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G7-Gipfel in den USA: Lädt Donald Trump in sein Golfhotel?

Der nächste G7-Gipfel findet in den USA statt. Donald Trump machte schon mal Werbung für eines seiner Golfhotels als Veranstaltungsort.

Wangenkuss und Lob - Merkel und Trump bei G7

Bei dem bilateralen Treffen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump scheinen sich die beiden gut verstanden zu haben.

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Biarritz.  Donald Trump ist keiner, der eine Gelegenheit zur Eigenwerbung ungenutzt verstreichen lässt. Die USA werden 2020 den nächsten G7-Gipfel ausrichten, und er wird möglicherweise in einem der zahlreichen Golfhotels des zum US-Präsidenten gewordenen Immobilien-Tycoons stattfinden.

„Es ist die beste Wahl“, sagte Trump beim G7-Gipfel im französischen Biarritz auf die Frage, ob er die Staats- und Regierungschef in das Trump National Doral Hotel einladen werde.

„Ich liebe die Lage dieses Hotels“, schwärmte Trump weiter. Er sagte, das Trump National Doral liege nur wenige Minuten vom Flughafen entfernt, jede Delegation könne eigene Gebäude mit 50 bis 70 Zimmern haben. „Es ist ein großartiger Ort. Das Gelände ist gewaltig, viele hundert Hektar. Wir können da alles machen, was gebraucht wird.“ Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

Trump-Hotel für G7-Gipfel? „Ich will damit kein Geld machen“

Donald Trump wird in den USA immer wieder dafür kritisiert, dass er seine eigenen Immobilien für offizielle Zwecke nutze und damit finanziell von seiner Präsidentschaft profitiere. Trump wies mit Blick auf sein Hotel als möglichen G7-Ort diesen Vorwurf zurück: „Ich werde damit kein Geld machen. Ich will damit kein Geld machen. (...) Es geht hier nicht um mich.“ Es gehe um „einen großartigen Ort“.

Das Hotel ist etwa zwölf Kilometer vom Flughafen der Millionenmetropole Miami im Süden Floridas entfernt. Auf dem 800 Hektar großen Gelände befinden sich vier Golfkurse, die für Wettbewerbe geeignet sind. Der bekannteste Kurs heißt „Blue Monster“ (blaues Monster). Zum Hotel gehören 643 Zimmer, Tennisplätze, ein großer Pool, ein Spa-Bereich, etliche Veranstaltungsräume und der „Donald J. Trump“-Ballsaal.

Trump versucht, Russland in die Gruppe zurückzuholen

Trump hofft weiter, dass auch Russlands Präsident Wladimir Putin beim Gipfel in den USA dabei sein wird. In Biarritz hatte der US-Präsident im Kreis der G7 keine Mehrheit dafür gefunden, aus der G7 wieder eine G8 mit Russland zu machen.

G7, G8, G20 - Das sind die G-Spitzentreffen
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Nun erwägt Trump, Putin als Gast einzuladen. Er sei aber nicht sicher, ob Russlands Präsident dann kommen würde, sagte der 73-Jährige. Putin sei eine „stolze Person“, und es könnte „sehr schwer für ihn sein“ zu kommen. Außer den USA und Frankreich gehören Deutschland, Großbritannien, Japan, Kanada und Italien zu der G7-Gruppe. Russland war nach der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim aus der Gruppe ausgeschlossen worden.

Es wird vermutlich auch eines der letzten G7-Treffen für Bundeskanzlerin Angela Merkel werden. Sie traf am letzten Gipfel-Tag mit dem US-Präsidenten zusammen. Die Beziehung zwischen Merkel und Trump ist weiter kompliziert. Zuvor war Gastgeber Emmanuel Macron ein Coup gelungen: Der französische Präsident hatte in einer G7-Sensation den iranischen Außenminister Sarif nach Biarritz geholt. Inzwischen erwägt Trump offenbar ein Treffen mit Irans Präsident Rohani. (moi/dpa)

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