US-Whistleblower

Edward Snowden wird Vater – und beantragt russischen Pass

Trump will Begnadigung von Snowden prüfen

Trump will Begnadigung von Snowden prüfen

US-Präsident Donald Trump hat eine mögliche Begnadigung des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden angedeutet. Er werde "einen Blick" auf eine Begnadigung Snowdens werfen, sagte Trump bei einer Pressekonferenz in seinem Golfclub in Bedminster auf die Frage eines Journalisten.

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Der ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden will russischer Staatsbürger werden. Er und seine Partnerin erwarten ein Kind.

Moskau. Der US-Whistleblower Edward Snowden will russischer Staatsbürger werden. Dies teilte der 37-Jährige am Montag auf Twitter mit. Er bewerbe sich gemeinsam mit seiner Partnerin Lindsay Mills um einen russischen Pass.

„Nach jahrelanger Trennung von unseren Eltern haben meine Frau und ich keinerlei Interesse daran, von unserem Sohn getrennt zu werden“, schrieb Snowden als Begründung. „In diesen Zeiten der Pandemie und der geschlossenen Grenzen bewerben wir uns um die doppelte US-russische Staatsbürgerschaft.“

Snowden und Mills hatten vor einigen Tagen verkündet, dass sie ein Kind erwarten. Dem früheren US-Geheimdienstmitarbeiter droht in seiner Heimat ein Prozess wegen Spionage und Verraten von Staatsgeheimnissen.

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Snowden hat bereits unbefristete Aufenthaltserlaubnis für Russland

Snowden betonte, dass er und Mills ihren Sohn „mit den Werten jenes Amerikas, das wir lieben“, erziehen wollten – „einschließlich der Freiheit, seine Meinung zu sagen“. Snowden hatte im Jahr 2013 Tausende streng geheime Dokumente über die Überwachungspraktiken der US-Nachrichtendienste veröffentlicht.

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Er tauchte unter und floh nach Russland. Seit kurzem hat er dort einen permanenten Aufenthaltsstatus. Während er von seinen Anhängern gefeiert wird, werfen die USA ihm Spionage und die Gefährdung der nationalen Sicherheit vor.

Snowden hatte gesagt, dass er gerne in die USA zurückkehren würde, jedoch nur unter der Bedingung, dort ein faires Verfahren zu bekommen. US-Präsident Donald Trump hatte im August eine mögliche Begnadigung Snowdens angedeutet. (mbr/afp)

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