Militäreinsatz

Zwei tote US-Soldaten bei Helikopter-Absturz in Afghanistan

Die US-Armee berichtet von einem Helikopter-Absturz in Afghanistan. Die Taliban behaupten, einen US-Hubschrauber abgeschossen zu haben.

US-Militärhubschrauber vom Typ Chinook in Afghanistan: Die US-Armee berichtet von einem Absturz, die Taliban behaupte, einen Helikopter abgeschossen zu haben.

US-Militärhubschrauber vom Typ Chinook in Afghanistan: Die US-Armee berichtet von einem Absturz, die Taliban behaupte, einen Helikopter abgeschossen zu haben.

Foto: Allison Dinner / imago/ZUMA Press

Kabul. Beim Absturz eines Militärhubschraubers sind in Afghanistan zwei US-Soldaten ums Leben gekommen, wie die US-Armee mitteilte. Der Vorfall werde untersucht, bislang gebe es keine Hinweise auf feindliches Feuer als Ursache. Weitere Angaben gab es aus Rücksicht auf die Familienangehörigen nicht.

Die radikal-islamische Taliban-Miliz reklamierte unterdessen den Abschuss eines Chinook-Helikopters für sich. Der Hubschrauber sei in der südöstlichen Provinz Logar abgeschossen worden, bei dem Versuch, Taliban-Positionen zu stürmen.

US-Präsident Trump setzt Gespräche mit Taliban aus

Ob es einen Zusammenhang zwischen den Mitteilungen gibt, ist unklar. Der Wahrheitsgehalt der Taliban-Mitteilung ist fraglich. Die Islamisten reklamieren immer wieder Hubschrauber- oder Drohnenabstürze für sich.

Zuletzt war Mitte September ein US-Soldat in der zentralen Provinz Wardak getötet worden. Davor kam Anfang September ein US-Soldat bei einem Autobombenanschlag in der Hauptstadt Kabul ums Leben. US- Präsident Donald Trump hatte daraufhin weitere Gespräche über Wege zu Frieden in Afghanistan mit den Taliban überraschend abgesagt.

Afghanistan: 19 tote US-Soldaten in diesem Jahr

Kurz zuvor hatten sich beide Seiten nach monatelangen Verhandlungen zuversichtlich gezeigt, eine Einigung erzielen zu können, um den fast 18 Jahre dauernden Konflikt politisch zu lösen. Aktuell sind rund 12.000 US-Soldaten in Afghanistan stationiert. In diesem Jahr sind bislang 19 Angehörige der US-Armee umgekommen. (küp/dpa)