Sozialdemokraten

Andrea Nahles legt im November ihr Bundestagsmandat nieder

Andrea Nahles verlässt den Bundestag. Die Ex-SPD-Chefin legt ihr Mandat zum November nieder und will sich beruflich neu orientieren.

Andrea Nahles im Bundestag – dieses Szenerie wird es in Zukunft nicht mehr geben. Die frühere SPD-Chefin legt zum 1. November ihr Mandat nieder.

Andrea Nahles im Bundestag – dieses Szenerie wird es in Zukunft nicht mehr geben. Die frühere SPD-Chefin legt zum 1. November ihr Mandat nieder.

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Berlin. Die frühere SPD-Chefin Andrea Nahles kehrt der Politik den Rücken zu. Nahles teilte am Montag dem dem Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble (CDU), dass sie zum 1. November ihr Bundestagsmandat niederlegt. Auch die SPD-Bundestagsfraktion bestätigte den Rückzug der 49-Jährigen.

Nahles, die eine Tochter hat und in der Eifel lebt, will sich beruflich neu orientieren, ließ sie mitteilen. Im Juni war sie von ihren Spitzenämtern zurückgetreten, nachdem die Sozialdemokraten bei der Europawahl eine herbe Niederlage hatten einstecken müssen.

Andrea Nahles kam 1998 erstmals in den Bundestag

Nahles war mit einer Unterbrechung seit 1998 im Bundestag. Seit der Bundestagswahl 2017 führte sie fast zwei Jahre die Fraktion. Außerdem war sie von 2013 bis 2017 Arbeitsministerin. Den SPD-Vorsitz hatte sie von April 2018 bis zu ihrem Rücktritt inne.

Zunächst hatte sich Nahles nach ihrem Rücktritt wochenlang mit Aussagen zu ihrer politischen Zukunft zurückgehalten. Mitte August sagte sie dann: „Man muss auch manchmal wissen, wenn man etwas Neues anfangen muss.“ Und antwortete auf die Frage, ob ihr nach dem Rücktritt vom SPD-Chefposten etwas fehle: „Nein.“

SPD-Mitglieder stimmen über neue Parteiführung ab

Derzeit befindet sich die SPD bei der Suche nach einer neuen Führung auf der Zielgeraden. Von Montag, 14. Oktober, bis zum 26. Oktober können Parteimitglieder ihre Stimme abgeben. Zur Abstimmung stellen sich sechs Kandidatenpaare:

  • Klara Geywitz (Beisitzerin SPD-Vorstand) & Olaf Scholz (Bundesfinanzminister)
  • Saskia Esken (Bundestagsabgeordnete) & Norbert Walter-Borjans (Ex-Finanzminister NRW)
  • Petra Köpping (Staatsministerin für Gleichstellung und Integration in Sachsen) & Boris Pistorius (Innenminister Niedersachsen)
  • Gesine Schwan (Zweifache Bundespräsidenten-Kandidatin) & Ralf Stegner (Vize-Parteichef)
  • Christina Kampmann (Ex-Familienministerin NRW) & Michael Roth (Europa-Staatsminister)
  • Nina Scheer (Bundestagsabgeordnete) & Karl Lauterbach (Gesundheitsexperte)

(ba/dpa)