Ermittlungen

Sachsen: Drohbriefe mit weißem Pulver erreichen Ministerien

Gegen mehrere sächsische Ministerien und ihre Mitarbeiter hat es Montag Drohungen gegeben. Nun ist bekannt, was in den Briefen stand.

Feuerwehrmänner sicherten Drohbriefe an den sächsischen Landtag und sächsische Ministerien.

Feuerwehrmänner sicherten Drohbriefe an den sächsischen Landtag und sächsische Ministerien.

Foto: Robert Michael / dpa

Dresden. Im sächsischen Landtag und mehreren Ministerien sind am Montag Drohbriefe eingegangen, die mit einem weißen Pulver gefüllt waren. In den Poststellen seien gleichartige Sendungen geöffnet worden, aus denen jeweils eine pulvrige Substanz rieselte, teilte das Landeskriminalamt (LKA) am Montagabend mit.

Die Briefe enthielten auch konkrete Drohungen. So hieß es, dass die Substanz zu Gesundheitsschäden bei den Personen führen können, die damit in Berührung kommen. Jedoch konnte eine Gesundheitsgefährdung zunächst ausgeschlossen werden.

Polizei und Feuerwehr „in entsprechender Schutzausrüstung“´hatten die verdächtige Substanz sichergestellt, so ein Sprecher der Einsatzleitung.

Mitarbeiterin im sächsischen Landtag Drohbrief geöffnet

Das weiße Pulver wird nun genauer untersucht, das Ergebnis der Analyse steht nach Angaben des LKA noch aus. Die Ermittlungen hat das Polizeiliche Extremismus– und Terrorismusabwehrzentrum (PTAZ) des Landeskriminalamtes übernommen. Verschiedene Medien hatten über den Vorfall berichtet. Demnach waren auch die Staatskanzlei und das Justizministerium betroffen.

Im sächsischen Landtag hatte am Mittag eine Mitarbeiterin das an den Landtagspräsidenten gerichtete Schreiben mit dem weißen Pulver geöffnet, sagte Landtagssprecher Ivo Klatte. Die Mitarbeiterin habe daraufhin sofort den Sicherheitschef informiert, der Polizei und Feuerwehr verständigte. „Der Mitarbeiterin geht es gut“ so der Landtagssprecher.

Drohbriefe auch in Nordrhein-Westfalen

Auch in Nordrhein-Westfalen hatte es am Montag Drohungen gegeben. Im Gebäude der Staatsanwaltschaft Arnsberg im Sauerland gab es am Montagnachmittag einen Großeinsatz, weil 18 Personen über Atemwegsreizungen und Husten klagten.

Mitte Oktober hatte es Bombendrohungen gegen mehrere Rathäuser in Deutschland gegeben. Es gab jedoch relativ schnell eine Entwarnung. (dpa/ac)

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