Ausschreitungen

USA: Ein Toter nach Schüssen bei Demonstrationen in Portland

Zehntausende bei Marsch gegen Polizeigewalt in Washington

Zehntausende bei Marsch gegen Polizeigewalt in Washington

Zehntausende Menschen haben bei einem Protestmarsch in der US-Hauptstadt Washington gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze demonstriert. Sie versammelten sich dort, wo vor genau 57 Jahren der Bürgerrechtler Martin Luther King seine berühmte Rede "I Have a Dream" gehalten hatte.

Beschreibung anzeigen

In Portland im US-Bundesstaat Oregon kam es am Rande zweier Demonstrationen von Anhängern und Gegnern Trumps zu tödlichen Schüssen.

Portland. In der Stadt Portland im US-Bundesstaat Oregon kam es am Samstagabend (Ortszeit) zu Ausschreitungen zwischen Anhängern und Gegnern von US-Präsident Donald Trump. Am Rande der Demonstrationen kam es zu Schüssen – ein Mensch starb.

Der Vorfall ereignete sich gegen 20.45 Uhr (5.45 Uhr MESZ), wie örtliche Medien berichteten. Demnach zogen nach Schätzungen etwa 2500 Trump-Unterstützer mit mehreren Hundert Autos durch die Stadt. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen mit linken Gruppen. Lesen Sie auch: USA: Ausschreitungen nach Polizei-Schüssen auf Schwarzen

Der genaue Tathergang war zunächst unklar, die Polizei machte zunächst keine genaueren Angaben zu der Identität des Opfers. Inzwischen ist bekannt, dass der Tote ein Mann ist und es sich offenbar um einen Trump-Anhänger handeln soll. Es werde wegen eines Tötungsdelikts ermittelt, hieß es von Seiten der Polizei. Auch interessant: USA: Wenn der Demokratie das Knie im Nacken sitzt

Erst kürzlich gab es zwei Tote bei Demos in Wisconsin

In Portland war es seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis Ende Mai immer wieder zu Protesten gekommen. Auch in anderen amerikanischen Städten gehen Menschen aus Protest gegen Polizeigewalt gegen Schwarze seit Wochen auf die Straßen.

Erst in der Nacht zum Mittwoch wurden bei Demonstrationen in der Stadt Kenosha im Bundesstaat Wisconsin zwei Menschen getötet. Zuvor war es in der Stadt zu Polizeigewalt gegen einen Afroamerikaner gekommen. US-Präsident Trump will an diesem Dienstag selbst nach Kenosha reisen. Mehr zum Thema: Polizeigewalt in den USA: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Neueste Politik Videos

Neueste Politik Videos