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Russischer Geheimagent gibt wohl Giftanschlag auf Nawalny zu

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Anschlag auf Nawalny: EU bringt Sanktionen gegen Russland auf den Weg

Anschlag auf Nawalny- EU bringt Sanktionen gegen Russland auf den Weg

Wegen des Giftanschlags auf den russischen Oppositionellen Alexej Nawalny haben die EU-Außenminister Sanktionen auf den Weg gebracht. Sie sollen sich gegen mögliche Verantwortliche in Russland richten. Die konkreten Beschlüsse sollen nun im zuständigen EU-Gremium ausgearbeitet werden.

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Ein Spion hat offenbar den Mordversuch an Alexej Nawalny zugegeben. Russland verhängt Einreisesperren gegen deutsche Regierungsvertreter.

Moskau/Berlin. Ein Agent des russischen Inlandsgeheimdiensts FSB soll laut dem Kremlkritiker Alexej Nawalny den Giftanschlag auf ihn zugegeben haben. Unter dem Titel „Ich habe meinen Mörder angerufen. Er hat gestanden“ veröffentlichte Nawalny am Montag auf Youtube den Mitschnitt eines Telefonats mit dem mutmaßlichen FSB-Agenten.

Inzwischen hat Russland Einreisesperren gegen Vertreter des deutschen Regierungsapparats verhängt.

Nawalny gab sich als Chef des Sicherheitsrats aus

Nawalny gab sich in dem Gespräch am 14. Dezember als Assistent des Chefs des russischen Sicherheitsrats aus, um das Vertrauen des Mannes zu gewinnen.Lesen Sie auch: Proteste in Moskau - Festnahmen bei Demonstrationen für Nawalnys Freilassung

Der Inkognito-Anruf erfolgte im Rahmen einer Recherche mehrerer Medien, darunter des Nachrichtenmagazins „Spiegel“. Die Journalisten hatten in der vergangenen Woche Rechercheergebnisse veröffentlicht, denen zufolge mindestens acht russische Geheimdienstagenten den Anschlag auf Nawalny verübt haben sollen.

Nawalny: Das Gift sei an der Innenseite der Unterhose angebracht

Nawalny war im August auf einem Inlandsflug zusammengebrochen. Der mutmaßliche FSB-Mann sagte in dem nun veröffentlichten Telefonat, das Gift sei an der Innenseite der Unterhose angebracht gewesen. Nawalny habe den Anschlag nur überlebt, weil der Flug nicht lange genug gedauert habe. Der Pilot hatte damals eine Notlandung in der sibirischen Stadt Omsk unternommen. Nawalny wurde zunächst dort in ein Krankenhaus gebracht und später in die Berliner Charité geflogen.

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Nawalny soll mit einem in der Sowjetunion entwickelten chemischen Nervenkampfstoff der Nowitschok-Gruppe vergiftet worden sein. Russland hatte wiederholt Vorwürfe zurückgewiesen, nichts zur Aufklärung des Falls beizutragen, und das Vorlegen von Beweisen gefordert.

Auf seiner großen Jahrespressekonferenz hatte Kremlchef Wladimir Putin eine Beobachtung Nawalnys durch den Geheimdienst zwar eingeräumt. Für eine Vergiftung seines schärfsten Gegners gebe es aber keinen Grund, hatte der Präsident betont.

Russland reagiert auf EU-Sanktionen

Die EU hatte wegen des Giftanschlags auf Nawalny Sanktionen unter anderem gegen den ersten Vizechef der Präsidialverwaltung, Sergej Kirijenko, den Inlandsgeheimdienst-Chef Alexander Bortnikow und gegen zwei Vizeverteidigungsminister erlassen. Daraufhin hatte auch Russland Strafmaßnahmen gegen leitende Beamte der Regierungsapparate in Deutschland und Frankreich angekündigt und nun umgesetzt.

Am Dienstag wurde der Geschäftsträgerin der deutschen Botschaft in Moskau, Beate Grzeski, mitgeteilt, dass Russland Einreisesperren gegen Vertreter der deutschen Regierung verhängt hat. Das hatte die
Deutsche Presse-Agentur erfahren. (dpa/bef)

Hintergrund: Nawalny: „Ich behaupte, dass hinter der Tat Putin steht“

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