Raketenangriff

News-Blog: USA fordern Iran in Krise zur Deeskalation auf

Krise im Nahen Osten: Nach dem Angriff des Iran auf US-Stützpunkte im Irak will US-Präsident Donald Trump die Sanktionen ausweiten.

Raketenangriff auf Militärbasen im Irak

Der Iran hat zwei Militärbasen im Irak mit Raketen angegriffen. Dort sind US-Truppen und Soldaten der Bundeswehr stationiert.

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Teheran/Washington. 
  • Der Iran hat Raketen auf zwei US-Stützpunkte im Irak abgefeuert
  • Die Attacken sind eine Revanche für die Tötung des Generals Ghassem Soleimani
  • US-Präsident Donald Trump kündigte weitere Sanktionen gegen den Iran an
  • Die Bundesregierung verurteilte die Attacken „auf das Schärfste“
  • Im Irak halten sich zurzeit rund 430 Deutsche auf
  • Den News-Ticker zu allen aktuellen Entwicklungen finden Sie unten

„Schwere Rache“ hatte der Iran nach der Tötung des Top-Generals Ghassem Soleimani geschworen. Nach einem Raketenangriff auf US-Stützpunkte im Irak scheint aber eine weitere Eskalation zunächst abgewendet.

Die iranische Vergeltungsattacke hatte die Angst vor einer weiteren Eskalation und einem möglichen neuen Krieg im Nahen Osten geschürt. Doch alle US-Soldaten seien bei den Angriffen auf die amerikanisch genutzten Militärstützpunkte Ain al-Asad im Zentrum des Iraks und eine Basis in der nördlichen Stadt Erbil unverletzt geblieben, erklärte US-Verteidigungsminister Mark Esper gegenüber Kongress-Abgeordneten. Das US-Militär bleibe jedoch „wachsam“.

US-Präsident Donald Trump hatte sich bei einer Pressekonferenz am Mittwoch relativ diplomatisch gegeben und auf neue militärische Drohgebärden verzichtet. Trump hatte Teheran vor den Attacken für den Fall eines Angriffs mit dem Angriff auf 52 iranische Ziele gedroht.

Auch die im Nordirak stationierten deutschen Soldaten blieben bei dem Raketenangriff laut der Bundeswehr unversehrt. Im Irak halten sich derzeit bis zu 430 deutsche Staatsbürger auf – 180 von ihnen in der Region Bagdad, die Übrigen im Amtsbezirk des Generalkonsulats Erbil. Das erfuhr unsere Redaktion aus dem Auswärtigen Amt. Unter den Deutschen befinden sich auch einzelne Geschäftsleute.

Iran greift US-Stützpunkte an: „Akt der Selbstverteidigung“

Nach den Angriffen in der Nacht zu Mittwoch hatte Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif auf Twitter von einem „Akt der Selbstverteidigung“ gesprochen. Soleimani war in der Nacht zum Freitag von US-Drohnen in der irakischen Hauptstadt Bagdad getötet worden. Washington erklärte danach, der Chef der Al-Kuds-Einheiten habe Angriffe auf US-Bürger geplant. Soleimani war der wichtigste Vertreter des iranischen Militärs im Ausland. Er galt als Architekt der iranischen Militärstrategie in den Nachbarländern. Im Iran wird er nun als Märtyrer verehrt. Warum der Konflikt zwischen dem Iran und den USA so brandgefährlich ist.

Am Mittwochmorgen stürzte auch eine Boeing 737 im Iran ab, alle Insassen starben. Ob es einen Zusammenhang zum Nahost-Konflikt gibt, ist unklar.

Alle Entwicklungen zum Iran-Konflikt im News-Ticker:

(dpa/cho)

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