Corona-Lockdown

In diesen Bundesländern dürfen Baumärkte jetzt wieder öffnen

| Lesedauer: 6 Minuten
Baumärkte und Gartencenter: Wiedereröffnung

Die (Wieder-)Öffnung von Baumärkten und Gartencentern ist in allen Bundesländern unterschiedlich geregelt. Dort, wo sich Nachbarländer nicht abstimmen, kann es zu Diskussionen kommen.

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Trotz Corona-Lockdown sind erste Garten- und Baumärkte geöffnet, weitere sollen folgen. Je nach Bundesland unterscheiden sich die Regeln.

Berlin. 
  • Seit Monaten steht das öffentliche Leben in Deutschland weitgehend still: Die meisten Geschäfte sind geschlossen
  • Auch wenn die Corona-Zahlen zuletzt wieder angestiegen sind, öffnen die Baumärkte im März in einigen Bundesländern wieder
  • Welche Bundesländer das sind, erfahren Sie hier

Sie sind die Vorboten eines politischen Frühlings: die Bau- und Gartenmärkte. Die Temperaturen steigen, Beete wollen gepflegt und Balkonkästen bepflanzt werden. In den meist großzügig gebauten Hallen kann man anderen Menschen zu dem gut ausweichen. Die Gartencenter und Baumärkte haben deshalb wahrscheinlich eine gute Chance, zu den ersten Geschäften zu gehören, die wieder öffnen dürfen.

Öffnung von Baumärkten: Debatte um Einkaufstourismus

In einigen Bundesländern durften Gartencenter sogar noch vor den Friseuren öffnen, die seit 1. März wieder Kunden empfangen dürfen. Es ist aber gut möglich, dass sich die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten beim nächsten Corona-Gipfel am Mittwoch auf eine einheitliche Regelung für Märkte mit Bau- und Gartenbedarf verständigen. Schließlich will man Shoppingtourismus mitten in einem Lockdown unbedingt vermeiden.

Aktuell ärgert sich schon die baden-württembergische Landesregierung über die Entscheidung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, die Baumärkte in seinem angrenzenden Bundesland wieder zu öffnen. Auch in Brandenburg öffnet der Gartenbauhandel wieder – in Berlin bleibt er aber zu. „Wir wollen auf jeden Fall erst mal die Ministerpräsidentenkonferenz abwarten“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) kürzlich.

Wann die Baumärkte und Gartencenter in den 16 Bundesländern wieder öffnen sollen, zeigt dieser Überblick. Geschäfte für Gartenbedarf haben dabei einen entscheidenden Vorteil: Für den Verkauf von Schnittblumen, kurzfristig verderblichen Topfpflanzen sowie für Gemüsepflanzen und Saatgut werden in vielen Ländern schon früher Ausnahmen gemacht.

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Corona-Lockdown: Hier haben die Baumärkte und Gartencenter wieder geöffnet

  • Bayern: Ab dem 1. März dürfen neben Blumenläden und Gartencentern im Freistaat auch Baumärkte wieder für Privatpersonen öffnen. Das hat der Bayerische Landtag beschlossen. Allerdings gelten – wie beispielsweise auch in Supermärkten – strikte Quadratmeter-Beschränkungen pro Person in den Geschäften.
  • Sachsen-Anhalt: Auch hier sollen Kunden ohne Gewerbeschein wieder regulär ab dem 1. März Baumärkte und Gartencenter besuchen können.

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Lockdown-Lockerung: In diesen Bundesländern haben nur Gartencenter wieder geöffnet

  • Niedersachsen: Während im angrenzenden Schleswig-Holstein auch die Baumärkte wieder öffnen, ändert sich in Niedersachsen für Privatkunden nichts. In dem Bundesland haben Gartencenter bereits seit dem 13. Februar wieder geöffnet. Die Gartenabteilungen von Baumärkten dürfen ebenfalls öffnen, die übrige Verkaufsfläche bleibe jedoch weiter gesperrt. Das Sortiment ist teilweise allerdings begrenzt. Welche Läden genau geöffnet sind und was verkauft wird, darüber informieren die Betreiber der Märkte im Internet.
  • Bremen: In dem kleinen Bundesland haben Gartencenter bereits seit 22. Februar 2021 wieder geöffnet. Auch hier ist das Sortiment teilweise minimiert, die Anbieter informieren darüber auf ihren Webseiten.
  • Nordrhein-Westfalen: In Nordrhein-Westfalen haben Gartencenter seit Mitte Februar wieder geöffnet. Ob demnächst Baumärkte wieder öffnen können, ist unklar. Auch im bevölkerungsreichsten Bundesland grenzen viele Gartenmärkte ihr Sortiment ein.
  • Schleswig-Holstein: Ab 1. März dürfen auch Privatkunden Gartencenter und Blumenläden wieder zu den regulären Öffnungszeiten besuchen.
  • Hessen: Auch in Hessen öffneten die Gartencenter schon Mitte Februar wieder ihre Türen für Privatkunden. Es gelten dieselben Einschränkungen wie in den anderen Bundesländern.
  • Brandenburg: Hier dürfen ab dem 1. März Gartenbaumärkte wieder für Kunden ohne Gewerbeschein öffnen.
  • Mecklenburg-Vorpommern: In dem Nord-Bundesland öffnen am Montag neben den Friseuren auch die Gartenbaucenter und Baumschulen.
  • Rheinland-Pfalz: Hier dürfen Gartencenter und Baumärkte im Freien wieder ihre Türen für Kundschaft öffnen. Außenbereiche der Baumärkte dürfen nur „gartencentertypisches Sortiment“ verkaufen.
  • Saarland: Außenbereiche von Gärtnereien, Gartenbaubetrieben und Gartenmärkten dürfen öffnen.
  • Thüringen: Auch in dem mitteldeutschen Bundesland treten zum Monatswechsel Lockerungen in Kraft. Dann dürfen Baumschulen, Gartenmärkte, Gärtnereien- und Floristikbetriebe wieder aufmachen.
  • Baden-Württemberg: In Baden-Württemberg hat die Frage nach Lockerungen der Corona-Maßnahmen gut zwei Wochen vor der Landtagswahl eine besondere Brisanz. Am Montag öffnen hier neben Friseuren auch Gärtnereien, Gartenmärkte und Blumenläden.

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Corona-Maßnahmen: In einigen Ländern bleibt es bei „Click and Collect“

In Hamburg bleiben Gartencenter und Baumärkte laut Senatssprecher bis auf Weiteres geschlossen. Es gibt Befürchtungen, dass das gerade in der Region um die Hansestadt für Einkaufstourismus sorgen könnte. Im südlich angrenzenden Niedersachsen und nördlich von Hamburg, in Schleswig-Holstein, kann man zumindest schon wieder Pflanzen einkaufen. Lesen Sie auch: Das müssen Kunden und Inhaber von Geschäften wissen

Trotzdem beharrt der Senat auf der „Click&Collect“-Regelung, wie einige andere Bundesländer auch. In Berlin gibt es ebenfalls zunächst noch keine weiteren Lockerungen für Baumärkte und Gartencenter. Das gilt auch für Hessen und Sachsen. Privatkunden können bei vielen Baumärkten allerdings Ware abholen, die sie online bestellt haben.

Trotz Corona: Bayern denkt schon an die Biergärten

Bund und Länder beraten zwar am Mittwoch über Öffnungsstrategien aus dem Lockdown, viele Bundesländer haben aber schon vorher Stufenpläne für Lockerungen vorgelegt. Jedes Mal werden weitere Öffnungsfantasien geweckt. Hotels, Restaurants, Kneipen? Kommt Biergarten nicht von Garten? Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) meint, die Öffnung der Außengastronomie wäre ein „geschickter Schachzug“, da viele Menschen ins Freie drängten.

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