Überfall

Italienischer Botschafter im Kongo getötet

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An undated black and white photo handout on February 22, 2021 by the Italian Ministry of Foreign Affairs shows Italy's ambassador to the Democratic Republic of Congo, Luca Attanasio. - Italy's ambassador to the Democratic Republic of Congo, Luca Attanasio, was killed on February 22, 2021 travelling with a UN convoy in eastern DRC, the foreign ministry in Rome said. "It is with deep sadness that the Foreign Ministry confirms the death, today in Goma, of the Italian ambassador," the ministry said, adding that an Italian policeman also died.

An undated black and white photo handout on February 22, 2021 by the Italian Ministry of Foreign Affairs shows Italy's ambassador to the Democratic Republic of Congo, Luca Attanasio. - Italy's ambassador to the Democratic Republic of Congo, Luca Attanasio, was killed on February 22, 2021 travelling with a UN convoy in eastern DRC, the foreign ministry in Rome said. "It is with deep sadness that the Foreign Ministry confirms the death, today in Goma, of the Italian ambassador," the ministry said, adding that an Italian policeman also died.

Foto: AFP PHOTO / ITALIAN FOREIGN MINISTRY / HANDOUT

Im Osten von Kongo haben Angreifer einen Konvoi des Welternährungsprogramms überfallen. Dabei wurde der Botschafter Italiens getötet.

Goma. Im Osten des zentralafrikanischen Landes Kongo sind bewaffnete Überfälle an der Tagesordnung: Nun haben Angreifer einen Konvoi des Welternährungsprogramms (WFP) überfallen und dabei den italienischen Botschafter Luca Attanasio getötet. Kurz nach dem Unfall erlag der Diplomat seinen schweren Verletzungen, erklärte der zuständige Gouverneur der Region Nord-Kivu, Carly Nzanzu Kasivita. Ranger, die sich zufällig in der Nähe aufhielten, schlugen seinen Angaben zufolge den Angriff zurück. Nach Behördenangaben wurden auch ein Fahrer und der Leibwächter in dem Hinterhalt getötet.

Das Außenministerium in Rom bestätigte den Tod des Botschafters und eines Sicherheitsbeamten. Außenminister Luigi Di Maio reiste wegen des Vorfalls vorzeitig von einem Treffen in Brüssel zurück nach Italien, wie die Nachrichtenagentur Ansa schrieb. Di Maio habe seine EU-Kollegen zuvor über den Tod des Botschafters informiert.

Botschafter getötet: Mattarella verurteilt „feigen Angriff“

Italiens Präsident Sergio Mattarella hat den „feigen Angriff“ auf den italienischen Botschafter in der Demokratischen Republik Kongo scharf verurteilt. Mattarella erklärte am Montag, Italien trauere um die Staatsbediensteten, die in Ausübung ihres Amtes getötet worden seien. Er sprach den Familien des Botschafters Luca Attanasio, des Militärpolizisten Vittorio Iacovacci und des ebenfalls getöteten Fahrers sein „tiefstes Beileid“ aus. Auch Regierungschef Mario Draghi bekundete sein Beileid. Lesen Sie hier: Italien: Ex-EZB-Chef Mario Draghi als Premier vereidigt

Kongolesische Polizei überrascht über Präsenz des Botschafters

Unklar sind noch die genauen Umstände des Angriffs im Norden der Grenzstadt Goma. Die kongolesische Polizei zeigte sich überrascht über die Präsenz des Botschafters in der Region und die Tatsache, dass er ohne Polizeischutz unterwegs war. Er war den Angaben zufolge unterwegs zum bekannten Virunga-Nationalpark an der Grenze zu Uganda und Ruanda.

Das Unesco-Weltkulturerbe ist berühmt für die stark gefährdeten Berggorillas, die nur in diesen drei Ländern leben. Die Ranger dort sind oft durch Milizen und Wilderer bedroht, auch die seltenen Gorillas werden immer wieder getötet. Erst im Januar wurden dort sechs Wildhüter getötet und ein weiterer schwer verletzt. Damals wurden Rebellen für den Angriff verantwortlich gemacht.

Ost-Kongo: Milizen wollen Bodenschätze kontrollieren

Im Ost-Kongo sind mehrere Milizen aktiv, denen es vor allem um die Kontrolle der wertvollen Bodenschätze geht. In der Nähe des Virunga-Nationalparks sind Menschenrechtlern zufolge innerhalb von drei Jahren mindestens 170 Menschen entführt worden. Die Opfer - viele davon Frauen - seien geschlagen, gefoltert, vergewaltigt und zu Geldzahlungen erpresst worden, berichtete die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch im Vorjahr. Sie machte dafür kriminelle Banden verantwortlich.

(dpa/afp/raer)

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