US-Wahl

Trump und Biden soll beim TV-Duell Mikro abgedreht werden

Beim TV-Duell sollen Trumps und Bidens Mikrofone nach dem Ablauf der Redezeit abgeschaltet werden. Alle Infos zur US-Wahl im Newsblog.

Stimmabgabe in Florida hat begonnen

Im Swing State Florida hat die Stimmabgabe für die US-Präsidentenwahl Anfang November begonnen. 1ST IMAGES

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Washington. 
  • Beim TV-Duell zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden am Donnerstag sollen die Mikrofone der Kandidaten nach Ablauf ihrer Redezeit abgeschaltet werden
  • Mehr als 27 Millionen Wähler haben in den USA bereits jetzt ihren Stimmzettel abgegeben – überdurchschnittlich viele zu diesem Zeitpunkt
  • Tausende Menschen haben sich am Samstag in den USA an Protesten für Frauenrechte und gegen US-Präsident Donald Trump beteiligt
  • US-Präsident Donald Trump hat die mutmaßlich terroristisch motivierte Ermordung eines Lehrers bei Paris verurteilt und sie für eine Botschaft an seine Wähler genutzt
  • Bei einem Wahlkampfauftritt in Florida hat Donald Trump die Familie seines Herausforderers Joe Biden als „eine Familie des organisierten Verbrechens“ bezeichnet
  • Laut Angaben seines Leibarztes ist Trump nach seiner Corona-Infektion mehrfach negativ auf das Coronavirus getestet worden

In rund zwei Wochen wählt Amerika einen neuen Präsidenten. Der Demokrat und frühere Vizepräsident unter Barack Obama, Joe Biden, fordert den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump heraus.

US-Wahl 2020: Alle News zum Duell Trump versus Biden

Die Prognosen zur US-Wahl 2020 sahen zuletzt Biden als wahrscheinlichen Sieger. Der unter anderem für seinen Umgang mit der Corona-Pandemie massiv in der Kritik stehende Trump hat nicht nur im landesweiten Umfrageschnitt einen Rückstand von rund zehn Prozentpunkten. Auch in besonders wichtigen Schlüsselstaaten wie Michigan, Pennsylvania und Wisconsin liegt Trump hinter Biden.

Dass Umfragen nur eine begrenzte Vorhersagekraft auf den Ausgang der Wahl am 3. November haben, weiß wohl niemand so gut wie Hillary Clinton. Auch sie lag kurz vor der US-Wahl 2016 in Umfragen weit vor Trump, Clinton musste sich am Ende aber gegen den Immobilienmanager und früheren Reality-TV-Star geschlagen geben – und das trotz eines Vorsprungs von landesweit zwei Millionen Stimmen.

Trump wollte bis zuletzt keine geordnete Amtsübergabe im Falle einer Niederlage garantieren.

Alle Entwicklungen zum Duell Trump versus Biden finden Sie in unserem Newsblog zur US-Wahl 2020:

Dienstag, 20. Oktober: Trump und Biden sollen bei TV-Duell stumm geschaltet werden

6.30 Uhr: Beim TV-Duell zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden am Donnerstag sollen die Mikrofone der Kandidaten nach Ablauf ihrer Redezeit abgeschaltet werden. Die für die Veranstaltung zuständige Kommission hoffe, „dass die Kandidaten auf diese Weise ihre jeweilige Redezeit respektieren, was eine zivilisierte Debatte befördern und so den Nutzen für die Zuschauer steigern wird“, hieß es in einer Erklärung.

Jedem Kandidaten sollen zur Beantwortung einer Frage des Moderators zwei Minuten zur Verfügung stehen. Danach werde das Mikrofon stumm geschaltet. In der anschließenden offenen Diskussion bleiben die Mikrofone eingeschaltet. Trumps Wahlkampfmanager Bill Stepien reagierte verärgert auf die Ankündigung. Trump sei entschlossen, mit Biden zu debattieren, unabhängig von „in letzter Minute von der voreingenommenen Kommission erlassenen Regeländerungen, um ihrem favorisierten Kandidaten einen Vorteil zu verschaffen“.

Trump und Biden hatten sich Ende September ein chaotisches Fernsehduell geliefert, bei dem der Präsident seinem demokratischen Herausforderer pausenlos ins Wort gefallen war. Das TV-Duell am Donnerstag wird das letzte vor der Wahl am 3. November sein.

Montag, 19. Oktober: Trump-Team kritisiert Debatten-Kommission vor letztem TV-Duell

22.42 Uhr: Das Wahlkampfteam von Präsident Donald Trump hat vor der letzten TV-Debatte mit Konkurrent Joe Biden scharfe Kritik an den Organisatoren geübt. Wahlkampfberater Jason Miller warf der Debatten-Kommission in einer Telefonschalte mit Journalisten „anhaltende Wahlbeeinflussung“ zugunsten Bidens vor.

Bei der letzten Debatte vor der Wahl gehe es traditionell um Außenpolitik, sagte Miller. Beim TV-Duell an diesem Donnerstagabend (Ortszeit) in Nashville im Bundesstaat Tennessee liege darauf aber nicht der Schwerpunkt. „Wir glauben, dass das auf Bitten des Biden-Wahlkampfteams so ist.“

Man habe auch gehört, dass womöglich Regeln für die Debatte geändert werden sollten. Trump hatte eine wegen der Corona-Pandemie angedachte virtuelle zweite Debatte bereits nach dem ersten TV-Duell mit Biden abgelehnt.

Trump verspricht erneut baldiges Ende der Pandemie

20.09 Uhr: Donald Trump hat erneut ohne jede Grundlage ein baldiges Ende der Corona-Pandemie versprochen. „Die Pandemie ist bald vorbei“, versprach er seinen Anhängern bei einem Wahlkampfauftritt im südwestlichen Bundesstaat Arizona – obwohl das im Widerspruch zur aktuellen Entwicklung in den USA steht, wo die Zahl der Neuinfektionen zuletzt wieder anstieg.

Zuvor hatte der US-Präsident den führenden US-Gesundheitsexperten Anthony Fauci Medienberichten zufolge als „Katastrophe“ bezeichnet und ihm Fehler in der Pandemie vorgeworfen. Das sagte Trump nach Berichten des Senders CNN und der „New York Times“ in einer Telefonschalte mit seinem Wahlkampfteam am Montag. „Jedes Mal, wenn er im Fernsehen auftritt, gibt es immer eine Bombe, aber es gibt eine größere Bombe, wenn man ihn feuert. Der Typ ist eine Katastrophe“, sagte Trump nach Angaben der „New York Times“. „Die Leute haben es satt, Fauci und diese Idioten zu hören, all diese Idioten, die Fehler gemacht haben.“

In der Schalte habe der Präsident Fauci auch einen „netten“ Typen genannt. Trump sagte nach Angaben von CNN mit Blick auf Fauci: „Wenn ich auf ihn gehört hätte, hätten wir 500.000 Tote.“ Die Zahl der Toten in den USA nach einer Infektion mit dem Coronavirus liegt derzeit bei rund 220.000.

Bidens Vize-Kandidatin Kamala Harris steigt wieder in Wahlkampf ein

11.35 Uhr: Die demokratische Kandidatin für das US-Vizepräsidentenamt, Kamala Harris, geht nach einer Pause wegen Corona-Fällen in ihrem Umfeld wieder auf Wahlkampftour. Harris wolle am Montag in Orlando und Jacksonville im Bundesstaat Florida Frühwähler mobilisieren, teilte ihre Wahlkampagne mit.

Vor der Präsidentenwahl am 3. November können seit Montag Frühwähler in Florida persönlich ihre Stimme abgeben. Florida gehört zu den besonders umkämpften Swing States, in denen Mehrheiten zwischen Demokraten und Republikanern immer wieder wechseln.

Harris hatte am Donnerstag ihre Wahlkampfreisen ausgesetzt, weil ihre Kommunikationschefin Liz Allen und ein Mitglied einer Flugbesatzung am Mittwoch positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Harris musste nach Vorgabe der US-Gesundheitsbehörde CDC nicht in Quarantäne gehen, weil sie binnen zwei Tagen vor den positiven Tests nicht in unmittelbarer Nähe der Infizierten gewesen war. Lesen Sie auch: US-Wahlkampf: Republikaner gehen auf Distanz zu Donald Trump

US-Wahl: Mehr als 27 Millionen Amerikaner haben Stimme schon abgegeben

8.03 Uhr: Bereits mehr als 27 Millionen Wählerinnen und Wähler haben ihre Stimme für die Präsidentschaftswahl abgegeben. Das geht aus Daten des „U.S. Elections Project“ des Politikwissenschaftlers Michael McDonald von der Universität Florida hervor.

Laut CNN sei damit schon jetzt, gut zwei Wochen vor dem Wahltag, rund ein Fünftel der Stimmen abgegeben worden, die bei der Wahl 2016 abgegeben worden waren. 2016 waren bis zum vergleichbaren Zeitpunkt weniger als sechs Millionen Stimmzettel bei den Behörden eingegangen.

Nach den Daten des Projekts scheinen bislang erheblich mehr registrierte Demokraten als Republikaner ihre Stimme frühzeitig abgegeben zu haben. Die Registrierung bei einer Partei sagt allerdings nicht unbedingt etwas über das Stimmverhalten aus.

In vielen Bundesstaaten können die Wahlberechtigten schon jetzt persönlich oder per Post ihre Stimme abgeben, in einigen Staaten schon seit rund einer Woche.

Trump verteidigt Ablehnung von wissenschaftlichen Ratschlägen

2.46 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat seinen Widerstand gegen den Rat von Wissenschaftlern in der Corona-Pandemie verteidigt. „Hätte ich komplett auf die Wissenschaftler gehört, hätten wir jetzt ein Land, das in einer massiven Depression wäre“, sagte Trump bei einem Wahlkampfauftritt in Carson City im US-Bundesstaat Nevada am Sonntag (Ortszeit). „Stattdessen sind wir wie ein Raketenschiff.“

Trump machte sich über seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden lustig, weil dieser verspricht, sich im Kampf gegen das Coronavirus am Rat der Wissenschaftler zu orientieren. Wenig später warf Trump Biden vor, einen „unwissenschaftlichen Lockdown“ zur Eindämmung des Coronavirus zu verhängen, wenn er gewählt werde.

Am 3. November hätten die Amerikaner die Wahl zwischen einer „Trump-Super-Erholung“ der Wirtschaft und einer „Biden-Depression“, sagte Trump. Er warnte, mit Biden würden die Steuern steigen und Jobs ins Ausland abwandern. Dabei verspricht Biden, US-Firmen mit Strafsteuern von der Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland abzuhalten und für niemanden Steuern zu erhöhen, der weniger als 400.000 Dollar (340.000 Euro) im Jahr verdient, wenn er gewinnt.

Trump schwingt die Hüften zu "YMCA"
Trump schwingt die Hüften zu YMCA

1.57 Uhr: Im Ringen um ein weiteres Corona-Hilfspaket machen die Demokraten im US-Kongress Druck auf die Regierung von Präsident Donald Trump. „Es hängt von der Regierung ab“, ob es weitere Hilfen bis zur Wahl am 3. November gebe, sagte die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, am Sonntag dem Sender ABC News. Dafür müsse es bis Dienstag eine Einigung geben. Pelosi machte deutlich, dass es weiterhin Differenzen zwischen ihr und Finanzminister Steven Mnuchin gebe.

Regierung und Kongress verhandeln seit Monaten ein weiteres billionenschweres Konjunkturpaket. Die Notenbank Fed hat gewarnt, dass die Erholung der Wirtschaft ins Stocken geraten könnte, falls es keine neue staatliche Geldspritze geben sollte.

Die Regierung hatte jüngst ein Paket in Höhe von rund 1,8 Billionen Dollar vorgeschlagen, die Demokraten fordern jedoch weitergehende Maßnahmen. Trump sagte am Sonntagabend im US-Bundesstaat Nevada, er wolle eine noch höhere Zahl als Pelosi – das bedeute aber nicht, dass alle Republikaner seiner Meinung seien. „Aber ich denke, sie werden es am Ende sein, wenn sie auch mitgeht“, sagte Trump.

Sonntag, 18. Oktober: Trump verschärft Angriffe auf Biden

18.45 Uhr: Donald Trump hat die Angriffe auf seinen Herausforderer Joe Biden und dessen Familie verschärft. „Joe Biden ist und war immer ein korrupter Politiker“, sagte Trump am Samstagabend in Janesville im Bundesstaat Wisconsin. „Die Biden-Familie ist ein kriminelles Unternehmen.“ Biden selbst hielt sich am Wochenende im Wahlkampf weitgehend im Hintergrund. Bei einem Auftritt in Durham (North Carolina) warf er Trump vor, die Amerikaner in der Corona-Krise weiter anzulügen.

Pro Tag hält Trump mittlerweile mehrere Wahlkampfauftritte ab, ungeachtet der Pandemie vor dicht gedrängten Anhängern. Neben Warnungen vor angeblich für die USA schädlichen und radikalen Plänen Bidens wiederholte Trump in den vergangenen Tagen vor seinen Anhängern die immer gleichen, nicht bewiesenen Vorwürfe gegen seinen Herausforderer. „Er ist ein Krimineller. Er hat Verbrechen begangen“, sagte Trump am Samstag in Muskegon (Michigan). Am Freitag beschuldigte Trump in Ocala (Florida) Biden und seine Familie, reich geworden zu sein, „während Amerika ausgeraubt wurde“.

Tausende Teilnehmer bei Anti-Trump-Protesten in den USA

8.25 Uhr: Tausende Menschen haben sich am Samstag in den USA an Protesten gegen US-Präsident Donald Trump und für Frauenrechte beteiligt. In Washington und anderen Städten versammelten sich vor allem Frauen, um gegen eine mögliche Wiederwahl Trumps und seine Kandidatin für den Obersten Gerichtshof, Amy Coney Barrett, zu protestieren.

In der US-Hauptstadt starteten die Teilnehmer ihren Protestmarsch nahe dem Weißen Haus. Weitere Märsche gab es den Organisatoren zufolge in allen Bundesstaaten. Nach Angaben der Veranstalter nahmen im ganzen Land mehr als 100.000 Menschen an rund 430 Kundgebungen und Demonstrationen teil.

Viele Teilnehmerinnen trugen den sogenannten Pussy Hat – das Symbol der Protestaktion „Women’s March“ – in Anspielung auf Trumps Äußerung, dank seiner Berühmtheit könne er Frauen jederzeit in den Schritt fassen. Andere trugen wie ihr Vorbild, die verstorbene linksliberale Oberste Richterin Ruth Bader Ginsburg, einen weißen Kragen oder Masken und Plakate mit deren Abbild.

Trump verurteilt bei Wahlkampfauftritt Ermordung eines Lehrers bei Paris

7.15 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat die mutmaßlich terroristisch motivierte Ermordung eines Lehrers bei Paris verurteilt und sie für eine Botschaft an seine Wähler genutzt. „Einwanderungssicherheit ist nationale Sicherheit“, sagte Trump am Samstagabend (Ortszeit) in Janesville im Bundesstaat Wisconsin. „Wir brauchen Grenzen. Eine Nation ohne Grenzen ist keine Nation“, sagte er und drückte unmittelbar im Anschluss sein „sehr aufrichtiges Beileid“ an seinen „Freund“ Präsident Emmanuel Macron aus.

In Frankreich habe es am Freitag „eine bösartige, bösartige islamische Terror-Attacke“ gegeben, sagte Trump vor seinen Anhängern. „Enthauptung. Eine schreckliche Sache.“ Trump fuhr fort: „Frankreich hat eine schwere Zeit, und Macron ist ein großartiger Kerl, und ich möchte nur sagen, was immer wir tun können...“ Die USA seien hart gegen „islamischen Terror“ vorgegangen und hätten zum Beispiel einen Einreisestopp verhängt, sagte Trump.

Trump macht Stimmung gegen Gouverneurin Whitmer: „Sperrt sie alle ein“

5.14 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat bei einem Wahlkampfauftritt im US-Bundesstaat Michigan Stimmung gegen die dortige Gouverneurin Gretchen Whitmer gemacht. „Ihr müsst eure Gouverneurin dazu bringen, euren Staat zu öffnen“, rief Trump am Samstag (Ortszeit) seinen Anhängern in Muskegon zu und spielte damit auf Corona-Eindämmungsmaßnahmen an. Daraufhin skandierten seine Anhänger: „Sperrt sie ein!“ Trumps sagte: „Sperrt sie alle ein.“

Vergangene Woche hatten Ermittlungen der Bundespolizei FBI und des Justizministeriums in Michigan zur Festnahme von mehr als einem Dutzend Verdächtigen geführt, die unter anderem die Entführung von Gouverneurin Whitmer und den Sturm auf das Parlament in Lansing geplant haben sollen. „Ich glaube, sie sagten, sie wurde bedroht“, sagte Trump, als die Rufe erneut aufbrandeten. „Und sie hat mir die Schuld gegeben!“

Whitmer hatte Trump vorgeworfen, in der Corona-Pandemie Wut angefacht zu haben. Trump hatte im Frühjahr Proteste gegen Whitmers Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus angeheizt und etwa auf Twitter „Befreit Michigan!“ geschrieben. Whitmer meldete sich bei Twitter auf Trumps Äußerungen zu Wort. „Das ist genau die Rhetorik, die das Leben von mir, meiner Familie und anderer Regierungsbeamter in Gefahr gebracht hat. Es muss aufhören“, schrieb sie auf Twitter.

Samstag, 17. Oktober: Biden nennt fehlende Verurteilung rassistischer Gruppen durch Trump „erstaunlich“

11.32 Uhr: US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat den Unwillen von Amtsinhaber Donald Trump zur Verurteilung weißer rassistischer Gruppierungen als „erstaunlich“ bezeichnet. Diese seien „inländische Terroristen“ sagte Biden mit Bezug auf einen kürzlich bekannt gewordenen Entführungsplan am Freitag (Ortszeit) zu rund 20 Gästen und Journalisten in der Stadt Southfield im US-Bundesstaat Michigan.

Biden stand bei seiner Rede neben der Gouverneurin von Michigan, Gretchen Whitmer, einer scharfen Kritikerin von Trump. In der vergangenen Woche waren 13 Extremisten festgenommen worden, die mutmaßlich eine Entführung Whitmers geplant hatten, um einen „Bürgerkrieg“ anzuzetteln.

„Das ist ein Verhalten, das Sie von Isis erwarten würden“, sagte Biden. Es müsse jeden US-Amerikaner schockieren. „Das Versäumnis, diese Leute zu verurteilen, ist erstaunlich“, sagte der Präsidentschaftskandidat der Demokraten. Trump hatte in einem Tweet nach dem Bekanntwerden des Plans gegen die Gouverneurin gewettert: „Statt danke zu sagen“ für die erfolgreiche Arbeit des FBI, „behandelt sie mich wie einen weißen Rassisten“.

Donald Trump bezeichnet Familie von Joe Biden als „kriminelles Unternehmen“

10.27 Uhr: Zweieinhalb Wochen vor der Präsidentenwahl in den USA hat Amtsinhaber Donald Trump seine Angriffe gegen die Familie seines Herausforderers Joe Biden verschärft. „Joe Biden ist ein korrupter Politiker“, sagte der Republikaner am Freitag (Ortszeit) bei einem Wahlkampfauftritt in Ocala im US-Bundesstaat Florida. „Und die Biden-Familie ist ein kriminelles Unternehmen.“ Er fügte hinzu: „Die Bidens wurden reich, während Amerika ausgeraubt wurde.“

Trump bezeichnete „Mainstream-Medien“ als „Volksfeinde“ und warf ihnen vor, über „die weltweit größte Geschichte“ nicht zu berichten – gemeint war die angebliche Korruption des Demokraten Biden. Trump-Anhänger skandierten bei der Nennung von Bidens Namen „Sperrt ihn ein“ – mit dieser Parole hatten Trump-Unterstützer im Wahlkampf vor vier Jahren dessen Herausforderin Hillary Clinton bedacht. Trump erhebt seit langem und ohne Beweise Korruptionsvorwürfe gegen Ex-Vizepräsident Biden und dessen Sohn Hunter.

Maas hofft auf bessere Beziehungen zu Washington nach US-Präsidentschaftswahl

8.25 Uhr: Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hofft auf eine Verbesserung des deutsch-amerikanischen Verhältnisses nach der US-Präsidentschaftswahl. „Ich wünsche mir, dass sich der Umgang miteinander ändert – völlig unabhängig davon, wer diese Wahl gewinnt“, sagte Maas den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

„Mit Donald Trump als Präsidenten ist das transatlantische Verhältnis komplizierter geworden“, fügte der Minister hinzu. „Da wurden immer wieder ohne vorherige Absprache Entscheidungen getroffen, die wir nicht nachvollziehen konnten“, erklärte Maas und verwies auf die Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran.

Zugleich warnte der Minister vor Illusionen im Falle eines Wahlsiegs von Trumps Herausforderer Joe Biden. „Ich gehöre nicht zu denen, die meinen, dass mit einem Präsident Biden ,alles wieder gut‘ würde“, sagte Maas. Die USA richteten seit Jahren ihre im Kalten Krieg angenommene außen- und sicherheitspolitische Rolle in der Welt strategisch neu aus.

Freitag, 16. Oktober: Trump fällt auf Satire-Text rein

  • US-Präsident Donald Trump ist auf einen Satire-Artikel reingefallen, wonach Twitter komplett abgeschaltet wurde, um die Verbreitung eines negativen Berichts über seinen Herausforderer Joe Biden zu stoppen. „Wow, das gab es noch nie in der Geschichte“, kommentierte Trump in einem Tweet im Zuge seiner morgendlichen Twitter-Aktivität. „Lenkt mehr Aufmerksamkeit auf den schläfrigen Joe und Big T.“ Mit „Big T“ meinte er vermutlich „Big Tech“, die großen Technologie-Konzerne, denen Trump und andere Republikaner vorwerfen, konservative Ansichten zu unterdrücken. Trump verlinkte in seinem Tweet zu einem Bericht der Satire-Website „Babylon Bee“, der den kurzzeitigen Twitter-Ausfall in der Nacht zum Freitag behandelte. Dort hieß es unter anderem, Twitter-Chef Jack Dorsey habe versucht, die Server mit einem Vorschlaghammer zu demolieren.
  • Pop-Sängerin Lady Gaga hat ihre Fans mit einem Song zur Abstimmung bei den US-Wahlen am 3. November aufgerufen. „Ich weiß, das ist kitschig“, kommentierte die 34-Jährige in einem etwa einminütigen Video, das sie auf ihrem Twitter-Account veröffentlichte. Darin sitzt sie am Klavier und wirbt singend für eine Webseite mit Informationen zu den Wahlen. „Sie helfen euch bei der Registrierung, zeigen euch, wie man wählt“, heißt es in dem Lied, das die Sängerin augenzwinkernd als ihre „neue Single“ bezeichnete. „Ich weiß, dass das viele von euch noch nicht wissen“.

Trump und Biden in getrennten TV-Bürgerfragestunden

Donnerstag, 15. Oktober: Joe Biden nimmt Rekordsumme an Wahlkampfspenden ein

  • Joe Biden hat für seinen Wahlkampf eine Rekordsumme eingenommen. Insgesamt 383 Millionen US-Dollar (326 Millionen Euro) nahm das Wahlkampfteam des Trump-Herausforderers in Form von Spenden allein im September ein. Bereits im August spendeten Unterstützer der demokratischen Partei 365 Millionen US-Dollar (rund 311 Millionen Euro). Für das Gegenlager dürfte die Rekordsumme ein Schlag sein. Noch gibt es keine offiziellen Zahlen zu den Wahlkampfspenden der Republikaner im September, im August waren es mit 210 Millionen Dollar (rund 179 Millionen Euro) allerdings deutlich weniger als die Summe der Demokraten.

Mittwoch, 14. Oktober: Trump kritisiert Merkel

  • US-Präsident Donald Trump hat sich in der Radioshow des rechtskonservativen Moderators Rush Limbaugh über sein Verhältnis zu Kanzlerin Angela Merkel geäußert. Trump sagte, er komme mit der Kanzlerin gut aus – um dann aber gegen Merkel auszuholen. So kritisierte er etwa das Nord-Stream-2-Projekt zwischen Deutschland und Russland: „Wartet einen Moment, Ihr gebt Russland Milliarden Dollar und wir sollen Euch vor Russland beschützen. Was ist das für ein Deal?“ Auf die Frage Limbaughs, wie die Kanzlerin auf diese Kritik reagierte, sagte Trump, sie habe nur gelächelt, weil sie „eine sehr kluge Frau“ sei. Sie habe nicht gewusst, wie sie antworten soll, so Trump. Der US-Präsident habe ihr gesagt: „Angela, du musst auf diese Frage nicht antworten.“ Er habe sie nicht blamieren wollen und mit einem Lächeln davon kommen lassen. Der US-Präsident sagte, er verstehe auch, warum ihn die Deutschen weniger mögen als seinen Vorgänger Obama. Limbaugh sagte er: „Deutschland hat die USA für eine lange Zeit ausgenutzt. Und ich will, dass das aufhört.“ Lesen Sie auch: Antikörper: Versuche mit Trumps „Heilmittel“ unterbrochen
  • Nach seiner Corona-Infektion verbreitet US-Präsident Donald Trump in den Augen seines Herausforderers Joe Biden mehr Falschinformationen über das Virus als zuvor. „Ich habe für seine Genesung gebetet, als er Covid bekommen hat, und ich hatte gehofft, dass er wenigstens etwas geläutert daraus hervorgehen würde“, sagte Biden am Dienstag bei einem Auftritt in Pembroke Pines im US-Bundesstaat Florida. „Aber was hat er getan? Er hat die Fehlinformationen nur intensiviert, die er zuvor gemacht hat, und macht es damit noch schlimmer.“ Lesen Sie hier: Umfragehoch: Was ist Bidens Vorsprung vor Trump wert?

Dienstag, 13. Oktober: Trump zurück im Wahlkampf

  • US-Präsident Donald Trump hat sich bei seiner Rückkehr auf die Wahlkampfbühne von seinen Anhängern im US-Bundesstaat Florida feiern lassen. „Ich fühle mich so stark“, sagte Trump am Montagabend (Ortszeit) während seines rund einstündigen Auftritts in Sanford bei Orlando vor dicht gedrängten Anhängern. Der 74-Jährige betonte wie schon am Wochenende, er sei nun immun. „Ich werde jeden in diesem Publikum küssen. Ich werde die Kerle und die schönen Frauen küssen (...). Ich werde euch einfach allen einen dicken, fetten Kuss geben.“ Florida ist ein potenziell entscheidender Bundesstaat für die Präsidentenwahl am 3. November. Lesen Sie dazu: Nach Corona-Infektion – So lief Trumps Wahlkampf-Comeback

Montag, 12. Oktober: Trump wohl mehrfach negativ auf Coronavirus getestet worden

  • US-Präsident Donald Trump ist nach Angaben seines Leibarztes negativ auf das Coronavirus getestet worden. Schnelltests seien an „aufeinanderfolgenden Tagen“ negativ ausgefallen, erklärte Sean Conley am Montag (Ortszeit) in einer Mitteilung. Er fügte hinzu, dass neben den Antigentests auch andere Labordaten hinzugezogen worden seien, um zu ermitteln, dass der Präsident nach seiner Corona-Infektion nicht mehr ansteckend sei. Wann Trump das erste Mal negativ getestet wurde und wie oft, blieb unklar.
  • Twitter hat eine Botschaft von US-Präsident Trump zu seiner angeblichen Immunität gegen das Coronavirus mit einer Warnung vor Falschinformationen versehen. Der Tweet habe gegen Regeln zur „Verbreitung irreführender und womöglich gesundheitsschädlicher Informationen“ beim Thema Covid-19 verstoßen, hieß es am Sonntag.
  • Der führende US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci hat nach eigenen Worten der Nutzung eines Interview-Ausschnitts für einen Wahlkampf-Werbeclip von US-Präsident Donald Trump nicht zugestimmt. „Ich war total überrascht“, zitierte die „New York Times“ am Sonntag den renommierten Immunologen. Die Äußerungen aus einem im März veröffentlichten Interview mit dem Sender Fox News für das 30 Sekunden lange Werbevideo seien aus dem Zusammenhang gerissen worden. Die Verwendung seines Namens und seiner Worte sei ohne seine Erlaubnis erfolgt, sagte Fauci.
YouTube- Werbeclip von Trump mit Fauci
  • Das Ringen um die Besetzung des freien Postens am Obersten Gericht der USA geht in die heiße Phase. Im US-Senat soll am Montagnachmittag (Ortszeit) die mehrtägige Anhörung der Kandidatin von US-Präsident Donald Trump beginnen. Am ersten Tag geht es im Justizausschuss zunächst um die Vorstellung der konservativen Juristin Amy Coney Barrett und einleitende Stellungnahmen. Die Anhörung geht am Dienstag mit der Befragung der Kandidatin weiter. Trump und die Republikaner im Senat wollen Barrett noch vor der Präsidentenwahl am 3. November ins Oberste Gericht bringen. Der Präsident machte keinen Hehl daraus, dass es ihm dabei auch um mögliche gerichtliche Auseinandersetzungen zur Auszählung der Stimmen bei der Wahl geht. Trump hatte Barrett als Nachfolgerin der verstorbenen liberalen Richterin Ruth Bader Ginsburg nominiert. Mit ihrer Ernennung bekämen die Konservativen im Supreme Court eine dominierende Mehrheit von sechs der neun Sitze am Gericht.

Sonntag, 11. Oktober: Trump erklärt sich für immun gegen Coronavirus

  • Donald Trump startet nach seiner Corona-Infektion wieder in den US-Wahlkampf – doch die Spitzen seiner Partei fürchten ein Wahldebakel. Lesen Sie hier: Die Angst der Republikaner vor Bidens Erdrutschsieg
  • Vor der Wiederaufnahme seiner Wahlkampftour hat sich US-Präsident Donald Trump für immun gegen das Coronavirus erklärt. „Es sieht so aus, als wäre ich immun für, ich weiß nicht, vielleicht lange Zeit und vielleicht eine kurze Zeit, es könnte für immer sein, niemand weiß es wirklich, aber ich bin immun“, sagte Trump am Sonntag in einem Telefoninterview mit dem Sender Fox News.

Samstag, 10. Oktober: Greta Thunberg ruft zur Wahl von Joe Biden auf

  • Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat die US-Bürger zur Wahl des demokratischen Kandidaten Joe Biden aufgerufen. „Ich mische mich nie in die Parteipolitik ein. Aber die kommende US-Wahl geht weit darüber hinaus“, schrieb sie am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Auch wenn Bidens Versprechen in der Klimapolitik nicht weit genug gingen, sei er verglichen mit US-Präsident Donald Trump die bessere Wahl.„Organisiert euch einfach und seht zu, dass alle Biden wählen“, fügte die 17-Jährige hinzu. Trump äußert immer wieder Zweifel am menschengemachten Klimawandel. Thunberg musste sich wiederholt Spott von ihm gefallen lassen.
  • Nun hat es auch das Weiße Haus bestätigt: US-Präsident Donald Trump kehrt in den Wahlkampf zurück und wird schon am Samstag zu seinen Anhängern sprechen. Wenige Tage nach seiner Rückkehr in den Amtssitz des US-Präsidenten werde bei einem „friedlichen Protest für Recht und Ordnung“ auf der Südwiese seiner Residenz sprechen, teilte das Weiße Haus am Freitagabend (Ortszeit) mit. US-Medien hatten zuvor berichtet, rund 2000 Personen seien eingeladen worden. Trump wolle sich vom Balkon des Weißen Hauses an sie wenden. Unklar ist, ob Trump nach seiner Covid19-Erkrankung noch ansteckend ist.
  • Das für die kommende Woche geplante zweite TV-Duell zwischen Donald Trump und Joe Biden ist offiziell abgesagt worden. Diese Entscheidung verkündete am Freitagabend die für die Organisation der Präsidentschaftsdebatten zuständige Kommission. „Es wird keine Debatte am 15. Oktober geben“, hieß es von der Kommission.Die Absage hatte sich bereits angebahnt. Trotz seiner Corona-Infektion hatte sich Trump zunächst dafür ausgesprochen, die zweite TV-Debatte wie geplant abzuhalten. Damit stieß er auf Kritik und Widerstand. Sein Herausforderer Joe Biden zeigte sich offen für ein virtuelles Format, auch die Kommission unterbreitete diesen Vorschlag, um „Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten zu schützen.“ Trump hingegen lehnte die Pläne ab. Das erste TV-Duell zwischen Donald Trump und Joe Biden war höchst chaotisch verlaufen, weil sich die Kontrahenten permanent unterbrachen. Deutlich gemäßigter lief das TV-Duell der beiden potenziellen Vizepräsidenten, Mike Pence und Kamala Harris. Das TV-Duell hatte einen heimlichen Star: Eine Fliege auf dem Kopf von Mike Pence.

Freitag, 9. Oktober: Trump will Hunderte vor Weißem Haus empfangen

  • Nur wenige Tage nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus plant US-Präsident Donald Trump offenbar, Hunderte Menschen auf dem Südrasen des Weißen Hauses zu empfangen. Das berichtete der US-Sender „ABC“ zuerst. Das Event soll am Samstag stattfinden. Es gebe sogar eine offizielle Einladung, die dem Sender vorliege
  • Donald Trump hat fürs Wochenende die ersten Wahlkampfauftritte seit seiner Covid-19-Erkrankung in Aussicht gestellt. Er wolle am Samstag nach Florida und am Sonntag nach Pennsylvania, sagte Trump in einem Telefoninterview mit dem TV-Sender Fox News. Sein Leibarzt teilte zuvor mit, dass der Präsident die ihm verschriebene Covid-Behandlung abgeschlossen habe und zum Samstag wieder öffentliche Termine absolvieren dürfe

Donnerstag, 8. Oktober: Hickhack um TV-Duell mit Biden – Nach Absage will Trump Verschiebung

Mittwoch, 7. Oktober: US-Behörde dämpft Hoffnung auf schnelle Zulassung von Corona-Impfstoff

  • Donald Trump hat Gespräche über ein weiteres, milliardenschweres Konjunkturpaket für die schwer angeschlagene US-Wirtschaft abgebrochen. Republikaner sehen darin einen „Schuss ins eigene Knie“. Lesen Sie hier mehr zum Thema: Corona-Krise: Trump lässt Milliarden-Hilfspaket platzen
  • Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat die Hoffnung auf eine schnelle Zulassung eines Corona-Impfstoffes in den USA gedämpft. Die Behörde veröffentlichte am Dienstag (Ortszeit) ihre Richtlinien für die beschleunigte Zulassung eines Corona-Impfstoffs. Demnach müssen Hersteller in der dritten und letzten Testphase eine Nachbeobachtungszeit einhalten, die es de facto unmöglich macht, noch vor der Präsidentschaftswahl am 3. November einen Impfstoff auf den Markt zu bringen.
  • Donald Trump nimmt aufgrund seiner Coronavirus-Infektion das Medikament Dexamethason. Lesen Sie hier, welche (Neben-)Wirkungen das Mittel haben kann.

Dienstag: 6. Oktober: Michelle Obama nennt Trump rassistisch

  • Die frühere First Lady Michelle Obama ist vier Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl hart mit Amtsinhaber Donald Trump ins Gericht gegangen. Trump sei im Umgang mit der Corona-Pandemie „gescheitert“, er schüre Ängste vor Afroamerikanern, spalte das Land und verbreite Verschwörungstheorien, sagte die Ehefrau des ersten schwarzen US-Präsidenten Barack Obama am Dienstag in einer Videobotschaft. „Was der Präsident macht, ist offenkundig falsch, moralisch falsch und ja, es ist rassistisch.“
  • US-Präsident Trump hat die Verhandlungen mit den oppositionellen Demokraten für ein neues Corona-Hilfspaket abgebrochen. Trump schrieb am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter, er habe seine Unterhändler angewiesen, die Gespräche bis zur Präsidentschaftswahl am 3. November einzustellen. Während die Demokraten die Entscheidung scharf kritisierten, rutschten an der New Yorker Börse die Aktienkurse in die Tiefe.
  • Donald Trump hat auf Twitter verkündet, dass er seinen wegen der Erkrankung ausgesetzten Wahlkampf bald wieder aufnehmen werde. Er plane auch weiterhin, an der zweiten TV-Debatte mit Herausforderer Joe Biden am 15. Oktober teilzunehmen

Montag, 5. Oktober: Joe Biden erneut negativ auf das Coronavirus getestet

  • Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden ist erneut negativ auf das Coronavirus getestet worden
  • Die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, ist bisher nicht direkt über den Gesundheitszustand des an Covid-19 erkrankten Präsidenten Donald Trump unterrichtet worden.
  • Trotz seiner Infektion mit dem Coronavirus hat US-Präsident Donald Trump kurzzeitig das Krankenhaus verlassen und sich bei einer Fahrt im gepanzerten Wagen von Anhängern bejubeln lassen. Lesen Sie dazu: Kranker Trump tritt kurz vor Fans auf – Scharfe Kritik

Sonntag, 4. Oktober: US-Politinsider Daniel Banjamin über Trumps Corona-Infektion

  • Daniel Benjamin kennt die amerikanische Politik von innen wie nur wenige. Er war Redenschreiber von Präsident Bill Clinton und Anti-Terrorismus-Koordinator unter US-Außenministerin Hillary Clinton. Im Interview spricht er über Trumps Corona-Infektion und mögliche Gewaltausbrüche nach der Wahl. Lesen Sie, warum Corona „ein enormer Schlag für Trumps Wahlkampf“ ist.
  • Da Donald Trump nach seiner Corona-Infektion vorerst als Wahlkämpfer ausfällt, sollen seine Kinder und Vizepräsident Mike Pence für ihn einspringen. Der Präsident sagte in einer Videobotschaft aus dem Krankenhaus, er wolle „den Wahlkampf so abschließen, wie er begonnen hat“. Er war mehrmals pro Woche zu Events in verschiedenen Städten geflogen.
  • Als Zeichen der Transparenz will Joe Biden die Ergebnisse seiner Corona-Tests künftig veröffentlichen

Samstag, 3. Oktober: Corona-Infektionen: Keine Senatssitzungen für zwei Wochen

  • Der US-Senat setzt nach Corona-Infektionen von mindestens drei Mitgliedern für zwei Wochen seine Plenarsitzungen aus. Zugleich solle der Justizausschuss trotzdem mit den Anhörungen der Kandidatin der das Oberste Gericht der USA, Amy Coney Barrett, fortfahren, betonte der republikanische Mehrheitsführer Mitch McConnell am Samstag. Die Demokraten kritisierten diese Entscheidung.
  • US-Präsident Trump hat sich nach seiner Coronavirus-Infektion ins Militärkrankenhaus Walter Reed bei Washington begeben. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, hieß es aus dem Weißen Haus
  • Trumps Sohn Donald Trump Jr. sagte dem Sender Fox News, es sei „offensichtlich“, dass sein Vater seine Corona-Infektion „sehr ernst“ nehme. „Aber er ist ein Kämpfer“, fügte Trump Jr. hinzu. Lesen Sie hier: Donald Trump hat Corona: Was das für die US-Wahl bedeutet

Freitag, 2. Oktober: Trump setzt Wahlkampfauftritte nach Corona-Infektion aus

  • Donald Trump setzt seine persönlichen Wahlkampfauftritte aus. Trumps Wahlkampfchef Bill Stepien teilte am Freitag mit, alle bereits angekündigten Wahlkampfveranstaltungen unter Teilnahme des Präsidenten würden entweder verschoben oder online abgehalten. Lesen Sie dazu: Trump infiziert: Wie kam das Coronavirus ins Weiße Haus?

Donnerstag, 1. Oktober: Trumps Leibarzt: Präsident kann Amtsgeschäfte weiterführen

  • Der US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Der Leibarzt des US-Präsidenten erwartet, dass Donald Trump trotz seiner Corona-Infektion die Amtsgeschäfte „ohne Unterbrechung“ weiterführen kann
  • Nach dem chaotischen TV-Duell mit seinem Herausforderer Joe Biden hat sich US-Präsident Donald Trump zum Sieger der ersten Debatte vor der Präsidentschaftswahl erklärt. „Wir haben die Debatte gestern Abend nach jedem Maßstab mühelos gewonnen“, sagte der Republikaner am Mittwoch im Garten des Weißen Hauses.
  • Mehrere Republikaner haben sich nach der Weigerung Donald Trumps, rechte Gruppierungen eindeutig zu verurteilen, von dem US-Präsidenten distanziert. Trump seinerseits versuchte sich am Mittwoch in Schadensbegrenzung. „Ich weiß nicht, wer die Proud Boys sind“, sagte Trump mit Blick auf eine gleichnamige rechte Vereinigung, die am Vortag bei der TV-Debatte mit Herausforderer Joe Biden zum Thema geworden war. „Wer auch immer sie sind, sie müssen sich zurückhalten und die Strafverfolgungsbehörden ihre Arbeit machen lassen.“
  • Einer der größten Verlierer des TV-Duells am Dienstag war der Moderator: Chris Wallace hat sich stark frustriert über den chaotischen Verlauf des ersten Fernsehduells zwischen Präsident Donald Trump und dessen Wahl-Herausforderer Joe Biden geäußert. Er sei „einfach traurig“ darüber, wie die Debatte abgelaufen sei, sagte der Moderator des konservativen Senders Fox News am Mittwoch der „New York Times“. Er hätte nie gedacht, dass die Debatte derart „entgleisen“ würde.

Mittwoch, 30. September: Der Tag des ersten TV-Duells zwischen Biden und Trump

„Proud Boys, stand back and stand by“ – Wen meinte Trump?

Dienstag, 29. September: Biden veröffentlicht Steuererklärung

  • Kurz vor dem mit Hochspannung erwarteten ersten TV-Duell zwischen Donald Trump und Joe Biden hat der demokratische Präsidentschaftskandidat seine jüngste Steuererklärung veröffentlicht. Laut der am Dienstag auf der Website des Kandidaten veröffentlichten Dokumente zahlten Biden und seine Frau Jill im vergangenen Jahr 299.346 Dollar (rund 255.000 Euro) an Bundessteuern
  • Donald Trump manövriert die USA weiterhin im Zick-Zack-Kurs durch die Corona-Pandemie. Sinnierte der US-Präsident in den vergangenen Wochen mehrfach davon, dass es ja eigentlich besser sei, wenn weniger Corona-Tests durchgeführt würden, weil es dann auch weniger Fälle gäbe, will er nun die Testkapazität deutlich hochfahren.

Montag, 28. September: 100 Millionen Zuschauer bei TV-Duell erwartet

  • Stolze 100 Millionen Fernsehzuschauer werten erwartet, wenn es am Dienstagabend zum TV-Duell zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden kommt. Es bleibt abzuwarten, ob es wirklich zu der erwarteten Schlammschlacht zwischen den beiden Kontrahenten kommt. Aussagen von Trump im Vorfeld lassen es jedenfalls vermuten
  • Kurz vor dem ersten Fernsehduell zwischen Donald Trump und Joe Biden sorgt ein Zeitungsbericht für Wirbel, wonach Trump über Jahre hinweg nur minimale oder gar keine Einkommensteuer auf Bundesebene entrichtet hat. Wie die „New York Times“ am Sonntag unter Berufung auf Steuerunterlagen berichtete, zahlte Trump im Wahljahr 2016 und in seinem ersten Amtsjahr 2017 nur jeweils 750 Dollar an die Bundessteuerbehörde IRS. Mehr als 70.000 Dollar setzte Trump nach Recherchen der „New York Times“ für das Styling seiner Frisur während der Laufzeit seiner Show „The Apprentice“ von der Steuer ab. Lesen Sie hier mehr zum Thema: Trump soll jahrelang keine Bundessteuern gezahlt haben
  • Donald Trumps früherer Wahlkampfmanager Brad Parscale ist am Sonntag laut Medienberichten in ein Krankenhaus eingeliefert worden – offenbar nach einem Suizidversuch, wie unter anderem CNN berichtet

US-Wahl 2020 - Alles zum Duell Trump vs. Biden

Sonntag, 27. September: Trump fordert Doping-Test von Biden vor TV-Duell

  • Zwei Tage vor dem TV-Duell mit Joe Biden hat US-Präsident Donald Trump seinen Rivalen aufgefordert, einen Dopingtest zu machen. Entweder vor oder nach dem für Dienstagabend geplanten Duell solle sich Biden einem solchen Test unterziehen, verlangte Trump am Sonntag auf Twitter
  • Joe Biden hat Donald Trump vorgeworfen, wie Nazi-Propagandaminister Joseph Goebbels zu lügen. „Er ist so in etwa wie Goebbels. Man erzählt eine Lüge lange genug, wiederholt sie, wiederholt sie, wiederholt sie – und sie gilt als Allgemeinwissen“, sagte Biden in einem am Samstag ausgestrahlten Interview des TV-Senders MSNBC. Auslöser war eine Frage nach Trumps Behauptungen, Biden sei ein Sozialist
  • Die Nominierung von Amy Coney Barrett für den Supreme Court ist wie erwartet höchst umstritten. Unser US-Korrespondent sieht als mögliche Folge nicht nur eine weitere Polarisierung innerhalb der Bevölkerung, sondern auch eine Gefahr für die Demokratie. Lesen Sie hier den gesamten Kommentar von Dirk Hautkapp: Trump verschärft mit Wahl für Supreme Court Spaltung der USA
  • US-Präsident Donald Trump hat Amy Coney Barrett als Richterin für die Nachfolge von Ruth Bader Ginsburg am Supreme Court nominiert. Die tiefgläubige Katholikin gilt als entschiedene Abtreibungsgegnerin und würde die konservative Mehrheit am Obersten Gerichtshof der USA zementieren. Lesen Sie hier mehr über Trumps neue Richterin: So radikal ist Amy Coney Barrett
  • US-Präsident Donald Trump hat ungeachtet der Kritik aus seiner eigenen Partei bekräftigt, dass er keine Machtübergabe in Fall einer Wahlniederlage vorab garantieren wolle. Zugleich betonte er erneut seine Überzeugung, dass er die Präsidentenwahl am 3. November nur durch Betrug verlieren könne
  • Ein US-Artikel hat skizziert, wie Donald Trump versuchen könnte, die Wahl zu stehlen. Seitdem herrscht in den USA Alarmstimmung. Lesen Sie hier, welchen Trick Donald Trump anwenden könnte, um die Wahl von Joe Biden zu stehlen.

Freitag, 25. September: Nichte klagt gegen US-Präsident Donald Trump

Donald Trump – Mehr zum US-Präsidenten

  • Begleitet von Protesten hat Trump der verstorbenen Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg die letzte Ehre erwiesen. Trump kam am Donnerstag mit seiner Ehefrau Melania zum vor dem Obersten Gerichtshof in Washington aufgebahrten Sarg der liberalen Richterin. Der Präsident trug dabei – wie nur sehr selten – eine Gesichtsmaske zum Schutz vor dem Corona-Virus. Lesen Sie hier: So geht es nach dem Tod von Ruth Bader Ginsburg weiter
  • Szenen von den Protesten gegen Trump sehen Sie hier in unserem Video:

    "Vote him out" - Protestrufe gegen Trump am Supreme Court
    Vote him out - Protestrufe gegen Trump am Supreme Court

    Trump will dagegen schon am Samstag eine Nachfolgekandidatin präsentieren.

    Darum ist die Besetzung so umstritten:

    • Trump setzt darauf, dass diese dann noch vor der Präsidentschaftswahl in knapp sechs Wochen vom Senat bestätigt wird.
    • Die oppositionellen Demokraten und Joe Biden haben Trump vergeblich aufgefordert, erst die Präsidentschaftswahl abzuwarten.
    • 2016 hatten die Republikaner im Senat die Neubesetzung eines vakanten Supreme-Court-Postens durch den damaligen Präsidenten Obama blockiert.
    • Sie argumentierten, über die Personalie solle erst nach der Präsidentschaftswahl entschieden werden.
    • Trump konnte den Posten dann nach seinem Wahlsieg besetzen. (fmg/dpa/afp)

    Joe Biden - Mehr Infos zum Trump-Gegner

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