US-Wahl 2020

US-Wahl-Ergebnisse: Wann in Amerika die Wahllokale schließen

| Lesedauer: 4 Minuten
So wird in den USA gewählt

So wird in den USA gewählt

Alle vier Jahre wählen die Amerikaner einen neuen Präsidenten. Das Wahlsystem unterscheidet sich deutlich von unserem.

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50 Staaten, sechs Zeitzonen, Briefwahl, Pandemie: Klar ist, wann die US-Wahllokale schließen. Nicht aber, wann das Ergebnis kommt.

Berlin. Bleibt Republikaner Donald Trump Präsident der Vereinigten Staaten – oder wird Demokrat Joe Biden der 46. Präsident? Keine Wahl spielt weltweit eine so große Rolle wie die des US-Präsidenten. Doch wann es ein Ergebnis gibt, ist noch völlig offen.

Ganz abgesehen davon, dass viele Millionen Amerikaner bereits per Briefwahl abgestimmt haben – und diese Stimmen zum Teil erst am Wahltag, 3. November, gezählt werden dürfen – erstrecken sich das Land über sechs Zeitzonen. Deshalb schließen die Wahllokale in den östlichen Bundesstaaten Stunden früher als an der Westküste. In Deutschland ist es dann Nacht.

US-Wahl: Wann die Wahllokale schließen

An der Ostküste: Zu den Staaten an der US-Ostküste beträgt die Zeitverschiebung von der dort geltenden „Eastern Time“ zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) sechs Stunden. Wenn in weiten Teilen von Kentucky und Indiana am Abend des 3. November die ersten Wahllokale schließen, ist es in Deutschland bereits Mitternacht. In Florida können die Wähler – genauso wie in vielen anderen Staaten an der Ostküste – bis 19 Uhr Ortszeit, also 1 Uhr MEZ abstimmen. Lesen Sie hier: Chaos, Klagen, Amtsübergabe: Was in den USA passieren könnte

In North Carolina und Ohio werden die Wahlurnen um 1.30 Uhr MEZ versiegelt. In anderen Bundesstaaten, etwa in Pennsylvania und Michigan sowie in der Hauptstadt Washington D.C. dürfen die Wähler bis 2 Uhr MEZ abstimmen. Erst um 3 Uhr MEZ schließen die Wahllokale in New York. Traditionell gibt das Dorf Dixville Notch im Bundesstaat New Hampshire als erstes das Ergebnis seiner Handvoll Wähler bekannt.

Im Zentrum der USA: In den Bundesstaaten im Zentrum der USA („Central Time“) schließen die Wahllokale zwischen 2 Uhr MEZ (etwa in großen Teilen von Texas und Kansas, in Oklahoma, Missouri und Illinois) und 4 Uhr MEZ (Iowa). In den US-Bundessatten Minnesota und Wisconsin können die Wähler bis 3 MEZ ihre Stimme abgeben.

Westliche US-Bundesstaaten: Auch der Staatengürtel, der in einer Zeitzone mit „Mountain Time“ liegt, schließt seine Wahlen um 3 Uhr MEZ ab. Dazu zählen etwa die Bundesstaaten Arizona, Colorado und Utah.

Der größte Bundesstaat an der Westküste, der sich in der Zeitzone mit „Pacific Time“ befindet, ist Kalifornien. Wenn die Wahllokale dort um 20 Uhr Ortszeit schließen, ist es in Deutschland bereits 5 Uhr in der Früh. Im Nachbar-Bundesstaat Nevada ist die Wahl eine Stunde früher vorbei, um 4 Uhr MEZ. In Oregon und Washington ist am Wahltag nur wenig los. Hier haben die meisten Wähler dann bereits per Briefwahl abgestimmt.

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Hawaii und Alaska sind die Schlusslichter in der langen Reihe der Staaten. Die Inselbewohner können ihre Stimme bis 6 Uhr MEZ morgens abgeben. Auch in weiten Teilen Alaskas sind die Wahllokale bis 6 Uhr MEZ geöffnet, auf den Aleuten noch eine Stunde länger, bis 7 Uhr. Mit ihrer Schließung im nördlichsten Bundesstaat ist die US-Wahl beendet.

US-Wahl: Wer das Wahl-Ergebnis bekannt gibt

Grundsätzlich können Briefwähler schon lange vor der Wahl am 3. November abstimmen. Zudem bieten die meisten Bundesstaaten auch schon vorab die Möglichkeit einer Abstimmung in Wahllokalen an. In Minnesota, South Dakota, Vermont, Virginia, Wyoming und Illinois etwa konnte schon im September abgestimmt werden, auch im Oktober bieten sehr viele Staaten Termine an.

In den USA gibt es keine Wahlbehörde, die zeitnah die Ergebnisse für das ganze Land bekannt gibt. Resultate werden nach und nach vor Ort – also in Wahllokalen, Bezirken und Bundesstaaten – veröffentlicht. Eine wichtige Rolle kommt daher großen US-Medien zu, die örtliche Ergebnisse zusammentragen und diese teils mit anderen Daten kombinieren, um zu prognostizieren, wer eine Wahl gewonnen hat. Lesen Sie hier: Chaos, Klagen, Amtsübergabe: Was in den USA passieren könnte

US-Wahl 2020 - Alles zum Duell Trump vs. Biden

(dpa/fmg)

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