Coronavirus-Krise

Schulöffnungen: Youtuber Rezo kritisiert Politik scharf

| Lesedauer: 4 Minuten
Kinder und Coronavirus: Die Hilferufe der #Coronaeltern

Kinder und Coronavirus- Die Hilferufe der #Coronaeltern

Kita und Schule geschlossen, Mutter und Vater im Homeoffice. Viele Eltern gehen in der Coronavirus-Krise auf dem Zahnfleisch. Als #Coronaeltern berichten sie über ihre Verzweiflung.

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Der Youtuber Rezo kritisiert in seinem neuesten Video die Politik in der Corona-Krise scharf. Ein Land kommt besonders schlecht weg.

Berlin. Der Youtube-Star Rezo hat sich in der Coronavirus-Pandemie diesmal die „Zerstörung“ der deutschen Kultusministerien vorgenommen. Der 27-jährige Netzstar veröffentlichte am Mittwochabend auf seinem Kanal ein 19 Minuten langes Video namens „Wie Politiker momentan auf Schüler scheißen...“ – darin kritisiert Rezo das Vorgehen der Kultusministerien in der Corona-Krise. Das Video hatte am Donnerstagmittag bereits rund 900.000 Aufrufe.

In „Wie Politiker momentan auf Schüler scheißen...“ geht Rezo vor allem mit Landespolitikern hart ins Gericht: So spricht er von „irgendwelchen Entscheidungsträgern“, die „krass inkompetent in ihrem Job“ seien und mit der Öffnung von Schulen im Mai die Gesundheit von Eltern, Lehrern und Schülern aufs Spiel setzen würden.

Konkret geht es Rezo um die Entscheidung der Kultusminister die Abiturprüfungen in ihren Ländern in der Coronavirus-Krise nicht abzusagen und die Schulen ab dem 4. Mai schrittweise wieder zu öffnen. Der Youtuber geht davon aus, dass das Ansteckungsrisiko in den Schulen nicht gering gehalten werden könne – täglich bekomme er Nachrichten von besorgten Schülern, die aus Sorge vor Ansteckung nicht in den Unterricht zurück wollen.

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Rezo wurde im vergangenen Frühjahr einem größeren Publikum bekannt, als er vor der Europawahl das Video „Die Zerstörung der CDU“ veröffentlichte. Darin kritisierte der Youtuber das Parteiprogramm der CDU, der fahrige Umgang mit dem mittlerweile mehr als 17 Millionen Mal aufgerufenen Video sorgte in der Union für Spannungen.

Coronavirus-Krise: Youtuber Rezo kritisiert NRW-Ministerpräsident Armin Laschet

Der Youtuber, der den Ernst der Pandemie in seinem Video wiederholt betont, kritisiert eine Reihe von Maßnahmen, die in den vergangenen Wochen verhängt worden sind – besonders schwer geht Rezo allerdings den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen Armin Laschet (CDU) an.

Laschet hatte sich zuletzt wiederholt für eine Lockerungen der Corona-Maßnahmen ausgesprochen. Mit Laschet, so Rezo, habe er am vergangenen Wochenende telefoniert, um sich vom Ministerpräsidenten persönlich erklären zu lassen, warum der CDU-Politiker die Abiturprüfungen in NRW im April und Mai abhalten lässt.

Laschet habe seine Entscheidung für die Abiturprüfungen damit begründet, dass er sicherstellen wolle, dass die Abschlüsse der 2020-Abiturienten auch in anderen Bundesländern künftig anerkannt werden können. Mit Verweis auf einen Schulrechtsexperten wirft Rezo Laschet vor, die rechtliche Situation bei der Anerkennung von Abschlusszeugnissen falsch einzuschätzen.

Laschets Argumentation, so Rezo, sei „völliger Quatsch“. Zum Schluss des Beitrags ruft der YouTuber seine jungen Zuschauer dazu auf, die verantwortlichen Landespolitiker am nächsten Wahltag abzuwählen. Rezo: „Wären die Mitarbeiter von mir würde ich die jetzt rauswerfen.“

Hier können Sie das ganze Video von Rezo sehen:

Rezo Video Corona

(phb)

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