Pandemie

Söder für Verschärfung: Kommt die Corona-Vollbremsung?

Trotz Teil-Lockdown sinken die Infektionszahlen nicht stark genug. Eine weitere Kontaktreduzierung ist nicht mehr ausgeschlossen.

Teil-Lockdown wird bis 10. Januar verlängert

Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich bis ins kommende Jahr hinein auf strenge Corona-Auflagen einstellen. Der derzeitige Lockdown soll bis zum 10. Januar verlängert werden - darauf verständigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder.

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Berlin.  Es sind Sätze von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder , die aufhorchen lassen. Mit Blick auf den derzeitigen Teil-Shutdown in der Pandemie sagte der CSU-Chef am Mittwoch, es sei „die Frage, ob wir das Land die ganze Zeit in dieser Art von Halbschlaf halten können oder ob wir nicht irgendwann noch einmal überlegen müssen, an einigen Stellen sehr deutlich und konsequent tiefer heranzugehen“.

Es klingt nach einer Vollbremsung in der Corona-Pandemie mit dem Ziel, damit auch das Virus stärker auszubremsen. Nachbarländer wie Belgien und Tschechien sind diesen Weg zuletzt gegangen – mit Erfolg.

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Am Donnerstag setzte Söder nach. Durch den seit November geltenden Teil-Lockdown sei zwar das exponentielle Wachstum gestoppt. Aber das reiche nicht aus. „Die Gesamtzahlen gehen nicht runter. Ganz im Gegenteil.“ Wenn das so bleibe, sei klar, „dass beispielsweise an Silvester die Zahl der Kontakte auch reduziert werden muss“.

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Bund und Länder hatten bei ihrem Treffen am Mittwoch eine Verlängerung der derzeitigen Corona-Auflagen bis 10. Januar vereinbart, jedoch keine zusätzlichen Verschärfungen. Gaststätten und Freizeiteinrichtungen bleiben bis ins neue Jahr geschlossen, private Treffen auf fünf Personen begrenzt – abgesehen von Kindern unter 14. Nur über die Feiertage dürfen es zehn Personen sein. Lesen Sie auch: Warum der Lockdown ins neue Jahr verlängert wird

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Nächtliche Ausgangssperren in Baden-Württemberg

Im Frühjahr waren die Corona-Auflagen in Deutschland deutlich strenger. Schulen und Kitas wurden geschlossen. Dies will die Politik nicht wiederholen. Baden-Württemberg hat jedoch wegen hoher Infektionszahlen die Maßnahmen verschärft und verhängt nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Kreisen mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Die Bürger dürfen dort künftig nachts nur noch mit triftigen Gründen das Haus verlassen.

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Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstag 22.046 Neuinfektionen – ähnlich viele wie vor einer Woche. Die Zahl der Covid-19-Toten blieb mit 479 nur knapp unter dem bisherigen Höchstwert von 487 Verstorbenen.

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