Covid-19-Pandemie

Corona-Kampf: Müller fordert vier Milliarden für Dritte Welt

Entwicklungsminister Gerd Müller will mit weiteren Milliarden aus dem Bundeshaushalt die Dritte Welt im Corona-Kampf unterstützen.

Malaria-Mittel laut Studie wirkungslos im Kampf gegen Coronavirus

Erste Forschungsergebnisse darauf hin, dass das Malaria-Mittel Hydroxychloroquin nicht bei der Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 hilft. Die Sterberate bei mit dem Mittel behandelten Patienten war laut einer Studie sogar deutlich höher war als bei einer Behandlung ohne dieses Medikament.

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Berlin.  Entwicklungsminister Geld Müller fordert weitere drei Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt zur Corona-Bekämpfung in der Dritten Welt. Das Sofortprogramm aus dem Entwicklungsetat für mehr als eine Milliarde Euro „wird alleine nicht reichen, um der weltweiten Krise zu begegnen“, sagte der CSU-Politiker unserer Redaktion.

Es gebe „einen weiteren Sofortbedarf von drei Milliarden Euro für Nothilfen zur Grundversorgung“ insbesondere in Flüchtlingsregionen. Diese Mittel habe er für den Nachtragshaushalt 2020 angemeldet.

Corona-Pandemie: Angst vor dem Kollaps ganzer Staaten

Die Pandemie entwickle sich zu einer globalen Gesundheits-, Ernährungs- und Wirtschaftskrise auch in der unmittelbaren Nachbarschaft der Europäischen Union, warnte Müller. „Wir müssen verhindern, dass erst Krankenhäuser und dann ganze Staaten zusammenbrechen. Die Folgen wären dramatisch: Hunger, Unruhen und am Ende unkontrollierbare Flüchtlingsbewegungen.“

Das Hilfskonzept aus dem Entwicklungsministerium, das unserer Redaktion vorliegt, sieht Investitionen von jeweils 800 Millionen Euro in die Gesundheitsversorgung und die Ernährungssicherung in besonders armen Ländern vor. Die Bereitstellung von Schutzkleidung und mobilen Handwaschanlagen gehört ebenso dazu wie Investitionen in die Wasserversorgung und die Verteilung von Lebensmitteln.

Mit 600 Millionen Euro sollen die Flüchtlingsregionen unterstützt werden

600 Millionen Euro sollen der Stabilisierung von Flüchtlings- und Krisenregionen dienen – etwa in der Zone um Syrien, in Nordafrika, in der Sahelregion, im Jemen und in Südäthiopien. „Das heißt vor allem Stärkung der Versorgungsstrukturen, Finanzierung von Gesundheitspersonal, Verstärkung der Nothilfe und der Flüchtlingsversorgung sowie Maßnahmen zur unmittelbaren Gesundheitsvorsorge“, schreiben die Autoren des Konzepts.

Aus dem laufenden Entwicklungsetat will Müller demnach insgesamt 1,15 Milliarden Euro einsetzen, weitere 3,15 Milliarden sollen aus dem Nachtragshaushalt kommen, der 156 Milliarden Euro umfasst. Der bisherige Verlauf der Pandemie zeige deutlich, so Müller. „Wir besiegen Corona nur weltweit oder gar nicht.“

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