US-Wahlkampf

„Hurensohn“: Donald Trump wird im Wahlkampf wieder derb

Staatsmännisch will Donald Trump meist nicht sein. Vor johlenden Fans hat er den getöteten iranischen General Soleimani beschimpft.

„Hurensohn“: So bezeichnete Donald Trump den getöteten iranischen General Soleimani bei einem Wahlkampf-Auftritt.

„Hurensohn“: So bezeichnete Donald Trump den getöteten iranischen General Soleimani bei einem Wahlkampf-Auftritt.

Foto: Evan Vucci / dpa

Milwaukee.  Donald Trump hat den vom US-Militär getöteten iranischen General Ghassem Soleimani bei einem Wahlkampf-Auftritt als „Hurensohn“ bezeichnet. Der US-Präsident, der sich vor seinen Anhängern gern damit brüstet, wenig staatsmännisch zu sein, war bei der Kundgebung in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin wieder mal ausfallend geworden.

Medienberichten zufolge verbrachte Trump weite Teile seiner Kundgebung damit, die von ihm befohlene Tötung zu verteidigen. Er nannte Soleimani, der die Al-Kuds-Brigaden kommandiert hatte, den „Top-Terroristen der Welt“ und ein „terroristisches Monster“, das für „Hunderte und Aberhunderte Tote“ verantwortlich sei.

Donald Trump bezeichnet öfter Menschen als „Hurensohn“

Viele Menschen hätten „keine Beine oder Arme wegen dieses Hurensohns“, sagte Trump vor seinen johlenden Anhängern. Später sagte der Präsident den Berichten zufolge, Soleimani habe Hunderttausende Menschen auf dem Gewissen.

General Soleimani ist nicht der erste, den Präsident Trump öffentlich oder halb-öffentlich als einen „son of a bitch“, einen „Hurensohn“ bezeichnet. Mit dabei sind:

  • der Demokrat Chuck Schumer, Minderheitsführer im Senat
  • der TV-Journalisten Chuck Todd
  • (schwarze) Football-Spieler, die mit ihrem Knien während der Nationalhymne gegen rassistische Polizeigewalt protestieren
  • Trump selbst – selbstverständlich im Spaß

Donald Trump verteidigt Tötung Soleimanis durch US-Militär

Die Entscheidung des Präsidenten, den Beschuss Soleimanis anzuordnen, steht in der Kritik. Trumps Begründung einer akuten Bedrohungslage wurde vom US-Verteidigungsminister nicht bestätigt. Die Demokraten monieren, dass der Kongress erst nach dem Angriff informiert wurde. Über Tage drohte die Iran-Krise in einen Krieg zu eskalieren.

Tötung von Soleimani: Es gibt keine Beweise für geplante Angriffe
Tötung von Soleimani- Es gibt keine Beweise für geplante Angriffe

Trumps Wahlkampf-Auftritt begann kurz vor der jüngsten TV-Debatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber, bei der die Iran-Krise und Trumps Rolle darin ebenfalls Thema war. (moi)

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