzt bei Landtagswahlen gesehen.

Es sei ebenso wichtig, in die Fraktion hineinzuhören, denn der Kanzlerkandidat müsste in einer breiten Mehrheit bestimmt werden, so Söder weiter. Zudem betonte Söder, dass ihm weiterhin ein gutes Verhältnis zu Laschet wichtig sei.

CSU-Präsidium einmütig für Söder als Kanzlerkandidaten

16.40 Uhr: Das CSU-Präsidium hat sich am Montag einstimmig für CSU-Chef Markus Söder als Kanzlerkandidat der Union ausgesprochen. Es gebe in der CSU die Überzeugung, dass Söder der am besten geeignete Kandidat der Union sei, sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume im Anschluss an die Sitzung des Präsidiums. Nun solle in einer "Verhandlungsdelegation" von CDU und CSU über den Kanzlerkandidaten beraten werden.

Söder äußert sich zur K-Frage

16.37 Uhr: CSU-Chef Markus Söder äußert sich zu einer Kanzlerkandidatur der Union, nachdem das CSU-Präsidium darüber beraten hat. Zuvor hatte bereits CDU-Chef Armin Laschet breite Unterstützung aus Parteipräsidium und Bundesvorstand der CDU erhalten. Falls Ihnen der Livestream nicht ausgespielt wird, finden Sie ihn hier.

CDU-Spitzengremien stellen sich hinter Laschet

16.08 Uhr: In der Auseinandersetzung mit CSU-Chef Markus Söder um die Kanzlerkandidatur der Union hat der CDU-Vorsitzende Armin Laschet vollen Rückhalt von den Führungsgremien seiner Partei erhalten. "Es gibt eine breite Unterstützung für Armin Laschet als Kanzlerkandidaten von CDU und CSU", sagte CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak am Montag nach Beratungen von Präsidium und Bundesvorstand. "Das Meinungsbild im Präsidium als auch im Bundesvorstand ist eindeutig." Am Nachmittag trat in München auch das CSU-Präsidium zusammen, um über die K-Frage zu beraten.

Laschet sagte, er werde noch am heutigen Tag das Gespräch mit Söder suchen. "Eines war heute in unseren Gremien erkennbar: Alle wollen eine schnelle Entscheidung. Alle Fakten liegen auf dem Tisch." Die in dieser Woche noch zu lösenden Probleme seien so groß, dass die Union sich nicht mehr länger mit ihren innerparteilichen Fragen, sondern mit diesen Aufgaben beschäftigen sollte, betonte der 60-Jährige mit Blick auf die Corona-Pandemie.

Lesen Sie auch: Armin Laschet: Darum ist die Familie so wichtig für ihn

CSU-Vize fordert Söder als Kanzlerkandidat

14.40 Uhr: CSU-Vize Manfred Weber fordert die Kanzlerkanditatur der Union hat seinen Parteichef Markus Söder zu vergeben. "Markus Söder hat das Zeug zum Kanzler und genießt viel Vertrauen in der Bevölkerung", sagte der Europapolitiker der "Augsburger Allgemeinen". Wenn Söder antreten wolle, dann habe er die volle Unterstützung der CSU. Weber reiht sich mit seiner Unterstützung für Söder in eine Reihe von CSU-Spitzenpolitikern ein, auch Bayerns Finanzminister Albert Füracker und Landtagsfraktionschef Thomas Kreuzer hatten sich bereits für Söder ausgesprochen.

Laschet sieht keine Vorentscheidung in K-Frage

14.12 Uhr: CDU-Chef Armin Laschet sieht in der Empfehlung des CDU-Präsidiums für ihn keine Vorentscheidung im Rennen um die Kanzlerkandidatur. "Es war ein Meinungsbild der CDU mit ihren 15 Landesverbänden", sagte Laschet auf einer Pressekonferenz. Das werde man nun der CSU vortragen und dann gemeinsam entscheiden. Über eine Tendenz des CSU-Präsidiums, welches am Nachmittag zur K-Frage tagt, wollte Laschet ausdrücklich nicht spekulieren. "Das ist eine eigenständige Partei, die selbst ihre Entscheidung fällen wird.

SPD nennt Kandidatenstreit "Belastung für gute Politik"

13.50 Uhr: Das Ringen zwischen Söder und Laschet hat die SPD als "Ränkespiel" kritisiert. Deren Auftreten, "wo über dem Tisch gestreichelt und unter dem Tisch getreten wird", sei eine "Belastung für gute Politik in unserem Land", erklärte SPD-Chef Norbert Walter-Borjans am Montag in Berlin nach Beratungen des Parteipräsidiums.

Der Koalitionspartner müsse Walter-Borjans zufolge "jetzt schnell für Ordnung sorgen" und sich wieder darum kümmern, "was für das Land das Wichtige ist". Dies sei aktuell die Bekämpfung der Corona-Pandemie.

"Die CDU wäre gut beraten, ihre internen Probleme schnell zu klären und sich endlich auf die Bekämpfung der Corona-Pandemie zu konzentrieren", sagte auch FDP-Generalsekretär Volker Wissing den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). Auch der Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch verlangte gegenüber den RND-Zeitungen, dass die "Pandemie-Politik" nicht länger "Spielball der Machtpolitik von CDU und CSU" sein dürfe.

"Uns ist eigentlich egal, ob Laschet oder Söder die Opposition anführen", erklärte die Grüne Jugend im Internetdienst Twitter. Allerdings solle die Union diese Frage schnell klären, um nicht länger die Pandemiebekämpfung für "Profilierungskämpfe" zu riskieren.

Schäuble stellt sich hinter Laschet

12.51 Uhr: Im Bundesvorstand gab es ebenfalls große Unterstützung für Armin Laschet. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble attestierte dem CDU-Chef, alles Nötige für die Herausforderungen einer Kanzlerkandidatur mitzubringen.

Bereits in der Klausur am Sonntag hatte sich Schäuble dafür ausgesprochen, dass die Fraktion, in der die Stimmung weniger eindeutig ist, nicht in der K-Frage mitbestimmen sollte. Schäuble verwies auf das historische Beispiel, als die Fraktion gegen den Willen der CDU den bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß als Kandidat der Union durchboxte. Dies habe zu einer tiefen Spaltung in der Union geführt.

Präsidiums-Teilnehmerkreise: Laschet kann "Meinungen zusammenführen"

12.30 Uhr: Das CDU-Präsidium sprach sich am Vormittag Teilnehmern zufolge klar dafür aus, dass CDU-Chef Armin Laschet auch Kanzlerkandidat der Union werden soll. Mehrere Teilnehmer machten klar, dass die aktuellen Umfragen nicht die Kandidatenfrage beeinflussen sollen. Laschet wurde bescheinigt, "Meinungen zusammenzuführen, Haltung zu entwickeln und diese auch durchgehend zu vertreten". Man sei sicher, dass Laschet in den Union in den Monaten bis zur Wahl erfolgreich positionieren könne.

​​​Auch der JU-Vorsitzende Tilman Kuban, der im Kampf um den CDU-Vorsitz Laschets Gegner Friedrich Merz unterstützt hatte, sprach sich für Laschet aus: "Wir sollten heute Armin Laschet ein starkes Verhandlungsmandat geben und geschlossen sein. Es braucht eine schnelle Entscheidung jetzt."

​Erster CDU-Ortsverband aus NRW für Söder

12 Uhr: Als erster CDU-Ortsverband in Nordrhein-Westfalen hat sich Düsseldorf-Lierenfeld öffentlich für Markus Söder (CSU) als Kanzlerkandidat der Union ausgesprochen. "Söder hat Charisma", sagte der Ortsvereinsvorsitzende Christian Rütz am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. "Die Bevölkerung traut ihm Krisenbewältigung zu", urteilte der Jurist, der auch CDU-Ratsherr in der Landeshauptstadt ist. Deshalb sei das Votum des Vorstands in dem 30 Mitglieder kleinen CDU-Ortsverband im Düsseldorfer Arbeiterviertel Lierenfeld einstimmig für den bayerischen Ministerpräsidenten ausgefallen.

"Als Ortsverband an der Basis in NRW wünschen wir uns einen Spitzenkandidaten, der durch stringentes Handeln bei der Bevölkerung gute Zustimmungswerte genießt und der der Union eine starke Ausgangsposition bei der Bundestagswahl verschafft", heißt es in einer Pressemitteilung der kleinen Parteizelle. "Deshalb sollte das Präsidium Markus Söder als gemeinsamen Kanzlerkandidaten von CDU und CSU für Deutschland vorschlagen."

CDU-Präsidium für Laschet als Kanzlerkandidat

11.30 Uhr: Das CDU-Präsidium hat sich mit breiter Mehrheit hinter eine Kanzlerkandidatur von Parteichef Armin Laschet gestellt. Das bestätigte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier am Montag nach einer Sitzung des Präsidiums in Berlin. Man habe aber keinen Beschluss gefasst – dies sei auch nicht geplant gewesen. Die Vorstellung der CDU-Spitze sei es, eine gemeinsame Lösung mit der CSU in Wochenfrist hinzubekommen.

Bouffier ergänzte mit Blick auf Laschet, das Präsidium habe deutlich gemacht, "dass wir ihn für außergewöhnlich geeignet halten und ihn gebeten, mit Markus Söder jetzt gemeinsam den weiteren Weg zu besprechen, wie wir das machen". Die Herausforderung sei so groß, "dass wir die nur gemeinsam stemmen können", sagte er und nannte die Bewältigung der Pandemie und die Lage in Europa.

SPD wirft Union Vernachlässigung der Pandemie-Bekämpfung vor

11.15 Uhr: Die SPD hat der Union vorgeworfen, wegen des Ringens um die Kanzlerkandidatur die Bekämpfung der Corona-Pandemie zu vernachlässigen. "Der offene Machtkampf lähmt CDU und CSU, während ihrer öffentlichen Raufereien um die Kanzlerkandidatur gerät für Laschet und Söder die Pandemiebekämpfung völlig in den Hintergrund", sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstagausgabe).

Ein solch egoistisches Verhalten ist absolut unverantwortlich und wird der schwierigen Lage in unserem Land nicht gerecht, kritisierte Klingbeil.

"Der ehrwürdige Satz "Erst das Land, dann die Partei gilt in der Union nicht mehr", sagte der SPD-Generalsekretär. "Es geht in diesen Tagen darum, bundesweit einheitliche Regeln in der Pandemie auf den Weg zu bringen." Dafür braucht es jetzt schnell die Zustimmung der Ministerpräsidenten und der Abgeordneten von CDU und CSU, fügte er hinzu.

Tobias Hans: CDU-Präsidium wird sich hinter Laschet stellen

9.37 Uhr: Im Kampf um die Kanzlerkandidatur der Union wird sich das CDU-Präsidium nach Einschätzung von Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans hinter Parteichef Armin Laschet stellen. Das sei "doch klar", sagte der CDU-Politiker vor Beginn der Präsidiumssitzung am Montag in Berlin. Dies sei aber überhaupt nicht die Frage. "Wir beraten miteinander, wie wir die Frage der Kanzlerkandidatur angehen und wie wir die Chancen für unser Land in den 20er Jahren nutzen. Es geht um das Land vor allem."

Am Sonntag hatte neben dem CDU-Vorsitzenden Armin Laschet auch CSU-Chef Markus Söder seine Bereitschaft erklärt, als Kanzlerkandidat der Union anzutreten. Er machte dies allerdings von der Unterstützung der CSU abhängig.

Das Präsidium sei für ihn "keine Krisensitzung", betonte der CDU-Politiker. "Wir sollten es nicht verkrampft angehen. Es ist eine Chancensitzung. Wir beraten mit unserem Vorsitzenden, wie wir das regeln, so dass am Ende vor allem die Union zusammenbleibt und wir ein Team bleiben."

Brinkhaus zur Kanzlerkandidatur – "Beide haben mein Vertrauen"

9.00 Uhr: Im Machtkampf um die Kanzlerkandidatur der Union hat Fraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) eigenen Angaben zufolge keinen Favoriten. "Beide Kandidaten haben mein Vertrauen", betonte der CDU-Politiker am Montag im ARD-"Morgenmagazin". CDU-Chef Armin Laschet und der CSU-Vorsitzende Markus Söder unterschieden sich inhaltlich kaum. "Das haben sie gestern auch vor dem Vorstand gezeigt."

Unions-Fraktionsvize Frei rechnet mit baldiger Entscheidung

8.46 Uhr: Der stellvertretende Vorsitzende der Unions-Fraktion im Bundestag, Thorsten Frei (CDU), geht davon aus, dass in den nächsten Tagen eine Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der Union fallen wird.

Grundsätzlich halte er beide Kandidaten, Armin Laschet (CDU) und Markus Söder (CSU) für exzellent, sagte Frei am Montag im Inforadio vom rbb: "Die Antwort ist keine rein personelle. Wir müssen die aktuellen Herausforderungen gut bestehen, wir müssen Antworten auf die Fragen der Zukunft haben und das Personal muss letztlich zu unserer Programmatik passen." Er sei überzeugt, dass beide Kandidaten "da sehr viel mitbringen".

Frei verwies in dem Zusammenhang auf die aktuellen Umfragewerte der Kandidaten sagte aber auch, dass es schließlich darum geht, "wer in der Lage ist, zwei große Volksparteien, wie CDU und CSU, geschlossen in einen Bundestagswahlkampf zu führen".

SPD-Fraktion fordert mehr Tempo von der Union

8.25 Uhr: SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich fordert im Ringen um bundesweit einheitliche Regelungen gegen die dritte Corona-Welle mehr Tempo von der Union. "Ich hoffe nur, dass der Koalitionspartner sich endlich auf dieses Thema auch konzentriert und nicht auf die Nachfolgefrage für eine Bundeskanzlerkandidatur", sagte Mützenich am Montag im ARD-"Morgenmagazin".

CSU-Präsidium will Montagnachmittag tagen

7.35 Uhr: Das CSU-Präsidium will am Montagnachmittag zusammenkommen und über die Kanzlerkandidatur der Union beraten. Parteichef Söder hatte am Sonntag in der Frage Tempo angemahnt. Zwar müsse eine Entscheidung nicht am Montag fallen, in "spätestens" zehn Tagen aber sollte die Partei wissen, wen sie ins Rennen schicken will. "Ich denke, es ist in dieser Woche sogar möglich, eine Entscheidung gemeinschaftlich zu treffen", sagte Söder am Sonntagabend im ZDF.

Scheuer: "Söder hat das Können zum Kanzler"

1.00 Uhr: Im Kampf um die Kanzlerkandidatur der Union hat sich Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hinter den CSU-Vorsitzenden Markus Söder gestellt. "Die Menschen in ganz Deutschland spüren und sehen, dass Markus Söder das Können zum Kanzler hat", sagte der Sprecher der CSU-Bundesminister unserer Redaktion.

Seit Sonntag wisse jeder, dass er dazu auch bereit sei. "Und jetzt gilt es, für Deutschland und für die Union die beste Entscheidung zusammen mit der CDU zu treffen."

11. April: Showdown zwischen Markus Söder und Armin Laschet

22.41 Uhr: Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Thomas Strobl geht davon aus, dass die Gremien seiner Partei am Montag zu einem Votum über die Kanzlerkandidatur der Union kommen werden.

"Präsidium und Bundesvorstand sind nun der richtige Ort, um die Position der CDU zur Kanzlerkandidatur zu beraten und zu entscheiden", sagte der baden-württembergische Innenminister der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Montagsausgaben).

Offener Wettstreit stößt auf Kritik

21.37 Uhr: Der offene Wettstreit zwischen CDU-Chef Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder um die Kanzlerkandidatur der Union ist in SPD und FDP auf Kritik gestoßen.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, sagte am Sonntag dem Portal "t-online", das gemeinsame Regieren mit der Union sei "durch das Führungsvakuum nicht leichter geworden". Die beiden Vorsitzenden von CDU und CSU sollten ihr "Schaulaufen endlich einstellen".

Schneider kritisierte auch das Agieren von Söder und Laschet als Ministerpräsidenten von Bayern und Nordrhein-Westfalen in der Corona-Krise: "Als Ministerpräsidenten von zwei großen Bundesländern hat bei beiden Reden und Handeln nicht zusammengepasst", sagte Schneider.

Wegner zur K-Frage: Beide haben das Zeug zum Kanzler

21.30 Uhr: Der Berliner CDU-Chef Kai Wegner erwartet von den beiden Konkurrenten um die Kanzlerkandidatur der Union eine einvernehmliche Verständigung. "Sollte keine Einigung möglich sein, muss die Bundestagsfraktion hinzugezogen werden", forderte Wegner am Sonntagabend in einer Mitteilung.

Zuvor hatten die Vorsitzenden von CDU und CSU - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet und Bayerns Regierungschef Markus Söder - beide ihre Bereitschaft zur Übernahme der Kanzlerkandidatur für die Union erklärt. Er begrüße ausdrücklich die Bereitschaft von Söder, "Verantwortung für Deutschland zu übernehmen", sagte Wegner.

"Die Union hat zwei starke Ministerpräsidenten als Vorsitzende von CDU und CSU, die beide das Zeug zum Bundeskanzler haben." Nach Angaben von Wegner wird sich das Präsidium der CDU Berlin Montagfrüh mit der "Bewerberlage" befassen.

Söder gegen Laschet: So kam es zu dem Duell

21.06 Uhr: Armin Laschet und Markus Söder wollen im Kampf um die K-Frage Einigkeit demonstrieren. Aber Söder hält sich ein Hintertürchen offen. Wie geht es nun weiter. Lesen Sie in diesem Hintergrundbericht, wie es zu der überraschenden Entscheidung der beiden kam: Söder und Laschet im offenen Machtkampf um Kanzlerkandidatur

Ein Kampf auf Biegen und Brechen

20.04 Uhr: Die Union erlebt mit den Ambitionen von Markus Söder einen Machtkampf auf offener Bühne. Lesen Sie in diesem Kommentar, warum der CSU-Chef jetzt volles Risiko geht: Kanzlerkandidat der Union: Ein Kampf auf Biegen und Brechen

Hamburgs CDU-Chef warnt vor Schaden in der Union

19.48 Uhr: Hamburgs CDU-Landesvorsitzender Christoph Ploß hat davor gewarnt, dass das Verhältnis der Unionsschwesterparteien an der K-Frage Schaden nehmen könne. "Die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur muss daher unbedingt gemeinsam getroffen und abgestimmt werden", sagte er am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

"Alles andere würde das Verhältnis zwischen den Unionsparteien nachhaltig beschädigen." Allen in der CDU und der CSU müsse im Jahr der Bundestagswahl klar sein: "Nur geschlossen werden wir einen erfolgreichen Wahlkampf bestreiten", sagte der 35 Jahre alte Bundestagsabgeordnete, der bei der Wahl im September erneut kandidiert.

Laschet: Werde am Montag in CDU-Gremien um Vertrauen bitten

18.59 Uhr: Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet will die Führungsgremien seiner Partei an diesem Montag hinter seine Bewerbung für die Kanzlerkandidatur der Union bringen. "Ich werde morgen bereit sein zur Kandidatur, so wie Markus Söder, und um Vertrauen bitten", sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Er fügte hinzu: "Und die Partei wird dann eine Empfehlung aussprechen."

Auf die Frage, ob sich die innerste Führungsriege der CDU bei der Präsenzsitzung des Präsidiums hinter ihn stellen werde, antwortete er: "Was das Ergebnis ist, da will ich nicht spekulieren." Es gebe ja bereits viele Rückmeldungen aus den Landesverbänden. "Viele Landesvorsitzende, auch Ministerpräsidenten haben sich schon ausgesprochen, haben mich unterstützt."

Söder gibt sich kämpferisch

18.20 Uhr: Markus Söder hat offen gelassen, ob er eine Entscheidung des CDU-Präsidiums gegen ihn als Kanzlerkandidaten akzeptieren würde. "Man muss ja dann übrigens auch nicht einfach einen Zählreim machen in einem Vorstand, sondern es muss ja auch den Menschen gegenüber vermittelt werden", sagte Bayerns Ministerpräsident am Sonntagabend im "Bericht aus Berlin".

Das Präsidium der CDU tagt am Montag und will über die Kanzlerkandidaten beraten. Eine abschließende Entscheidung für Laschet oder Söder, soll es laut Letztgenanntem aber nicht geben. "Wir haben uns eigentlich auch vereinbart in dem Gespräch, dass es keine Beschlussfassung jetzt gibt", sagte Söder in der ARD-Sendung.

CSU-Landtagsfraktionschef Kreuzer stellt sich hinter Söder

17.24 Uhr: Thomas Kreuzer, Chef der CSU-Landtagfraktion in Bayern, wünscht sich seinen Parteichef Markus Söder als Kanzlerkandidaten der Union. "Ich begrüße ausdrücklich, dass Markus Söder erklärt hat, dass er als Kanzlerkandidat zur Verfügung steht", sagte er am Sonntag in München. Er halte ihn nicht nur "für geeignet, sondern für den besten Kandidaten von CDU und CSU". Kreuzer sei sicher, dass Söder wegen seiner langjährigen Erfahrung in der Politik "ein hervorragender Kanzler der Bundesrepublik Deutschland wäre".

NRW-Innenminister Reul spricht sich für Laschet aus

16.30 Uhr: Für Laschet als Kanzlerkandidaten hat sich NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) ausgesprochen - zumindest indirekt, denn den Namen des NRW-Ministerpräsidenten nannte er nicht. "Helmut Kohl und Angela Merkel waren keine Umfragehelden, aber am Ende die Wahlsieger. Warum sollten wir unsere Strategie ändern?", sagte Reul am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir brauchen einen Kandidaten der Mitte mit einem politischen Konzept, mit dem wir für Deutschland erfolgreich sein können", erklärte Reul, der auch Vorsitzender des CDU-Bezirks Bergisches Land ist. Die Union habe sich in der Vergangenheit bei ihren erfolgreichen Kanzlerkandidaten nie von Umfragen leiten lassen.

Eine Infratest-dimap-Umfrage im Auftrag des WDR-Magazins "Westpol" hatte Laschet am Sonntag weniger optimistische Werte beschert: Nur 24 Prozent der in NRW Befragten hielten demzufolge den Ministerpräsidenten für einen guten Kanzlerkandidaten. Anders verhielt es sich bei Söder: Den Bayern konnten sich 49 Prozent als einen guten Kandidaten vorstellen.

Montag: CDU- und CSU-Spitzengremien beraten über Kandidatur

15.59 Uhr: Am Montag werden die Spitzengremien beider Parteien über die Kandidatenfrage beraten. Laschet und Söder wollten sich am Sonntag nicht dazu äußern, ob sie sich dabei offiziell den Rückhalt ihrer Parteispitzen für ihre Ambitionen einholen wollen. Eine zügige Entscheidung könnte bevorstehen.

Söder: "Wir sind nicht Kohl und Strauß"

15.55 Uhr: "Wir sind nicht Helmut Kohl und Franz Josef Strauß. Schon optisch nicht. Auch inhaltlich nicht. Wir haben keine Grundsatzstreitigkeiten", sagte Söder nach seiner Ankündigung, zur Kandidatur bereit zu sein. Kohl als langjähriger Vorsitzender der CDU und Bundeskanzler und Strauß, der viele Jahre CSU-Chef und bayerischer Ministerpräsident war, hegten eine herzliche Abneigung gegeneinander.

Laschet betonte, sowohl er als auch Söder hätten das Ziel, "so viel Einigkeit wie möglich zwischen CDU und CSU" zu bewahren. "Egal wie die Entscheidung ausfällt, wir werden sehr gut zusammenarbeiten", erklärte Söder

Kanzlerkandidat der Union: Söder und Laschet beide bereit

15.32 Uhr: Die Bereitschaft zur Übernahme der Kanzlerkandidatur für die Union ist sowohl bei als auch bei Söder gegeben, wie sie in der Abschlusspressekonferenz der Klausur mitteilten. Nach Angaben Laschets hätten er und Söder ein langes Gespräch miteinander gehabt. "Wir haben unsere Bereitschaft erklärt, für die Kanzlerkandidatur anzutreten", erklärte Laschet. "Unser Ziel ist es, in dieser Lage, in der das Land ist, mit einer Kanzlerin, die aus dem Amt geht, so viel Einigkeit wie möglich zwischen CDU und CSU zu leisten, denn es geht um viel", betonte der NRW-Ministerpräsident.

Auch Söder erklärte, dass er mit Laschet ein offenes und freundschaftliches Gespräch geführt. Abschließend sei das aber noch nicht gewesen. "Wir haben festgestellt, dass beide geeignet und beide bereit sind." Auch er selbst habe seine Bereitschaft zur Kandidatur erklärt. Wenn die CDU als große Schwester dies breit unterstütze, sei er für diesen Schritt bereit, betonte Söder. "Ich bin bereit zu dieser Kandidatur." Sollte sich die CDU anders entscheiden, wolle er dies aber hinnehmen - und weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit setzen.

Söder und Laschet erklären laut Teilnehmerkreisen ihre Bereitschaft

14.49 Uhr: Sowohl Laschet als auch Söder sind nach Darstellung des CSU-Chefs bereit, als Kanzlerkandidat der Union anzutreten. "Wir haben beide erklärt, wir sind bereit", sagte Söder laut Teilnehmerkreisen am Sonntag bei der Klausurtagung der Unionsfraktion in Berlin.

Lesen Sie hier: Söder oder Laschet? Die Union muss sich entscheiden

Damit bekannte sich Söder erstmals zu seinen Ambitionen: "Wenn die CDU bereit wäre, mich zu unterstützen, wäre ich bereit. Wenn die CDU es nicht will, bleibt ohne Groll eine gute Zusammenarbeit", sagte er nach den Angaben von Teilnehmern des Treffens.

Vor Söder hatte Armin Laschet gesprochen - und indirekt ebenfalls klargemacht, dass er kandidieren will. "Markus und ich sind im Gespräch", sagte er Teilnehmerkreisen zufolge. "Es gibt zwei potenzielle Kandidaten. Wir haben uns gegenseitig attestiert, dass wir es beide könnten." Auch einen Seitenhieb für die SPD ließ sich Laschet nicht nehmen: "Die SPD hat keinen, der es kann, wir haben zwei, die es können." Bereits im vergangenen August hatten die Sozialdemokraten Bundesfinanzminister Olaf Scholz als Kanzlerkandidaten ausgerufen.

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(dpa/afp/fmg)

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